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	<description>Wissenschaft und Publizistik als Kritik</description>
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		<title>Ein politisch-kultureller Super Gau(ck)  &#8211; Antisemitismus erhält Einzug ins Schloss Bellevue</title>
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		<pubDate>Sun, 19 Feb 2012 22:27:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Joachim Gauck; Antisemitismus; Auschwitz; Erinnerungsabwehr; Prager Deklaration]]></category>
		<category><![CDATA[Litauen; Shoah]]></category>
		<category><![CDATA[Schloss Bellevue; Vera Lengsfeld; Achgut]]></category>

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		<description><![CDATA[&#160; In einer recht bemerkenswerten, gleichsam volksgemeinschaftlichen Aktion haben Angela Merkel (CDU), die FDP und die SPD am 19. Februar 2012 Joachim Gauck als neuen Bundespräsidenten vorgeschlagen. Er wird im März gewählt werden. Demokratischen Streit über die Kandidatur oder mögliche &#8230; <a href="http://clemensheni.net/2012/02/20/ein-politisch-kultureller-super-gauck-antisemitismus-halt-einzug-ins-schloss-bellevue/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp;</p>
<p>In einer recht bemerkenswerten, gleichsam volksgemeinschaftlichen Aktion haben Angela Merkel (CDU), die FDP und die SPD am 19. Februar 2012 Joachim Gauck als neuen Bundespräsidenten vorgeschlagen. Er wird im März gewählt werden. Demokratischen Streit über die Kandidatur oder mögliche Gegenkandidaten wird es für die Nachfolge von Ich-spreche-eben-gerne-und-engagiert-auf-Anrufbeantworter-Wulff so gut wie nicht geben.</p>
<p><img class="alignnone" src="http://www.theintelligence.de/images/stories/bilder/schloss_bellevue_2.jpg" alt="" width="570" height="300" /></p>
<p>Dass die Bundesrepublik gleich von zwei Ostdeutschen repräsentiert werden soll, ist jedenfalls beachtlich, da doch die Ex-DDR nur einen kleinen Teil der Bevölkerung des Landes repräsentiert und auch Evangelische somit gleich doppelt an der Spitze des Staates vertreten sind. Doch das sind alles Peanuts und Nebensächlichkeiten verglichen mit der Ideologie die Joachim Gauck vertritt und die in Deutschland partei- und generationenübergreifend nationale Euphorie auslöst.</p>
<p>Deshalb sei hier ein kurzer Blick auf Joachim Gauck geworfen. <a href="http://www.bosch-stiftung.de/content/language1/downloads/Stiftungsvortrag_Gauck_fuer_Internet.pdf">Gauck sagte 2006</a>:</p>
<blockquote><p>„Unübersehbar gibt es eine Tendenz der Entweltlichung des Holocaust. Das geschieht dann, wenn das Geschehen des deutschen Judenmordes in eine Einzigartigkeit überhöht wird, die letztlich dem Verstehen und der Analyse entzogen ist. Offensichtlich suchen bestimmte Milieus postreligiöser Gesellschaften nach der Dimension der Absolutheit, nach dem Element des Erschauerns vor dem Unsagbaren. Da dem Nichtreligiösen das Summum Bonum – Gott – fehlt, tritt an dessen Stelle das absolute Böse, das den Betrachter erschauern lässt. Das ist paradoxerweise ein psychischer Gewinn, der zudem noch einen weiteren Vorteil hat: Wer das Koordinatensystem religiöser Sinngebung verloren hat und unter einer gewissen Orientierungslosigkeit der Moderne litt, der gewann mit der Orientierung auf den Holocaust so etwas wie einen negativen Tiefpunkt, auf dem – so die unbewusste Hoffnung – so etwas wie ein Koordinatensystem errichtet werden konnte. Das aber wirkt »tröstlich« angesichts einer verstörend ungeordneten Moderne. Würde der Holocaust aber in einer unheiligen Sakralität auf eine quasi-religiöse Ebene entschwinden, wäre er vom Betrachter nur noch zu verdammen und zu verfluchen, nicht aber zu analysieren, zu erkennen und zu beschreiben.“</p></blockquote>
<p>Wer je wissen wollte, wie sekundärer Antisemitismus funktioniert, weiß es jetzt. Diese Passage aus einer Rede von Gauck vor der Bosch-Stiftung von 2006 ist antisemitisch, weil sie die Erinnerung an Auschwitz verhöhnt und abwehrt. Die Shoah wird als Mittel zum Zweck von &#8216;Gottlosen&#8217;, die im Holocaust eine neue &#8216;Religion&#8217; gefunden hätten, vorgestellt. Das ist die Ideologie der Neuen Rechten, aber auch des Neonazismus, linker Antisemiten und weiter Teile des Mainstream in Deutschland, Gauck formuliert seine Erinnerungsabwehr nur etwas verdruckster (man könnte auch sagen: evangelischer) als andere Stolz-Deutsche.</p>
<p>Gauck hört sich auch an wie die Antizionistin <a href="http://www.taz.de/1/debatte/kommentar/artikel/1/pilgerfahrt-nach-auschwitz/">Iris Hefets</a>, die in der linken taz schrieb:</p>
<blockquote><p>„Mit dem Wort ‚Schoah‘ wird der Völkermord an den Juden mit der Aura des Unfassbaren, des Heiligen ummantelt. Dabei handelt es sich bei diesem Völkermord, so erschreckend er war, nicht um ein esoterisches Ereignis, sondern um ein modernes, gut dokumentiertes und recherchiertes Verbrechen, das Menschen an anderen Menschen verübt haben.“</p></blockquote>
<p>Weiter schreibt sie:</p>
<blockquote><p>„Nicht wenige Deutsche haben damit ein prima Arrangement mit der Vergangenheit getroffen. Sie erklären das Verbrechen ihrer Vorfahren als so schlimm, dass es zu etwas quasi Mystischem geworden ist.“</p></blockquote>
<p>Gauck ist wie ein großer Bruder von Hefets, <a href="../2010/03/12/die-taz-gegen-israel-und-die-%E2%80%9Eheilige-aura%E2%80%9C-von-%E2%80%9Eauschwitz%E2%80%9C/">beide reden wie extreme Rechte</a> der Jungen Freiheit von Auschwitz als Religion oder von dessen „Sakralität“. Gauck sagt, dass der „Judenmord in eine Einzigartigkeit überhöht“ werde – was jedoch als ein „psychischer Gewinn“ zu verbuchen sei für diese quasi ‚Gläubigen‘ ohne Gott, aber mit Auschwitz. „Überhöht“, was soll dieses Wort hier bedeuten? Möchte Gauck sagen, Auschwitz habe es zwar gegeben, aber aus dem millionenfachen, industriellen Mord, dem Vergasen von Juden aller Generationen eine „Einzigartigkeit“ zu machen, das sei nun doch übertrieben?</p>
<p>Hier zeigt sich das bekannte deutsche Ressentiment auf die Erinnerung an die Shoah, welche unter keinen Umständen als präzedenzloses Menschheitsverbrechen ohne Vergleich bis heute erkannt werden darf. Um die Deutschen wieder gut zu machen, eine Hauptintention deutsch-nationaler Literatur, Publizistik und Politik, ja Grundmovens politischer Kultur seit vielen Jahren, ist es von entscheidender Bedeutung Auschwitz in ein herbei fabuliertes Kontinuum von Gewalt und Verbrechen im 20. Jahrhundert einzuordnen. Längst hat sich der Holocaustleugnung, wie sie der Iran oder Neonazis vertreten, die Verharmlosung des Holocaust zur Seite gestellt, <a href="http://www.jcpa.org/JCPA/Templates/ShowPage.asp?DBID=1&amp;LNGID=1&amp;TMID=111&amp;FID=624&amp;PID=0&amp;IID=2675">hard-core und soft-core Holocaustleugnung</a> gehen Hand in Hand, letztere ist jedoch viel beliebter und mainstreammäßiger.</p>
<p>Gauck ist Co-Autor des &#8220;Schwarzbuches des Kommunismus&#8221;, einem pseudowissenschaftlichen Machwerk, desen Unwissenschaftlichkeit man erkennen kann, ohne auch nur ein Opfer real-sozialistischer (oder &#8216;kommunistischer&#8217;) Herrschaft (in China, der Sowjetunion, Kamboscha, etc. etc.) zu verleugnen. Gauck ist auch und vor allem einer der Erstunterzeichner der Prager Deklaration von Juni 2008, welche den Nationalsozialismus mit dem „Kommunismus“ in Europa gleichsetzt und für einen gemeinsamen europäischen Gedenktag 23. August plädiert – der Tag, an dem 1939 der „Hitler-Stalin“-Pakt geschlossen wurde. Die Prager Deklaration hat in Deutschland ein Pendant, die Initiative 23. August. <a href="../2010/06/03/joachim-gauck-die-prager-deklaration-und-europaischer-antisemitismus-heute/">Joachim Gauck steht in Deutschland insofern federführend für diese Art der Verharmlosung des </a>Holocaust, auch bei der 23. August-Aktion ist er mit von der Partie.</p>
<p>Doch Gauck lässt die deutschen Verbrechen nicht nur im Orkus einer Geschichte der Gewalt des 20. Jahrhunderts untergehen, vielmehr agitiert er, dass gerade ein Betonen der Einzigartigkeit der Shoah Ausdruck einer modernen, gottverlassenen, nach ‚Sinn‘ suchenden Welt sei. Eine besonders widerwärtige Abwehr einer spezifischen Erinnerung an den Holocaust wird hier proklamiert, da Gauck es einem gleichsam zum Vorwurf macht, die Shoah als präzedenzloses Verbrechen zu erinnern. Diese Art antisemitisch motivierter Holocaustverharmlosung ist modisch geworden im 21. Jahrhundert. Wer sich z. B. in Litauens Vilnius ein „The Museum of Genocide Victims“ anschaut, bekommt einen Eindruck, wie Antisemitismus in Europa heute funktioniert: im Schweigen über die litauischen Mörder während des Holocaust, einer kompletten Ausblendung des Holocaust in einem Museum mit genanntem Titel (!) sowie mit einer Tafel welche die Aussage enthält, dass „Hunger“ (in der Ukraine Anfang der 1930er Jahre) <a href="http://www.holocaustinthebaltics.com/446834.html">„schlimmer“ gewesen sei als „Auschwitz“</a>, wo es „Spinat und ein Stück Brot“ gegeben hätte.</p>
<p>Litauen ist ein Hauptprotagonist der Prager Deklaration, welche wiederum von Gauck propagiert wird.</p>
<p>Pfarrer Gauck hat ein Ressentiment gegen Aufklärung und die Gottlosigkeit der Moderne. Darum projiziert er seine Religiosität auf diejenigen, welche den Holocaust überhaupt als spezifisches, präzedenzloses Menschheitsverbrechen erinnern. Das Ungeheuerliche, Unverschämte von Gauck liegt genau hierin: er suggeriert, dass die Erinnerung an die Shoah als „psychischer Gewinn“ Leuten helfe, ein inneres Loch zu stopfen. Ein altes Lied zumal von Christen: sie können sich nicht vorstellen, dass Menschen befreiter sind, seit „Gott tot ist“ (Nietzsche). Infam wird von Lengsfelds (Achse des Guten) <a href="http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/warum_deutschland_einen_bundespraesidenten_gauck_braucht/">Superhero Gauck</a> suggeriert, Auschwitz wäre den Gottlosen gerade recht gekommen, um wieder ‚Sinn‘ zu finden im Leben. Die obsessive Abwehr der unvergleichlichen deutschen Menschheitsverbrechen ist nicht nur antisemitisch, auch stolzdeutsche, nationalistische Töne gehen damit selbstredend einher.</p>
<p>Gauck, wörtlich:</p>
<blockquote><p>„In den letzten Jahren ist in Deutschland ein lange vernachlässigtes Erinnerungsgut wieder aufgetaucht: Deutsche als Opfer. Nach jahrzehntelanger Bearbeitung der deutschen Schuld in vielen Facetten tauchten Bombenkriegsopfer, Flüchtlinge und Vertriebene wieder auf. Reflexartig wurde auch bei dieser Entwicklung die Warnung vor einer Relativierung der deutschen Schuld vorgebracht, für mich eine überflüssige Sorge.“</p></blockquote>
<p>Für ihn sind nun „Deutsche als Opfer“ zu sehen, unisono redet er so wie alle der „Generation Untergang“ und der verschiedenen nationalen Wellen seit dem 9. November 1989.</p>
<p>Er war Autor beim „Schwarzbuch des Kommunismus“, welches zum Ziel hat, ‚den‘ Kommunismus als weit schlimmer als den Nationalsozialismus darzustellen. Der Antisemitismus des Schwarzbuches liegt darin, zu leugnen, dass Treblinka, Bergen-Belsen, Auschwitz, Babi Yar, der industrielle Mord an Juden wie die Mordaktionen der Polizeibataillone, der SS, des SD, der Wehrmacht wie auch ihrer Helfer in den baltischen Ländern und anderswo präzedenzlose Verbrechen waren. Das Schwarzbuch und Gauck leugnen, dass Antisemitismus der „longest hatred“ (Robert Wistrich) in der Geschichte der Menschheit mit einer unvergleichlichen Verfolgungs- und Vernichtungsgeschichte ist.</p>
<p>Gauck ist ein antikommunistischer Normalisierer der deutschen Geschichte, er ist für ein „Zentrum gegen Vertreibung“, für die revisionistische Erzählung von den Deutschen als „Opfer“, also einer „<a href="http://www.dradio.de/dlf/sendungen/interview_dlf/537543/">Hinwendung zum Patriotischen</a>“, wie Gauck dem Deutschlandfunk zustimmt; Gauck ist für den 23. August als gesamteuropäischer Gedenktag analog bzw. perspektivisch als Ersatz für den 27. Januar, wie es in der Prager Deklaration steht. Gauck sagt in seinem oben zitierten Text 2006:</p>
<blockquote><p>„Es ist vielmehr ein großes nationales Thema. Wie für uns in Deutschland der Judenmord das Schwarze Loch der Geschichte ist, so ist es für die Ex-Sowjetunion deren einst real existierendes Unrechtssystem.“</p></blockquote>
<p>Damit wird das Spezifische des Antisemitismus und der Shoah nochmals geleugnet, was auch Grundkonsens der Totalitarismustheorie ist.</p>
<p>Es klingt so unglaublich für intellektuelle Ohren: Gauck sagt in seinem Text, dass es ein „psychischer Gewinn“ sei, zu betonen, dass Auschwitz ein präzedenzloses Verbrechen war. Das ist ein Antisemitismus, der einer Iris Hefets wohl gefallen mag.</p>
<p>Gauck ist ein Super-Gau für die politische Kultur der Bundesrepublik. Andererseits verdiente dieses Land einen Gauck, spricht er ihm doch offenbar nach dem Munde. Die Verharmlosung des Holocaust ist eines der großen Projekte der Deutschen und Europas im 21. Jahrhundert. Und Joachim Gauck ist einer der WortFührer.</p>
<p>Auch die Sprache erinnert an früher: für Gauck ist die Rede von den Deutschen als Opfer Ausdruck und „Zeichen geistiger Gesundung“. Wer die deutsche Geschichte in ihrer spezifischen, präzedenzlosen und verbrecherischen Dimension erinnert, wer den eliminatorischen Antisemitismus der Deutschen kritisiert und die Rede von den ach so armen Deutschen als Opfer von Krieg, Nazis, Vertreibung, „Bombenterror“, deutscher Teilung etc. als nationalistische Narrative decodiert und bekämpft, ist demnach nicht auf der Suche nach „Zeichen geistiger Gesundung“, ergo: krank.</p>
<p>Joachim Gauck ist der beliebte Autor solch neu-deutscher Ideologie. <a href="http://www.taz.de/!83762/">Efraim Zuroff</a> vom Simon-Wiesenthal-Center in Jerusalem hat sich schon vor Monaten erleichtert gezeigt, dass Gauck 2010 nicht Präsident wurde. Zu früh gefreut. Zurecht sieht Zuroff in ihm eine Gefahr, da durch Gaucks Ideologeme, präsidial verbreitet, <a href="http://www.publikative.org/2010/06/21/zuroff-gauck-kritik-200/">der Antisemitismus, subtil und mehrheitsfähig, ansteigen wird</a>.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>German University of Tübingen, Mustafa Cerić, Islamism and Antisemitism</title>
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		<pubDate>Tue, 07 Feb 2012 10:47:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[German University of Tübingen, Mustafa Cerić, Islamism and Antisemitism   By Leslie Lebl, Connecticut (a former U.S. diplomat, she served in Bosnia in the late 1990s with the NATO Stabilization Force) and Dr. Clemens Heni, who lived in 2008/2009 in &#8230; <a href="http://clemensheni.net/2012/02/07/german-university-of-tubingen-mustafa-ceric-islamism-and-antisemitism/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><br />
</strong></p>
<h1><span style="color: #339966;"><strong>German University of Tübingen, Mustafa Cerić, Islamism and Antisemitism</strong></span></h1>
<p><strong> </strong></p>
<p><em>By Leslie Lebl, Connecticut (a former U.S. diplomat, she served in Bosnia in the late 1990s with the NATO Stabilization Force) and Dr. Clemens Heni, who lived in 2008/2009 in Connecticut while being employed at the Yale Initiative for the Interdisciplinary Study of Antisemitism (YIISA) at Yale University, who’s head Dr. Charles Small introduced both authors one to another. Leslie invited Clemens to his first SuperBowl Party in the US in 2009.</em></p>
<p>Mustafa Cerić, the Grand Mufti of Sarajevo, spoke on January 16, 2012, at the ceremonial opening of a new Center for Islamic Theology at the University of Tübingen based in an old and typical University town in the south-west of Germany. It will be the first of four such planned centers in Germany. With the German minister of education and research, Annette Schavan from the Conservative Party (CDU), the Baden-Württemberg minister of science Theresia Bauer (party of the Greens), the President (“Rektor”) of Tübingen University, Bernd Engler, the General Director of Foreign Affairs of the Office for Religious Relations of Turkey, Mehmet Pacaci and the major of the city of Tübingen, Boris Palmer (party of the Greens) in attendance (see a picture of the event and these six persons below), he clearly has an official seal of approval and presumably represents the type of Islam that Germany and Turkey hope to foster in Germany.<a title="" href="#_edn1">[1]</a> Germany is in the middle of a debate about Islam, Islamism, terrorism, head scarves, ‘honor’ killings, Sharia law and antisemitism. So what theology does Cerić recognize as Islamic?</p>
<p style="text-align: center;"> <img class="aligncenter" title="Opening of the Center for Islamic Theology, University of Tübingen, January 16, 2012" src="http://www.swr.de/-/id=9149756/property=gallery/width=512/height=288/pubVersion=3/z3rn4y/index.jpg" alt="" width="512" height="288" /></p>
<p><a title="" href="#_edn2">[2]</a></p>
<p>The day before, on January 15, 2012, Cerić was among a crowd of Islamists and Islamic scholars and representatives in Doha, the capital of Qatar, at the opening of the “Research Center for Islamics Legislations and Ethics.”<a title="" href="#_edn3">[3]</a> He was joined in Doha by resident antisemite and leading Islamist Youssef al-Qaradawi, among many other leading Islamic scholars and official representatives of the State of Qatar, and the Qatar Foundation, an official sponsor of the soccer team of F.C. Barcelona in Spain, which earns some 170 million € for a five-year contract.<a title="" href="#_edn4">[4]</a> The center is headed by “frère Tariq,” infamous Islamist leader Tariq Ramadan.</p>
<p><img class="alignleft" src="http://dp2tvgkazihno.cloudfront.net/app/media/3533" alt="" width="320" height="110" /></p>
<p>The events of January 15 and 16, 2012, reveal the importance of dealing with Islamism. Islamist institutions are on the rise, and the troubling story is: even and particularly western countries are becoming part of the problem.</p>
<p><img class="alignright" title="The Center for Islamic Theology at Tübingen University" src="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/4/4a/Villa_K%C3%B6stlin_in_T%C3%BCbingen.jpg/448px-Villa_K%C3%B6stlin_in_T%C3%BCbingen.jpg" alt="" width="448" height="600" /></p>
<p>Past interviews and media reports, as well as Cerić’s 2006 proposed Declaration of European Muslims, cast doubt as to whether Cerić is truly a ‘moderate’ Muslim or whether the Islam that he represents is something the average German would find acceptable. In particular, his peaceful co-existence with radical Islam, his views on sharia (traditional Islamic law), his actions towards non-Muslims and his indifference to antisemitism are troubling.</p>
<h2> <strong>Dealing with Islamic radicalism</strong></h2>
<p>For years now, Cerić has been campaigning for a European-wide organization for Muslims patterned on Bosnia’s Islamic Community. The organization would control what is taught in Islamic schools and mosques. Cerić has argued that it would keep European Muslims from being “at the mercy of sometimes dubious imams who often preach radicalization.”<a title="" href="#_edn5">[5]</a></p>
<p>Yet neither Cerić nor Bosnia’s Islamic Community has done a good job of protecting Bosnian Muslims from radical Islam. On the contrary, Bosnia has seen a steadily increasing presence of Muslims adhering to the strict Wahhabi form of Islam imported from Saudi Arabia despite its unpopularity. In a 2006 survey, 71% of those surveyed thought that Wahhabism was a threat to Muslims and to Bosnia-Herzegovina.<a title="" href="#_edn6">[6]</a> The response of the Islamic Community was to deny that there was any threat.<a title="" href="#_edn7">[7]</a></p>
<p>When a US diplomat in Bosnia said in 2007 that there were 10–100 al-Qaeda-affiliated Muslim extremists in Bosnia, Cerić responded with anger and resentment, portraying Muslims as victims rather than perpetrators: “if there are Al-Qa’idah helpers in Bosnia- Hercegovina, it is the Office of the High Representative and NATO that are responsible for their existence.”<a title="" href="#_edn8">[8]</a></p>
<p>On February 1, 2011, Cerić visited the memorial at the former extermination and concentration camp Auschwitz. He did not remember the Shoah as such; rather, Auschwitz served as a backdrop to portray Muslims as the ‘new Jews.’ Cerić “prayed for the victims and called for the World to sympathize with the Jewish victims of the Holocaust and prevent future genocides. He also condemned all forms of racism, including antisemitism and islamophobia,” according to a pro-Cerić blog.<a title="" href="#_edn9">[9]</a> Equating massacres like Srebrenica with the unprecedented crimes of the Holocaust has been called by researchers a ‘soft-core’ denial of the Holocaust. The Shoah was not just a single massacre but the industrialized mass murder of European Jews. Nothing like that happened in Bosnia.</p>
<p>Cerić’s response to three major terrorist attacks (the 2001 attacks on New York and Washington, the 2004 train bombs in Madrid and the 2005 bus and subway bombings in London) is also revelatory. In his Declaration, he condemns these as acts of violence against humanity which “have been attributed to ‘Islamic terrorism’” and complains that European Muslims are being saddled with collective guilt for them. Often he uses the term “Islamophobia,” a code word used to attack all those who criticize Islamism, Islamic terrorism, or Islamic antisemitism.</p>
<p>As Tawfik Hamid, himself a former Islamist, points out in his book, <em>Inside Jihad</em>, “In Arab culture, denouncing a crime is not taken seriously unless one denounces the criminal by name. Failure to ascribe responsibility for a criminal act is understood by the perpetrator to be not only a tacit approval of his deed, but cover for it.”<a title="" href="#_edn10">[10]</a> Cerić is Bosnian, not Arab, but German authorities should at the least challenge him regarding his reluctance to state that Islamist terrorists carried out those attacks, especially given the continuing presence of Islamist terrorists in Bosnia and revelations of Bosnian plots aimed at Western Europe.</p>
<h2> <strong>Applying sharia</strong></h2>
<p><strong> </strong>In 2009 Cerić gave a speech at the Catholic Academy in Berlin in which he argued that sharia would not be contrary to the state constitution of Bosnia-Herzegovina; that it is merely “a moral code for Muslims which encourages them to do good and to shun evil.” He neglects to mention that Islamists interpret this obligation as a requirement to keep everyone, Muslim or non-Muslim from, say, drinking alcohol, eating pork, or owning a dog. This very aggressive interpretation is causing tremendous friction today in many European cities. Cerić’s evasive description of sharia is simply not acceptable.</p>
<p>Similarly, when asked about the sharia requirement to kill apostates, or those who leave Islam, Cerić dodged the issue by referring to the Koranic statement that there is no compulsion in religion, and further opined that “Islamic civilization is too great to be paranoid about individuals who will leave their camp.” Again, he did not openly oppose the practice – a significant omission. Killing apostates is the antithesis of practicing freedom of religion. If Cerić states that he supports freedom of religion, as he does, then he should publicly condemn this practice.</p>
<p>Cerić’s statements appear even more disingenuous in light of a recent pronouncement by above mentioned Youssef al-Qaradawi, the spiritual leader of the Muslim Brotherhood and the head of the European Council for Fatwa and Research (ECFR).</p>
<p><img class="alignnone" title="Youssef al-Qaradawi, spiritual head of the Muslim Brotherhood" src="http://t0.gstatic.com/images?q=tbn:ANd9GcRfaTIpGMO-9w-rT2NzDqEvwLBt6R0JVfPiZI-sMxLt1tgBSAWC" alt="" width="240" height="176" /></p>
<p>Al-Qaradawi proposed that sharia be introduced gradually in Egypt: “We have to teach people the laws of the <em>shari&#8217;a</em> and explain them, before anything else. I think that in the first five years, there should be no chopping off of hands…A transitional phase…”<a title="" href="#_edn11">[11]</a> In other words, full sharia is eventually to be enforced, and that includes all the punishments and strictures that Cerić does not want to discuss.</p>
<h2> <strong>Living with non-Muslims</strong></h2>
<p>Despite the acute need in Bosnia to respect ethnic and religious differences, Cerić called in late 2007 for Bosnia to be declared a Muslim majority state. A statement from the office of the High Representative, the most senior international official in Bosnia, criticized him for “provoking political instability in the country.”<a title="" href="#_edn12">[12]</a></p>
<p>What is equally interesting is that Cerić’s proposal had little basis in fact or public opinion. According to a 2011 Pew survey, Muslims comprise only 41.6% of Bosnia’s population. This situation is unlikely to change in the coming years, as the Pew projection for 2030 shows only a modest increase to 42.7%. Nor could Cerić argue that he was responding to the wishes of most Bosnian Muslims, as many of them in 2010 voted for a secular, modernist party rather than for the Muslim-identity party.<a title="" href="#_edn13">[13]</a> Instead, it looks like a simple power play to advance the position of certain Muslims.</p>
<p>Other recent actions reinforce this impression. In 2008, Cerić insisted on introducing Islamic instruction for Muslim children in Sarajevo. In a 2009 interview<a title="" href="#_edn14">[14]</a> he argued that such instruction was optional; by 2011, he excoriated the Sarajevo canton minister for education for proposing that religious instruction be optional and not included in the overall rating of students’ success. Cerić accused the minister, himself a Muslim of “hating Muslims and Islam.” He called on the minister to resign and warned a ‘Sarajevo summer could happen’” similar to that in Egypt.<a title="" href="#_edn15">[15]</a></p>
<p>Indeed, just several months prior to Cerić’s pronouncement that sharia was not contrary to Bosnia’s constitution, the directors of Sarajevo’s day-care centers, kindergartens and nurseries banned Santa Claus, arguing that the city is predominantly Muslim and Santa Claus is not part of the Muslim tradition. Cerić does not appear to have opposed this decision which enraged many Bosnians for whom “Father Frost” was a fixture even under communist rule.<a title="" href="#_edn16">[16]</a> It should be noted that banning Santa Claus as an open, public display of Christianity is consistent with sharia requirements that Bosnians had traditionally set aside.</p>
<p><img class="aligncenter" title="Mehmet Paçaci talking to Mustafa Ceric, behind is Omar Hamdan, on the right Paso Fetic, Mufti of the Islamic Community of Bosnia in Germany" src="http://www.tagblatt.de/cms_media/module_bi/436/218024_0_mittel_640_434_68267_.jpg" alt="" width="210" height="135" /></p>
<p>Omar Hamdan, a Sunni Israeli and scholar in the early Quran, will head the new Center for Islamic Theology at the University of Tübingen.<a title="" href="#_edn17">[17]</a> He wrote a doctoral dissertation under the auspices of Josef van Ess, a German scholar in Islamic Studies and board member of the journal “Spektrum Iran,” which is published by the “cultural department” of the antisemitic, anti-Zionist, Holocaust denying regime of the “Islamic Republic of Iran.”<a title="" href="#_edn18">[18]</a> Van Ess (born 1934) was also awarded a book price of Iran in 1999. He is member of the “Iranian Academy for Philosophy” as well as member of the “Medieval Academy of America.”<a title="" href="#_edn19">[19]</a></p>
<p><img class="aligncenter" src="http://www.irankultur.com/template/Headers/191_banner.jpg" alt="" width="980" height="80" /></p>
<p>Ironically and sadly, an Israeli citizen like Hamdan with an affiliation to Cerić and therefore to al-Qaradawi appears to be using his Israeli education to teach Germans about Islamism, rather than ‘moderate’ Islam. A German TV report about his first class on campus shows mostly veiled female students.<a title="" href="#_edn20">[20]</a> And there were already accusations in January 2012 that he is promoting Sharia Law in Germany and Europe; the University repudiated these allegations.<a title="" href="#_edn21">[21]</a> What is clear is that there should be no place for religious extremists on Western campuses.</p>
<h2> <strong>Tolerating Islamic antisemitism</strong></h2>
<p>So is Cerić a ‘moderate’ Muslim or is he an Islamist? His membership in the ECFR, a Muslim Brotherhood organization, suggests that he is in fact the latter. Another indicator is his tolerance for antisemitism, a core principle of all Islamist groups. In Sarajevo, an imam can thunder against Zionists and call for the obliteration of Israel at the King Fahd Mosque, the largest one in the country.<a title="" href="#_edn22">[22]</a> Presumably this kind of sermon would be acceptable within the Muslim organization Cerić wants to set up in Europe.</p>
<p>Al-Qaradawi’s views are relevant, as Cerić is also a member of the ECFR and is even rumored to be a potential successor to Al-Qaradawi (born 1926).<a title="" href="#_edn23">[23]</a> On January 28, 2009, al-Qaradawi said on al-Jazeera TV that Allah installed leaders to punish the Jews. The last one installed by Allah was Hitler. Al-Qaradawi also told his audience, “I will shoot Allah&#8217;s enemies, the Jews, and they will throw a bomb at me, and thus I will seal my life with martyrdom.” In an earlier sermon on January 9, 2009, Qaradawi lashed out at Jews, including calling on God to “kill them, down to the very last one.”<a title="" href="#_edn24">[24]</a></p>
<p>By closely working with al-Qaradawi in the ECFR Cerić is supporting this kind of antisemitism. This is a typical example of the Islamist movement portraying itself as harmless: one day Cerić visits Auschwitz, pretending to be sad about antisemitism, the next he works with al-Qaradawi who praised the Germans and Hitler who committed the Shoah in Auschwitz and other places, and who called the Egypt ‘revolutionaries’ in mid-February 2011 to organize a march on Jerusalem to ‘liberate’ it from ‘the Zionist occupiers.’ This is double-speak which Germans should not honor.</p>
<h2><strong> Conclusion</strong></h2>
<p><strong> </strong>Mustafa Spahić, a prominent Bosnian Muslim leader, has criticized Cerić for “not fulfilling his duties. He travels to Germany and collects one award after another instead of dealing with the radicals here.”<a title="" href="#_edn25">[25]</a> Others are even less charitable; according to <em>Der Spiegel</em>, Cerić is known in Sarajevo as “homo duplex,” the man with two faces.<a title="" href="#_edn26">[26]</a> Germans should beware of entrusting the future of Islam in Germany to the hands of someone like Mustafa Cerić.</p>
<p><img class="alignnone" title="Omar Hamdan, Bilkay Öney (Social Democrats, SPD), Minister of Integration Baden-Württemberg, and above mentioned Federal Minister of Education Annette Schavan" src="http://de.qantara.de/files/18368/18038/4f1e8efc6b34a_Einweihung.JPG" alt="" width="611" height="280" /></p>
<p>What is clear is that students must accommodate Islamic practices. When a journalist spoke to Hamdan on a normal weekday at 5 p.m., Hamdan’s cell phone message said that it is time to pray. Just think, a center on Islamic theology, run according to Islamic prayer times, paid for by German taxpayers and supported by the German non-Muslim elite.</p>
<p><img class="aligncenter" src="http://a2.mzstatic.com/us/r1000/039/Purple/a4/1a/60/mzl.tjfebaeq.320x480-75.jpg" alt="" width="320" height="480" /></p>
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<hr align="left" size="1" width="33%" />
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<p><a title="" href="#_ednref1">[1]</a> <a href="http://www.swr.de/swr4/bw/regional/tuebingen/-/id=259458/nid=259458/did=9147722/pv=gallery/jxjg04/index.html">http://www.swr.de/swr4/bw/regional/tuebingen/-/id=259458/nid=259458/did=9147722/pv=gallery/jxjg04/index.html</a></p>
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<p><a title="" href="#_ednref2">[2]</a> (source: <a href="http://www.swr.de/-/id=9149756/property=gallery/width=512/height=288/pubVersion=3/z3rn4y/index.jpg">http://www.swr.de/-/id=9149756/property=gallery/width=512/height=288/pubVersion=3/z3rn4y/index.jpg</a> , all URLs quoted in this piece have been visited on February 3, 2012)</p>
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<p><a title="" href="#_ednref3">[3]</a> <a href="http://www.islamonline.net/eng/article/1304971294818">http://www.islamonline.net/eng/article/1304971294818</a> ; <a href="http://www.cilecenter.org/media-center/event-detail?item=4">http://www.cilecenter.org/media-center/event-detail?item=4</a></p>
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<p><a title="" href="#_ednref4">[4]</a> <a href="http://arxiu.fcbarcelona.cat/web/english/noticies/club/temporada10-11/12/10/n101210114494.html">http://arxiu.fcbarcelona.cat/web/english/noticies/club/temporada10-11/12/10/n101210114494.html</a> Barcelona is also promoting UNICEF, and NIKE.</p>
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<p><a title="" href="#_ednref5">[5]</a> Cited in “Bosnian Muslim Leader Wants European Organization to Control Islam in Europe.” <em>Global Muslim Brotherhood Report</em>, Jul. 30, 2007.</p>
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<p><a title="" href="#_ednref6">[6]</a> “Vast majority of Bosnian Federation TV viewers see Wahhabism as a threat,” <em>BBC</em>, Dec. 10, 2006.</p>
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<p><a title="" href="#_ednref7">[7]</a> Nidzara Ahmetasevic, “Investigation: Emissaries of Militant Islam Make Headway in Bosnia.” <em>BIRN</em> Mar. 21, 2007.</p>
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<p><a title="" href="#_ednref8">[8]</a> BBC Monitoring International Reports August 19, 2007 Sunday “BOSNIAN GRAND MUFTI ACCUSES OHR OFFICIAL OF SPREADING ISLAMOPHOBIA” Text of report in English by Croatian news agency HINA</p>
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<p><a title="" href="#_ednref9">[9]</a> <a href="http://srebrenica-genocide.blogspot.com/2011/02/dr-mustafa-ceric-visits-auschwitz.html">http://srebrenica-genocide.blogspot.com/2011/02/dr-mustafa-ceric-visits-auschwitz.html</a></p>
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<p><a title="" href="#_ednref10">[10]</a> Tawfik Hamid, <em>Inside Jihad</em>, Mar. 2008, p. 98.</p>
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<p><a title="" href="#_ednref11">[11]</a> “Sunni Scholar Yousuf Al-Qaradhawi: Islamic Law Should Be Implemented Gradually in Egypt; There Should Be No Chopping Off of Hands in the First Five Years.”  <em>MEMRI</em>, Clip No. 3287, Jan. 26, 2012.</p>
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<p><a title="" href="#_ednref12">[12]</a> Suggested in “Bosnian Grand Mufti Criticized for Calling for Bosnian Muslim Majority State.” <em>Global Muslim Brotherhood Report</em>, Nov. 10, 2007.</p>
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<p><a title="" href="#_ednref13">[13]</a> Stephen Schwartz, “Islam in Europe Destroyed by Radicalism?” <em>WeeklyStandard.com</em>, Oct. 11, 2010.</p>
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<p><a title="" href="#_ednref14">[14]</a> “Interview: Bosnia’s Grand Mufti Defends Religious Freedom.” <em>RFE/RL</em>, Jul. 16, 2009.</p>
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<p><a title="" href="#_ednref15">[15]</a> “Bosnia: International envoy and chief mufti clash over religious education.” <em>Adnkronos</em>, May 26, 2011.</p>
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<p><a title="" href="#_ednref16">[16]</a> “Father Christmas banned in kindergartens in Bosnia.”  <em>The Telegraph</em>, Dec. 28, 2008.</p>
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<p><a title="" href="#_ednref17">[17]</a> <a href="http://en.qantara.de/The-First-of-His-Kind/18379c19096i0p/index.html">http://en.qantara.de/The-First-of-His-Kind/18379c19096i0p/index.html</a></p>
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<p><a title="" href="#_ednref18">[18]</a> <a href="http://berlin.icro.ir/index.aspx?siteid=191&amp;pageid=11681&amp;newsview=574979">http://berlin.icro.ir/index.aspx?siteid=191&amp;pageid=11681&amp;newsview=574979</a></p>
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<p><a title="" href="#_ednref19">[19]</a> <a href="http://www.uni-tuebingen.de/uni/aos/vaness.htm">http://www.uni-tuebingen.de/uni/aos/vaness.htm</a></p>
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<p><a title="" href="#_ednref20">[20]</a> <a href="http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/1551982/Islam-im-Hoersaal?setTime=50#/beitrag/video/1551982/Islam-im-Hoersaal">http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/1551982/Islam-im-Hoersaal?setTime=50#/beitrag/video/1551982/Islam-im-Hoersaal</a></p>
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<p><a title="" href="#_ednref21">[21]</a> <a href="http://davidboehme.eu/Stellungnahme_17012012.pdf">http://davidboehme.eu/Stellungnahme_17012012.pdf</a></p>
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<p><a title="" href="#_ednref22">[22]</a> Walter Mayr, “Islamists Gain Ground in Sarajevo,” <em>Der Spiegel</em>, Feb. 25, 2009.</p>
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<p><a title="" href="#_ednref23">[23]</a> Suggested in “Bosnian Grand Mufti Criticized for Calling for Bosnian Muslim Majority State.” <em>Global Muslim Brotherhood Report</em>, Nov. 10, 2007.</p>
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<p><a title="" href="#_ednref24">[24]</a> <a href="http://www.adl.org/main_Arab_World/al_Qaradawi_report_20041110.htm">http://www.adl.org/main_Arab_World/al_Qaradawi_report_20041110.htm</a></p>
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<p><a title="" href="#_ednref25">[25]</a> Quoted in Mayr, <em>op. cit</em>.</p>
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<p><a title="" href="#_ednref26">[26]</a> <em>Ibid.</em></p>
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		<title>Das Ende des Denkens – Wolfgang Pohrt, der Kulturrelativismus und der islamistische Antisemitismus</title>
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		<pubDate>Sun, 05 Feb 2012 20:42:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Ende des Denkens – Wolfgang Pohrt, der Kulturrelativismus und der islamistische Antisemitismus &#160; In einem Vorabdruck aus einem neuen Buch des Stuttgarter Publizisten und Sozialwissenschaftlers Wolfgang Pohrt setzt der Berliner Tagesspiegel die Kritik am Islamismus mit der Agitation von &#8230; <a href="http://clemensheni.net/2012/02/05/das-ende-des-denkens-wolfgang-pohrt-der-kulturrelativismus-und-der-islamistische-antisemitismus/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2 style="text-align: center;" align="center"><span style="color: #ff0000;">Das Ende des Denkens – Wolfgang Pohrt, der Kulturrelativismus und der islamistische Antisemitismus</span></h2>
<p>&nbsp;</p>
<h4>In einem <a href="http://www.tagesspiegel.de/meinung/andere-meinung/abendland-vs-islam-in-europa-sind-gottlose-in-einen-religionskrieg-getreten/6157224.html">Vorabdruck</a> aus einem neuen Buch des Stuttgarter Publizisten und Sozialwissenschaftlers Wolfgang Pohrt setzt der Berliner Tagesspiegel die Kritik am Islamismus mit der Agitation von Faschisten gleich. In kulturrelativistischer Manier wird vom Islamismus geschwiegen und gegen den Westen aufgewiegelt. Der Antisemitismus wird derealisiert.</h4>
<h4>Gleich zu Beginn schreibt der Publizist:</h4>
<blockquote><p>„Mit der Scharia kenne ich mich nicht so gut aus. Ich weiß nur so viel: Wenn ein Idiot heute weder von Religion noch von Politik und auch sonst gar keine Ahnung hat – von der „Scharia“ quasselt er immer. Wenn es um den Islam geht, ist jeder Dorftrottel plötzlich Spezialist für Glaubensfragen, Orientalistik und Islamwissenschaft, ja sogar für Arabisch. In jedem Diskussionsforum im Internet gibt es faschistische Hetzer, die Koransuren angeblich aus dem Original zitieren, um zu beweisen, wie schrecklich und gefährlich der Islam sei. Diese Akribie erinnert an Eichmanns Judenreferat im Reichssicherheitshauptamt der SS, wo mit der Zeit die umfassendste Sammlung von Judaika zusammengetragen wurde und die Beflissensten unter den Mördern sogar Hebräisch gelernt hatten. Die kannten den Talmud besser als jeder Jude. Und so ist das heute auch. Die Moslemfresser können Koransuren zitieren, die einem Moslem mit Sicherheit unbekannt sind.“</p></blockquote>
<h4>Zwar ist die Verharmlosung des Holocaust ein Lieblingssport Vieler, doch es war nicht unbedingt zu erwarten, dass ein alternder Linker, der zumindest Anfang der 1980er Jahre so tat, als habe er die Kritische Theorie von Horkheimer und Adorno zur Kenntnis genommen, diese so obsessiv bedient. Ohne darauf einzugehen, was den Islamismus, den islamischen Terrorismus oder den islamischen Antisemitismus ausmacht, werden Kritiker des Jihad als Faschisten, ja als Nazis diffamiert, die sich besser mit Koransuren auskennen würden als die Muslime selbst. Das zeugt nicht nur von einer grotesken, völlig von der Wirklichkeit entfremdeten Wahnvorstellung – denn viele Muslime lernen den Koran (oft schon als Kinder oder in der Jugend) auswendig, Beispiele: Bassam Tibi oder Hamed Abdel-Samad –, nein: es ist eine Verharmlosung von Auschwitz und dem eliminatorischen Antisemitismus von Adolf Eichmann. Die Kritik am Islamismus in die Nähe von Auschwitz zu rücken, ist schon antisemitisch. Sich gegen Rechtsextreme, die nur vorgeben, gegen Antisemitismus zu sein, aber doch nur ein Mittel suchen, um gegen Einwanderer oder Muslime etc. zu agitieren (manche auch gegen Arbeitslose, die lieber einen Pullover mehr anziehen sollen, anstatt mehr Heizkostenübernahme durch den Staat einzufordern), ist das eine. Etwas völlig davon Verschiedenes ist es, den Holocaust zu erwähnen und Eichmann heute wieder kehren zu sehen. Das ist eine Banalisierung von Auschwitz, die so unerträglich wie modisch ist.</h4>
<h4>Pohrt, der Tagesspiegel und der Verlag Edition Tiamat bedienen zudem das von Wolfgang Benz beliebt gemachte Ressentiment gegen antifaschistische Kritiker des Islamismus. Dass Islamisten wie arabische Nationalisten enge Freunde der Nazis bzw. der Deutschen im Nationalsozialismus waren, wird einfach ausgeblendet bzw. verleugnet, wenn Pohrt schreibt:</h4>
<blockquote><p> „Also zurück zum Islam. Ist das eine besonders schlimme Religion?</p>
<p>Nein, im Gegenteil. Als Mordmaschine war das Christentum effizienter. Die Indianer in Südamerika und später in Nordamerika plattgemacht, im 30-jährigen Krieg einander verhackstückt, die Scheiterhaufen, die Folterkammern und die beiden Weltkriege mit an die 70 Millionen Toten – waren das etwa keine Christen? Und Auschwitz? Waren das die Moslems?“</p></blockquote>
<h4>Die Gleichsetzung von ‚Indianerausrottung‘ und Holocaust ist ein sekundärer Antisemitismus, der seit Januar/Februar 1979, als im Fernsehen der Bundesrepublik die Serie Holocaust lief, unter Neo-Nazis und vielen anderen Stolzdeutschen eine Selbstverständlichkeit ist. Dass auch Pohrt dieses Muster heute bedient, ist beachtlich. Die dümmliche Gleichsetzung von Erstem und Zweitem Weltkrieg passt dazu, wobei übrigens beide Kriege als christlich dargestellt werden und nicht etwa als von Deutschen verursacht.</h4>
<h4>Schlimmer noch: Niemand bzw. kein seriöser Mensch leugnet, dass der Zweite Weltkrieg und der Holocaust vom nationalsozialistischen Deutschland und von den Deutschen verbrochen wurden (die Mainstreammedien und das Bundespräsidialamt, die Politik etc. reden natürlich nur von ‚den Nazis‘, die wie eine böse Clique über die Deutschen hergefallen seien). Doch sie hatten Helfer: Letten, Litauer, Ukrainer, oder auch Muslime wie in dem  Großmufti von Jerusalem, Muhammad Amin al-Husaini. Wie der Holocaustüberlebende Simon Wiesenthal 1947 schrieb, war zu NS-Zeiten wohlbekannt, wie eng diese offiziellen Führer der Araber und Muslime mit Nazi-Deutschland kooperierten. Er dokumentierte Fotografien, die das innige Verhältnis al-Husainis zu den Nazis bzw. den Deutschen und Österreichern des Nationalsozialismus veranschaulichen: Ein Bild aus der <em>Wiener</em><em> Illustrierten</em> vom 12. Januar 1944 zeigt, wie der Großmufti beim Abschreiten eines „mohammedanischen Totenkopfverbandes“ in Sarajevo den „Nazigruß“ entbietet oder Bilder über “die Eröffnung des <em>Islamischen</em><em> Zentralinstituts</em><em> </em>in Berlin am 18. Dezember 1942 mit dem Großmufti als Redner; die <em>13.</em><em> Freiwillige</em><em> bosnisch-herzegowinische</em><em> SS-Gebirgsdivision</em><em> Kroatien</em>; Adolf Eichmann, der dem Großmufti einen „tapferen“ SS-Mann vorstellt. Hinzu kommt ein Zeitungsausschnitt mit dem Schriftzug „Der Großmufti von Jerusalem bei den bosnischen Freiwilligen der Waffen-SS“.<a title="" href="#_edn1">[i]</a></h4>
<p>&nbsp;</p>
<h4>Von alledem scheint Wolfgang Pohrt noch nie etwas gehört zu haben. Wenn er schon Wiesenthals Broschüre aus dem Jahr 1947 ignoriert, hätte er wenigstens aktuelle Forschungsliteratur zur Kenntnis nehmen können, z.B. die Studie von Klaus-Michael Mallmann und Martin Cüppers, <em>Halbmond</em><em> und</em><em> Hakenkreuz.</em><em> Das</em><em> Dritte</em><em> Reich,</em><em> die</em><em> Araber</em><em> und</em><em> Palästina</em><a title="" href="#_edn2">[ii]</a> von 2006<em>,</em> die einen wichtigen Schritt in Richtung einer Analyse der Rolle der Araber während des Holocaust darstellt. Die beiden Historiker analysieren die Beziehung des Großmufti zu den Deutschen im Nationalsozialismus und belegen, dass es konkrete Pläne für einen Holocaust an den Juden im Nahen Osten gab.<a title="" href="#_edn3">[iii]</a> Sie betonen die ideologischen Affinitäten vieler Araber im Nahen Osten zum Antisemitismus der Deutschen und gehen auch auf die Einrichtung muslimischer Verbände in der Waffen-SS, der Wehrmacht und der Sicherheitspolizei ein. Darunter waren die Turkestanische und die Kaukasisch-Mohammedanische Legion sowie Nordkaukasische und Wolgatatarische Legionen<a title="" href="#_edn4">[iv]</a>. Ferner gab es muslimische Einheiten als Teil der 11. Armee der Wehrmacht, 54 Infanteriebataillone der Ostlegionen waren muslimisch.<a title="" href="#_edn5">[v]</a> Sodann wurden die 13. SS-Division Handschar<a title="" href="#_edn6">[vi]</a> wie auch die 21. Waffen-Gebirgsdivision der SS Skanderberg<a title="" href="#_edn7">[vii]</a> als muslimische Formationen eingerichtet.</h4>
<h4>Mallmann und Cüppers zitieren aus einer Rede des Großmufti al-Husaini vom 21. April 1943, in der er sowohl „die islamistische als auch die rassenideologische Seite seines Antisemitismus“ offenlegte und sagte, man könne die „Juden“ „mit krankheitstragenden Insekten vergleichen“, und schon der Koran habe sie mit „dem ewigen Fluch“ belastet.<a title="" href="#_edn8">[viii]</a> Nichts auf dem „Kerbholz“ des Islam? Warum vom Christentum reden, aber vom Islam schweigen, wenn es um den Holocaust geht?</h4>
<p>&nbsp;</p>
<h4>Doch Fakten interessieren einen Ideologen wie Pohrt (‚der Kapitalismus ist an allem Schuld‘) überhaupt nicht, für ihn sind auch amerikanische Filme die eigentlichen Ideengeber für den Massenmord vom 11. September 2001:</h4>
<blockquote><p>„Man will über den Islam sprechen und landet beim Christentum. Neuer Versuch: Fangen wir an mit dem 11. 9. 2001, den Anschlägen auf die Twin Towers und auf das Pentagon. Wer war’s? Natürlich Osama bin Laden und seine Crew. Aber das Drehbuch für den Horrorfilm kam aus Amerika. Mit dieser Szene endet Tom Clancys Bestseller „Ehrenschuld“, und sein Bestseller „Befehl von oben“ beginnt damit. Nur ist der Typ, der seine Maschine aufs Kapitol krachen lässt und damit die gesamte politische Spitze einschließlich des Präsidenten ausradiert, bei Clancy ein rachsüchtiger Japaner. Die Thriller erschienen 1994 und 1996, damals hatte man noch andere Feindbilder.</p>
<p>Was zeigt uns das? Osama bin Laden hat nicht nur amerikanische Serien im TV geguckt – „Fury“ mochte er am liebsten –, er war auch ein Fan von Tom Clancy. Und vermutlich kannte er Katastrophenfilme wie „Erdbeben“ oder „Flammendes Inferno“. Also: Wo uns der Islamismus am finstersten und archaischsten erscheint, ist die Verwestlichung am weitesten fortgeschritten.“</p></blockquote>
<h4>Der Westen sei also selber Schuld am Massenmord von 9/11. Die Kriegserklärung der Islamisten gegenüber dem Westen, wie sie z.B. schon 1998 in einem Dokument Bin Ladens deutlich wurde, wird komplett geleugnet. Pohrt verwechselt Fiktion und Wirklichkeit, ja für ihn ist die amerikanische Fiktion im Filmwesen schlimmer als die islamistisch-massenmörderische Wirklichkeit. Er war nicht geschockt ob des Massenmordes von 9/11, da doch Filme aus USA viel brutaler seien.</h4>
<h4>Pohrt, der Tagesspiegel und die Edition Tiamat scheinen unter einem Realitätsverlust zu leiden. Sie fantasieren über „<em>Kapitalismus Forever – Über Krise, Krieg, Revolution, Evolution, Christentum und Islam</em>“, so der Titel des Buches, aus dem der Vorabdruck stammt, und leugnen die Wirkmächtigkeit islamistischer (und sonstiger) Ideologie.</h4>
<h4>Dem Iran gehe es um Atomwaffen, nicht um den Islam, und die Rede von „Allah“ sei „groß“ sei gar nicht so gemeint, da auch Islamisten wüssten, ein „Cadillac“ sei „größer“, sprich: amerikanischer Kapitalismus sei doch viel brutaler (und begehrenswerter) als der Islam. Pohrt leugnet also z.B. die Mahdi-Ideologie von Ahmadinejad und vielen anderen, die ernsthaft daran glauben, dieser 12. Imam werde kommen. Für letzteren wurden schon breite Straßen gebaut, doch da Pohrt weder TV sieht, noch Radio hört oder Zeitung liest (und sicher auch kein Internet kennt) (so ungefähr äußerte er sich auf einer Veranstaltung in Berlin im September 2003, <a href="http://www.copyriot.com/sinistra/discus/messages/211/81.html?1067418540">als bereits deutlich wurde, wie antiamerikanisch, den Antisemitismus verharmlosend bzw. derealisierend und pro-islamistisch (via Kulturrelativismus) er ist</a>) kann er das nicht wissen.</h4>
<p>&nbsp;</p>
<h4>Dieses Nicht-Ernst-Nehmen von (Islam)-Faschisten kennen wir aus der Geschichte. Auch Hitlers und der Nationalsozialisten Morddrohungen verhallten. Wie auch jene Ahmadinejads oder Khameneis oder anderer wie Yusuf al-Qaradawis oder des Muftis der Palästinensischen Autonomiebehörde Morddrohungen gegenüber Juden und Israelis geleugnet oder verniedlicht werden. Der positive Rassismus von den Pohrts dieser Welt liegt darin, Muslime und Islamisten nicht als Subjekte ernst zu nehmen.</h4>
<h4>Wenn Pohrt ernsthaft schreibt, der Islam hätte noch fast nichts auf dem „Kerbholz“ leugnet er nicht nur die Vernichtungsdrohungen der Islamisten gegenüber Israel sowie die Tausenden Toten, welche die Kriege und die Selbstmordanschläge oder die Raketen gegen Israel seit 1948 kosteten; er leugnet u.a. auch die über 10 Millionen Toten, jene afrikanischen Sklaven, die Opfer des islamisch-arabischen Sklavenhandels wurden. Der senegalesische Anthropologe und Wirtschaftswissenschaftler Tidiane N’Diaye hat sich mit der Sklaverei durch die Araber befasst. Seine Studie <em>Der</em><em> verschleierte</em><em> Völkermord</em> ist 2010 auf Deutsch erschienen, 2008 bereits auf Französisch.<a title="" href="#_edn9">[ix]</a> N’Diaye greift das Schweigen der Welt gegenüber dem arabisch-muslimischen, über 1400 Jahre dauernden Sklavenhandel scharf an. Es ist in der Tat für die Forschung von großer Bedeutung, Sklaverei keineswegs nur als Phänomen der Europäer und Amerikaner vom 15. bis 19. Jahrhundert auszumachen. Wie N’Diaye zeigt, wurde lange Zeit, bevor Europäer den Sklavenhandel mit Afrika begannen, dieses brutale und mörderische Geschäft von Arabern und Muslimen betrieben:</h4>
<blockquote><p>„Im Darfur begann die Sklaverei und nahm eigentlich nie ein Ende. Noch heute äußert sich die Mißachtung der Araber für den Schwarzen in den nahezu unverhohlenen Unterjochungsmethoden und regelrechten ethnischen Säuberungen. Mit dem bakht von 652 begann gewissermaßen ein gewaltiger Menschenraub, der sich über den gesamten sudanesischen Streifen vom Atlantischen Ozean über Ostafrika bis hin zum Roten Meer erstreckte und weit über die Grenzen der muslimischen Welt bis ins 21. Jahrhundert andauert und vor unseren Augen in Darfur mit entsetzlichen Massakern, um nicht zu sagen einem Völkermord einhergeht. Lange bevor die Europäer in das Sklavengeschäft einstiegen, führten die Araber einen endlosen Heiligen Krieg mit blutigen Razzien, die, um die Pracht orientalischer Harems willen, ganze Bevölkerungsgruppen, Kinder, Frauen und Männer aus dem Herzen des Schwarzen Kontinents ins Unglück stürzten.“<a title="" href="#_edn10">[x]</a></p></blockquote>
<h4>Der Verfasser kommt auf eine geschätzte Zahl von über 17 Millionen Sklaven des arabisch-muslimischen Sklavenhandels vom 7. bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Der transatlantische Sklavenhandel umfasste laut N’Diaye ca. 15 Millionen Sklaven.<a title="" href="#_edn11">[xi]</a></h4>
<h4>Mehr noch: für den Tagesspiegel, die Edition Tiamat und den Autoren Wolfang Pohrt besteht zwischen Islamisten, Antisemiten und Fanatikern wie den Muslimbrüdern in Ägypten oder islamistischen Parteien in Tunesien, Libyen, Ägypten, Yemen und anderswo überhaupt kein Unterschied zur CDU/CSU und der Bundesrepublik Deutschland:</h4>
<p>&nbsp;</p>
<blockquote><p>„Überhaupt zeichnet sich das Entsetzen über die Frömmigkeit der Moslems durch einen Totalausfall jeglicher Selbstwahrnehmung aus. Wenn die Nachrichten melden, in einem islamischen Land habe eine islamische Partei die Wahl gewonnen, dann nicht ohne besorgten Unterton. Ist es hier denn anders? Wir leben in einem Land, wo eine Christlich-Demokratische Partei und eine Christlich-Soziale Union zusammen mit der FDP an der Regierung sind, und wo dauernd mit dem „christlichen Menschenbild“ herumgewedelt wird, welches unsere Verfassung präge.“</p></blockquote>
<h4> Ein solcher Kulturrelativismus, der zwischen Aufruf zum Judenmord, wie ihn z.B. der geistige Führer der Muslimbrüder und der ihr nahestehenden Parteien in Ägypten (oder auch der Hamas), Yusuf al-Qaradawi regelmäßig verbreitet, und demokratischen, auch christlichen Parteien, keinen Unterschied zu erkennen vermag, ist unter Freunden des blutigen Jihad en vogue. Dass jedoch eine vorgeblich seriöse Tageszeitung wie der Tagesspiegel einer solchen Hetze Raum bietet, ist bemerkenswert. Wo rufen CDU oder CSU Politiker- oder Politikerinnen zum Mord an Juden auf, so wie es al-Qaradawi am 28. Januar 2009 im Fernsehsender al-Jazeera aus Katar getan hat?</h4>
<h4>Ein Verlag, eine Tageszeitung und ein Autor, die kulturrelativistisch daher reden und Texte verbreiten, welche zwischen Aufruf zum Mord und ganz normalen demokratischen Parteien einer Demokratie und eines Rechtsstaates, wie es die Bundesrepublik ist, nicht zu unterscheiden vermögen, spielen auf der Klaviatur des Antisemitismus, Jihadismus und der reaktionären Ideologie. Pohrt weigert sich wie ein kleines Kind, sich mit der Realität, hier: der Wirkmächtigkeit von Religion, auch nur zu befassen. Für ihn ist immer alles so böse, wie es der Kapitalismus zulässt oder evoziert. Doch wer bei Wahnsinnigen wie der iranischen Führung vom cui bono fabuliert, spricht mit Geistern und Nebelschwaden, ergo: mit sich selbst.</h4>
<p>&nbsp;</p>
<h4>Wer sich einigermaßen realitätsnah mit der Welt befasst, erkennt: die größte Gefahr für den Weltfrieden und für Israel und die Juden geht von einem möglicherweise atomar bewaffneten Iran aus. Nicht viel weniger gefährlich ist der ebenso islamische Antisemitismus des Iran schon jetzt, sowie jener in weiten Teilen der arabischen Welt, der Türkei, in Pakistan, und auch, teils reduziert und in Abstufungen, in Ländern wie Malaysia, Indonesien, und natürlich unter Muslimen im Westen.</h4>
<p>&nbsp;</p>
<h4>Kein seriöser Mensch leugnet, dass es auch Rechtsextreme und Nazis gibt, die gegen ‚den‘ Islam und ‚die‘ Muslime hetzen. Auch im Graubereich von Rechtsextremismus und Konservativismus (auch bei Evangelikalen, katholischen Antisemiten etc.) gibt es mitunter solche Gestalten, die von den Verbrechen des christlichen Deutschland lieber schweigen wollen. Doch eine unendlich größere Zahl von Menschen hegt ebenso antizionistische Gefühle wie Nazis und Islamisten oder Linke (oder katholische, evangelische und andere Judenfeinde), doch diese große Zahl fühlt sich pudelwohl, sie publiziert nicht in der Jungen Freiheit, nicht unbedingt in der jungen Welt oder dem Neuen Deutschland, dafür im Freitag, bei Spiegel Online, beim Tagesspiegel, der Süddeutschen, der Frankfurter Allgemeinen oder schreibt Redemanuskripte für die Tagesthemen, die Tagesschau, Heute, das Heute Journal, die Kulturzeit auf 3sat, dem Deutschlandfunk, dem Deutschlandradio und wie die Magazine, Zeitungen, Journale oder Sendungen sonst hoch so heißen.</h4>
<h4>Keine dieser Sendungen hat das Problem Islamismus je ernst genommen. Seit 9/11 sind vielmehr ein Abwiegeln und eine ungeheuer große und aggressive Agitation gegen Kritiker des islamischen Antisemitismus und der islamistischen, antiwestlichen Ideologie zu erkennen.</h4>
<h4>Wolfgang Pohrts Kulturrelativismus, sein Geifern gegen amerikanische Filme und sein Schweigen vom islamischen Sklavenhandel oder von islamistischen Hasspredigern, die zum Mord an Juden aufrufen, sind Teil des Zeitgeistes. Die Edition Tiamat ist Mainstream in einem Land, das immer gern Phrasen gegen den Kapitalismus, gegen die CDU/CSU heraus brüllt, statt sich mit der heutigen Realität zu befassen.</h4>
<h4>Ein Glück für Max Horkheimer und Theodor W. Adorno, dass sie diesen Gedankenmüll von Leuten, die früher sogar dachten, in deren Nachfolge zu stehen, nicht mehr erleben müssen. Während die beiden Theoretiker eine Dialektik der Aufklärung im Namen des Westens durchführten, denunzieren Pohrt und seine Gehilfen Aufklärung und den Westen, indem sie den Islamismus nicht nur als Phänomen sui generis leugnen und Muslime als Subjekte gar nicht wahr-, geschweige denn ernst nehmen, vielmehr indem sie den Westen (hier vertreten durch CDU/CSU) mit dem reaktionär-modernistisch-faschistischen Islamismus gleichsetzen.</h4>
<p><a title="" href="#_ednref1">[i]</a> Simon Wiesenthal (1947): Großmufti – Großagent der Achse, Salzburg/Wien: Ried-Verlag, die Fotografien sind ohne Paginierung.</p>
<div>
<p><a title="" href="#_ednref2">[ii]</a> Klaus-Michael Mallmann/Martin Cüppers (2006): Halbmond und Hakenkreuz. Das Dritte Reich, die Araber und Palästina, Darmstadt: Wissenschaftliche Buchgesellschaft.</p>
<p><a title="" href="#_ednref3">[iii]</a> Vgl. zum Beispiel Mallmann/Cüppers 2006, 102.</p>
<p><a title="" href="#_ednref4">[iv]</a> Mallmann/Cüppers 2006, 221.</p>
<p><a title="" href="#_ednref5">[v]</a> Mallmann/Cüppers 2006, 222.</p>
<p><a title="" href="#_ednref6">[vi]</a> Mallmann/Cüppers 2006, 228.</p>
<p><a title="" href="#_ednref7">[vii]</a> Mallmann/Cüppers 2006, 229.</p>
<p><a title="" href="#_ednref8">[viii]</a> Mallmann/Cüppers 2006, 114f.</p>
<p><a title="" href="#_ednref9">[ix]</a> Tidiane N’Diaye (2008)/2010: Der verschleierte Völkermord. Die Geschichte des muslimischen Sklavenhandels in Afrika, Reinbek bei Hamburg: Rowohlt.</p>
<p><a title="" href="#_ednref10">[x]</a> N’Diaye 2010, 25.</p>
<div><a title="" href="#_ednref11">[xi]</a> N’Diaye 2010, 214</div>
</div>
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		<title>„Ausgerechnet&#8221; &#8211; Christian Wulff, die „deutsche Kultur“ und der Holocaust</title>
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		<pubDate>Sat, 21 Jan 2012 13:29:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Bundespräsident Christian W. ist nicht nur einer der aggressivsten Telefon-Anrufbeantworter-Vollquatscher, er hat nicht nur ein gestörtes Verhältnis zur Pressefreiheit und ist nicht nur mit einigen der peinlichsten High-Society-Leuten und dubiosen Ex-Sprechern seiner selbst befreundet, er hat auch mit die angesagtesten, &#8230; <a href="http://clemensheni.net/2012/01/21/%e2%80%9eausgerechnet-christian-wulff-die-%e2%80%9edeutsche-kultur%e2%80%9c-und-der-holocaust/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bundespräsident Christian W. ist nicht nur einer der aggressivsten Telefon-Anrufbeantworter-Vollquatscher, er hat nicht nur ein gestörtes Verhältnis zur Pressefreiheit und ist nicht nur mit einigen der peinlichsten High-Society-Leuten und dubiosen Ex-Sprechern seiner selbst befreundet, er hat auch mit die angesagtesten, sprich: schlechtesten Redenschreiber der Nation.</p>
<p>Am 20. Januar 2012 sprach Wulff im „Haus der Wannsee-Konferenz – Gedenk- und Bildungsstätte“ in Berlin und sagte Folgendes:</p>
<blockquote><p>„Dieser Mord an den europäischen Juden und der Versuch der Vernichtung ihrer Kultur bedeutet die niedrigste Stufe, auf die deutsche Kultur je sinken konnte. Vernichtet werden sollten ausgerechnet die Juden, denen unsere Kultur so viel verdankte, und für die der Name des vertriebenen Billy Wilder nur als ein Beispiel Zehntausender Kulturschaffender steht.“</p></blockquote>
<p>Ausgerechnet! Wie konnten die Deutschen sich selbst so schaden, will der Präsident sagen. Implizit sagt Wulff damit, dass die deutsche Kultur zuvor super gewesen sei (auch ‚Dank‘ der Juden in Deutschland oder deutschen Landen). Man denke an das christliche Mittelalter, an die Luthersche Reformation, an das Bild des „Ewigen Juden“ „Ahasverus“, wie es seit 1602 in deutschen Landen auch schriftlich fixiert wurde, später denke man an Achim von Arnim, Friedrich Ludwig Jahn oder die Christlich-Deutsche Tischgesellschaft von Anfang des 19. Jahrhunderts, an das Wartburgfest 1817 mit seiner antisemitischen und antifranzösischen Bücherverbrennung, an Richard Wagners „Das Judentum in der Musik“ von 1850 und an die alljährlichen Wagnerfestspiele in Bayreuth, zu denen nicht nur Angela Merkel, sondern auch Thomas Gottschalk und das deutsche Establishment hin pilgern. Deutsche Kultur eben.</p>
<p>Wulff hat sich zwei Tage zuvor, am 18. Januar 2012, mit dem Holocaustleugner und Antisemiten Mahmoud Abbas (Abu Mazen), dem Präsidenten der „Palästinensischen Autonomiebehörde“ in Berlin getroffen, obwohl doch Abbas die letzten Monate keinen Hehl daraus gemacht hat, dass er weder Israel als jüdischen Staat, noch Juden in einem möglichen ‚palästinensischen‘ (sprich: zweiten arabisch-jordanischen) Staat dulden bzw. anerkennen wird.</p>
<p><a href="http://clemensheni.net/wp-content/uploads/wannseeprotokoll1.png"><img class="aligncenter size-full wp-image-1403" title="Wannseeprotokoll, 1942" src="http://clemensheni.net/wp-content/uploads/wannseeprotokoll1.png" alt="" width="459" height="700" /></a><br />
„Ausgerechnet“ die deutschen Juden sollten ermordet werden, sagt Wulff. Die Abgründigkeit seiner Rede ist ihm sicher gar nicht bewusst, wo soll er auch die Fähigkeit zu Reflexion her haben? Sich von einer reichen Freundin Geld leihen ist das eine, sich hässliche Einfamilienhäuser leisten das gleiche, doch sich die Fähigkeit zur Reflexion und zum kritischen Denken aneignen braucht es doch etwas ganz Anderes.</p>
<p>Und was ist mit den geladenen Historikern und den Vertreterinnen und Vertretern der Jüdischen Gemeinde zu Berlin und all den anderen Ehrengästen, die Wulff andächtig lauschten, war er doch der erste Präsident, der seit 20 Jahren wieder in jenem Haus am Wannsee sprach?</p>
<p>Ausgerechnet. Die meisten europäischen Juden lebten vor dem Holocaust in Osteuropa, in Polen, Ungarn und der Sowjetunion. Die meisten der sechs Millionen vergasten, erschossenen, zu Tode geprügelten, verhungerten, massakrierten und zerfetzten Juden kamen aus Osteuropa. Auch viele Juden Frankreichs, Hollands, Belgiens, Griechenlands, Jugoslawiens und anderer Ländern wurden penibel erfasst, gesucht, gejagt, deportiert und ermordet, wie auch die deutschen Juden.</p>
<p>Implizit sagt Christian W., dass es besonders schade sei, dass Deutschland sich Filmemacher wie den jüdischen Billy Wilder als Opfer aussuchte. Das Perfide, nicht in Worte zu fassende dieser Art von Selektion in der Rede von Wulff fällt kaum jemandem auf. Die jüdische Arbeiterin, der jüdische Bäcker oder jüdische Kinder – trugen die für Wulff auch etwas zur ‚deutschen Kultur‘ bei oder ist es nicht so schlimm, dass auch sie ermordet wurden, fügte doch deren Tod Deutschland keinen ‚Verlust‘ an ‚kulturellen Werten‘ zu?<br />
Der Präsident differenziert implizit, mit dem brutalen Wörtchen ‚ausgerechnet‘, dass nicht die Gaskammern von Auschwitz, die Vernichtungslager Sobibor und Chelmno oder die Massaker in Babi Yar und in den litauischen Wäldern wie die Shoah insgesamt das Unaussprechliche sind.<br />
Nein, betont werden müsse, dass es so hoch gebildete und für die „deutsche Kultur“ eigentlich wertvolle Menschen wie die deutschen Juden (zumindest manche von ihnen, nach dieser ‚Logik‘) getroffen habe.</p>
<p>Die Menschenverachtung und die sich judenfreundlich gebende Ideologie, die aus diesem Wörtchen „ausgerechnet“ sprechen, sind un-fassbar.</p>
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		<title>Robert S. Wistrich &#8211; Muslimischer Antisemitismus. Eine aktuelle Gefahr</title>
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		<pubDate>Sat, 17 Dec 2011 22:09:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[antisemitische Cartoons]]></category>
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		<category><![CDATA[Robert S. Wistrich]]></category>
		<category><![CDATA[Versagen des Westens]]></category>

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		<description><![CDATA[Sehr geehrte Damen und Herren, das neue Buch von Robert S. Wistrich ist jetzt lieferbar: Robert S. Wistrich.  Muslimischer Antisemitismus. Eine aktuelle Gefahr ISBN 978-3-9814548-1-9, 161 Seiten, Softcover, 21 cm x 12,8 cm, 28 Abbildungen, 14, 90 € (D) &#8220;Die &#8230; <a href="http://clemensheni.net/2011/12/18/robert-s-wistrich-muslimischer-antisemitismus-eine-aktuelle-gefahr/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sehr geehrte Damen und Herren,</p>
<p>das neue Buch von Robert S. Wistrich ist jetzt lieferbar:</p>
<p align="center"><strong>Robert S. Wistrich.  Muslimischer Antisemitismus. </strong>Eine aktuelle Gefahr</p>
<p align="center">ISBN 978-3-9814548-1-9, 161 Seiten, Softcover, 21 cm x 12,8 cm,</p>
<p align="center">28 Abbildungen, 14, 90 € (D)</p>
<p>&#8220;Die Political Correctness spielt ihre ganz eigene, den Westen lähmende Rolle, sobald ein Wissenschaftler oder Journalist versucht sich mit einem beliebigen Aspekt des Islam zu befassen. Selbst die fürchterlichsten Taten derer, die ohne zu zögern unschuldige Zivilisten im Namen des Jihad gegen die „Feinde des Islam“ opferten, führten zu zweideutigen und zögerlichen westlichen Reaktionen, wenn es darum ging, die involvierten Doktrinen des Islam zu kritisieren. Der Krieg gegen Al-Qaida wurde von den Präsidenten Bush und Obama sinnentleert als ein „Krieg gegen den Terror“ bezeichnet, um eine Beleidigung des Islam als Religion zu vermeiden – dabei wurde doch der Islam aus politischen Gründen bereits von den Jihadisten gekapert.&#8221;</p>
<p>Prof. Dr. Robert S. Wistrich (Jg. 1945) ist Professor für moderne europäische Geschichte an der Hebräischen Universität Jerusalem. Er ist Autor von 17 Büchern und einer der weltweit bekanntesten Antisemitismusforscher. Seine preisgekrönten Bücher sind in 18 Sprachen übersetzt, 2010 veröffentlichte er die derzeit umfangreichste und umfassendste Geschichte des Antisemitismus, “A Lethal Obsession“.</p>
<p>Das Buch enthält eine Einführung in das Werk des Historikers Robert S. Wistrich sowie erstmals eine Bibliografie seiner Schriften seit 1973.</p>
<p>Bestellbar (versandkostenfrei!) <a href="http://www.editioncritic.de/">direkt beim Verlag</a> &#8211; editioncritic@email.de -, bei <a href="https://freemailng5205.web.de/online/redirect?goto=http%3A%2F%2Fwww.amazon.de%2Fgp%2Foffer-listing%2F3981454812%2Fref%3Ddp_olp_0%3Fie%3DUTF8%26redirect%3Dtrue%26qid%3D1324116780%26sr%3D8-1%26condition%3Dall" target="_blank">Amazon</a> oder in jedem Buchladen.</p>
<p>Mit freundlichen Grüßen,<br />
Edition Critic</p>
<p>&nbsp;</p>
<h1>Robert S. Wistrich: Muslimischer Antisemitismus</h1>
<p><img title="Robert S. Wistrich Muslimischer Antisemitismus. Eine aktuelle Gefahr, Edition Critic, 2011" src="http://www.editioncritic.de/wp-content/uploads/frontcover_450x706.png" alt="" width="450" height="706" /></p>
<p align="center">Robert S. Wistrich.  <strong>Muslimischer Antisemitismus. </strong>Eine aktuelle Gefahr</p>
<p align="center">ISBN 978-3-9814548-1-9, 161 Seiten, Softcover, 21 cm x 12,8 cm,</p>
<p align="center">28 Abbildungen, 14, 90 € (D)</p>
<p align="center"><img title="Robert S. Wistrich Muslimischer Antisemitismus" src="http://www.editioncritic.de/wp-content/uploads/back_sch11.png" alt="" width="450" height="706" /></p>
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		<title>Ist eine &#8220;undifferenzierte&#8221; Neuseelandkritik OK? &#8211; Eine Kritik des Berichts des „Expertenkreises Antisemitismus&#8221;“</title>
		<link>http://clemensheni.net/2011/11/12/neuseelandkritik/</link>
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		<pubDate>Sat, 12 Nov 2011 21:09:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[&#160; Ist eine &#8220;undifferenzierte&#8221; Neuseelandkritik OK? -  Eine Kritik des Berichts des „Expertenkreises Antisemitismus“ Von Dr. Clemens Heni, Berlin International Center for the Study of Antisemitism (BICSA) Knapp siebzig Jahre nach der Reichspogromnacht beschloss der Deutsche Bundestag am 4. November &#8230; <a href="http://clemensheni.net/2011/11/12/neuseelandkritik/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp;</p>
<h1><span style="color: #0000ff;">Ist eine &#8220;undifferenzierte&#8221; Neuseelandkritik OK? - </span></h1>
<h1><span style="color: #0000ff;">Eine Kritik des Berichts des „Expertenkreises Antisemitismus“</span></h1>
<p>Von Dr. Clemens Heni, <a href="http://bicsa.org/">Berlin International Center for the Study of Antisemitism (BICSA)</a></p>
<p>Knapp siebzig Jahre nach der Reichspogromnacht beschloss der <a href="http://www.bmi.bund.de/DE/Themen/PolitikGesellschaft/PolitBildGesellZusammen/Expertenkreis/expertenkreis_node.html">Deutsche Bundestag am 4. November 2008</a> die Bundesregierung darum zu bitten, „Antisemitismus verstärkt weiter zu bekämpfen und jüdisches Leben in Deutschland zu fördern“.</p>
<p>Mit den Stimmen aller Fraktionen wurde als Teil dieses Beschlusses die Einrichtung eines vom Ministerium des Innern betreuten „unabhängigen Expertenkreises Antisemitismus&#8221; vereinbart, der regelmäßig über Antisemitismus in Deutschland berichten soll.</p>
<p>Schon rund elf Monate nach Verabschiedung des Bundestagsbeschlusses nahmen die Experten unter der späteren Leitung von Dr. Juliane Wetzel (ab November 2010, zuvor war Martin Salm einer der Leiter), Historikerin und Kunsthistorikerin an der TU Berlin, und des Historikers Professor Peter Longerich, University of London, die Arbeit auf. Die Mitglieder des „unabhängigen Expertenkreises“ sind in alphabetischer Reihenfolge:</p>
<p>■ Aycan Demirel, Mitbegründer und Leiter der Kreuzberger Initiative gegen Antisemitismus,Berlin</p>
<p>■ Dr. Olaf Farschid, Islamwissenschaftler und wissenschaftlicher Referent bei der Senatsverwaltung für Inneres, Berlin</p>
<p>■ Elke Gryglewski, Haus der Wannseekonferenz, Berlin</p>
<p>■ Prof. Dr. Johannes Heil, Leiter der Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg</p>
<p>■ Prof. Dr. Peter Longerich, University of London,Holocaust Research Center</p>
<p>■ Prof. Dr. Armin Pfahl-Traughber, Politikwissenschaftler und Soziologe an der Fachhochschule des Bundes, Brühl</p>
<p>■ Dr. Martin Salm, Vorstandsvorsitzender der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ (EVZ), Berlin (Ende 2010 aus gesundheitlichen Gründen ausgeschieden)</p>
<p>■ Prof. Dr. Julius H. Schoeps, Direktor des Moses Mendelssohn Zentrums für europäischjüdische Studien, Potsdam</p>
<p>■ Dr. Wahied Wahdat-Hagh, Senior Research Fellow bei der „European Foundation for Democracy“ in Brüssel</p>
<p>■ Dr. Juliane Wetzel, wissenschaftliche Angestellte am Zentrum für Antisemitismusforschung, TU Berlin“</p>
<p>Nun liegt nach weiteren zwei Jahren <a href="http://www.bmi.bund.de/SharedDocs/Downloads/DE/Themen/Politik_Gesellschaft/EXpertenkreis_Antisemmitismus/bericht.pdf">der erste Bericht des „Expertenkreises“</a> vor, der zu dem Schluss kommt, dass Antisemitismus in Deutschland zwar kein Randgruppenphänomen sei, aber:</p>
<blockquote><p> „In Deutschland bestehen auf den unterschiedlichen Ebenen von Staat und Gesellschaft gute Voraussetzungen für eine aktive Auseinandersetzung mit dem Antisemitismus in seinen verschiedenen Erscheinungsformen. Es muss künftig um die Optimierung und den abgestimmten Ausbau beziehungsweise die Ergänzung vorhandener Strukturen gehen.“</p></blockquote>
<p>Im Folgenden wird an vier Punkten eine erste Kritik an diesem Bericht formuliert.</p>
<h1>1) Problematische Grundannahmen über heutigen Antisemitismus</h1>
<p>Was sagt der „Expertenkreis“ zu Antisemitismus? Der Bericht postuliert gleich zu Beginn:</p>
<blockquote><p>„Nicht jede einseitige oder undifferenzierte Kritik an Israel ist jedoch antisemitisch.“</p></blockquote>
<p>Aha, das ist neu. Zwar ist meines Erachtens „Israelkritik“ wie auch „Neuseelandkritik“ oder „Venezuelakritik“ grundsätzlich möglich, aber doch eigentlich nur differenzierte Kritik. Wer würde „undifferenziert“ Neuseeland oder Venezuela kritisieren wollen?</p>
<p>In dem Bericht des „Expertenkreises“ wird stattdessen „undifferenzierte“ „Kritik an Israel“ (Neuseelandkritik oder Venezuelakritik werden natürlich nicht erwähnt, da es diese Begriffe gar nicht gibt) als irgendwie ‚koscher‘ betrachtet und dem Ressentiment gegen den Judenstaat Tür und Tor geöffnet. Das hört sich an wie eine Handlungsanleitung für die ARD-Tagesschau oder für Spiegel-Online: „undifferenzierte Kritik an Israel“ kann völlig OK sein, so die Experten. Angeblich kein Hauch von Antisemitismus.</p>
<p>Daher gibt es in dem Bericht auch keine Analyse z.B. der Israelberichterstattung in deutschen Medien wie Spiegel-Online oder der Tagesschau. Weiter schreibt der Bericht:</p>
<blockquote><p>„Rechtsextremistische Organisationen sind aus historischen und ideologischen Gründen nach wie vor der bedeutsamste politische Träger des Antisemitismus.“</p></blockquote>
<p>Nun: Dem Rechtsextremismus werden laut Bericht und Verfassungsschutz „26.000 Anhänger“ zugerechnet. Hier sei ein Blick in die offiziellen Zahlen alleine bezüglich des organisierten (!) Islamismus geworfen. Demnach haben islamistische Organisationen in Deutschland weit mehr Mitglieder, nämlich „<a href="http://almanac.afpc.org/Germany">36.270</a>“ (Stand: 2009), wie der weltweit erste und vom Thinktank American Foreign Policy Council in Washington D.C. herausgegebene <em>World</em><em> </em><em>Almanac</em><em> </em><em>of</em><em> </em><em>Islamism</em> im Juli 2011 in seinem Abschnitt zu Deutschland schreibt.</p>
<p>Da könnte man bereits stutzig werden, wenn der Bericht der Experten vollmundig behauptet, schon aus „historischen und ideologischen Gründen“ seien „rechtsextremistische Organisationen“ „der bedeutendste Träger des Antisemitismus“, denn empirisch sieht es womöglich ganz anders aus. Wenn aber die Wirklichkeit althergebrachte Vorurteile über die Irrelevanz islamistischer und extremistischer Muslime erschüttert? Was tun? Leugnen, abwiegeln und den Blick wo anders drauf richten, scheint das Motto der Experten zu sein, die das mit „historischen und ideologischen Gründen“ untermauern.</p>
<p>Wenn also Organisationen wie die türkische Milli Görüs in Deutschland mehr Mitglieder hat (28.000) als alle rechtsextremen Parteien, Vereinigungen, Gruppen und Organisationen zusammen, wie glaubwürdig ist dann so ein Befund? Wie der Politikwissenschaftler Dr. Johannes Kandel in seiner Anfang 2011 publizierten Studie „Islamismus in Deutschland“ nachweist, ist der Antisemitismus gerade bei der islamistischen Organisation Milli Görüs ein zentraler Aspekt. Kandel ist seit 1999 Referatsleiter der Berliner Akademiegespräche/Interkultureller Dialog in der Politischen Akademie der Friedrich-Ebert-Stiftung Berlin und ein bundesweit bekannter wissenschaftlicher Kritiker des Islamismus und Antisemitismus. Doch der Experten-Bericht zitiert ihn kein einziges Mal. So als sei das ein läppischer Annex wird in dem Bericht zwar der Antisemitismus u.a. bei Milli Görüs thematisiert, ohne diese Erkenntnisse jedoch einzubetten in eine Analyse des antisemitischen Gefahrenpotentials in Deutschland generell, speziell bei Muslimen. Die seit Anfang 2011 bekannten Erkenntnisse des Forscherkollegen Kandel werden ignoriert. Da die abgelegensten und teils (vor allem für den Untersuchungsgegenstand) unbedeutenden Studien und Texte zu Antisemitismus in dem Bericht aufgeführt werden, aber aktuelle Forschung häufig komplett ignoriert wird, ist das ein schwerwiegender und ebenso offenkundiger wissenschaftlicher Fehler (siehe unten). Die Studie von Kandel findet sich nämlich in so gut wie jedem gut sortierten Buchladen.</p>
<p>Apodiktisch setzt der Bericht: die Gefahr des Antisemitismus stehe primär und grundsätzlich rechts. Dabei leugnet ja niemand ernsthaft die Gefahr, die von den Rechten ausgeht, doch sie ist marginal, wenn man nur die Rechten anschaut. Über die „Salonfähigkeit der Neuen Rechten. ‚Nationale Identität‘, Antisemitismus und Antiamerikanismus in der politischen Kultur der Bundesrepublik Deutschland 1970 – 2005: Henning Eichberg als Exempel“ habe ich promoviert. Doch es wäre naiv, wenig wissenschaftlich und politisch problematisch nur die Rechten als Gefahr zu sehen. Sie sind es nur begrenzt bzw. viele ihrer Ideologeme sind längst in den Mainstream diffundiert, sind salonfähig geworden. Der Antisemitismus findet sich also seit vielen Jahren im Mainstream, bei Linken, Liberalen und Islamisten, und dazu auch bei den Rechten, doch letzteres überrascht ja nun wirklich niemanden.</p>
<p>In dem Bericht werden immer wieder mal Internetquellen zitiert, die zuletzt 2002 oder 2003 eingesehen wurden, sprich: da verwerten die „Experten“ ihr veraltetes Material einfach noch einmal, ohne für diesen Bericht erneut und aktuell zu recherchieren.</p>
<p>Für den Bericht vertrauten die „Experten“ nicht ihrem „Expertenwissen“ und haben sich vier „Expertisen“ von fünf ‚noch besseren Experten‘ anfertigen lassen, von Werner Bergmann („Antisemitismus in Deutschland“, Berlin 2010“), Albert Scherr („Verbreitung von Stereotypen über Juden und antisemitischer Vorurteile in der evangelischen Kirche, Freiburg 2011“), Mathias Blum („Katholische Kirche und Antisemitismus, Berlin 2011“) und Andreas Zick/Beate Küpper („Antisemitische Mentalitäten. Bericht über Ergebnisse des Forschungsprojekts Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit in Deutschland und Europa, Universität Bielefeld 2010/11“).</p>
<p>Ein breiteres Blickfeld ergab sich dadurch nicht, denn es wurde z.B. keine Expertise zu muslimischem Antisemitismus angefragt. Dafür aber zu evangelischem und katholischem Antisemitismus und zum äußerst problematischen und den Antisemitismus relativierenden Konzept „Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit“ (GMF), demzufolge Antisemitismus so etwas wie die „Abwertung von Langzeitarbeitslosen“ oder so etwas wie „Islamophobie“ sei, um nur zwei der mittlerweile 10 Kategorien für diese GMF zu benennen. Diese Auswahl von vier Expertisen des gleichen Spektrums ist voreingenommen und lässt keine vom Mainstream der Wissenschaft abweichende Meinung zu.</p>
<p><a href="http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/wohl_selten_so_sehr/">Bergmann ist sicher ein typisch deutscher Forscher zu Antisemitismus</a> und besonders als Autor einer „Expertise“ zu heutigem Antisemitismus für den Bericht des „Expertenkreises“ geeignet; der Publizist Henryk M. Broder kommentiert:</p>
<blockquote><p> „Der Soziologe Werner Bergmann, Professor am Zentrum für Antisemitismusforschung der Technischen Universität Berlin, schreibt in einem kürzlich erschienenen Beitrag für eine wissenschaftliche Publikation:</p>
<p>«Im historischen Vergleich mit der Zeit vor 1945, aber auch mit den letzten 60 Jahren in Deutschland oder den meisten anderen europäischen Ländern, war Antisemitismus gesamtgesellschaftlich wohl selten so sehr an den Rand gedrängt wie heute.»</p>
<p>Das ist zweifellos richtig. Verglichen mit der Zeit vor 1945, geht es den Juden in Deutschland richtig gut. Sie müssen keinen gelben Stern tragen und nicht befürchten, deportiert zu werden; sie können sich ihren Sitzplatz im Zug selbst aussuchen.“</p></blockquote>
<h1>2) Herangezogene Literatur und Wissenschaftlichkeit der Studie</h1>
<p>Besonders auffallend sind die Leerstellen in dem Bericht bei der zitierten Literatur. Manche Platzhirsche werden mit sehr vielen Werken zitiert, völlig egal wie unbedeutend sie für die Analyse des heutigen Antisemitismus (in Deutschland) sein mögen. Einige internationale Forscher werden zitiert (wie Esti Webman, das Stephen Roth Institute oder Dina Porat), aber der weltweit bedeutendste, mehrfach preisgekrönte und auch in Deutschland sehr bekannte Forscher zu Antisemitismus, Prof. Robert S. Wistrich, Leiter des Vidal Sassoon International Center for the Study of Antisemitism (SICSA) und Professor für europäische und jüdische Geschichte an der Hebräischen Universität Jerusalem, taucht nicht auf. Dabei wird z.B. Webman mit einem älteren Text (von 1998) über die Hamas und Hizballah rezipiert – ein Thema, das Wistrich (auch) in seiner umfassenden Studie „A Lethal Obsession“ von 2010 ebenso behandelt und in die gesamte Geschichte des Antisemitismus einbettet. Dieses Buch und die gesamte Forschung von Wistrich in einem solchen Bericht zu ignorieren wäre so, als ob jemand eine „Geschichte der Physik in den Jahren 1900–1925“ schreiben würde, ohne Albert Einstein auch nur zu erwähnen.</p>
<p>Weitere nicht nur in Deutschland bekannte Wissenschaftler und Kritiker des (muslimischen) Antisemitismus werden völlig ignoriert, keiner von ihnen wird zitiert (in alphabetischer Reihenfolge): Clemens Heni, Jeffrey Herf, Johannes Kandel, Necla Kelek, Matthias Küntzel, Richard Landes, Klaus-Michael Mallmann/Martin Cüppers, Daniel Pipes, Bassam Tibi, um nur einige zu nennen.</p>
<p>Auch viele bekannte Journalisten wie Richard Herzinger oder Clemens Wergin, sowie Blogs werden nicht zitiert (gleichwohl wird auf Facebook und das „Social Web“ sehr wohl Bezug genommen), obgleich sich dort häufig hervorragende und wichtige Kritik am Antisemitismus findet (Beispiele sind <a href="http://lizaswelt.net/">LizasWelt.net</a>, <a href="http://www.tw24.net/">tw24.net</a>, <a href="http://spiritofentebbe.wordpress.com/">SpiritofEntebbe</a>, <a href="http://www.achgut.com/dadgdx/">Achgut.com</a>, <a href="http://haolam.de/">haolam.de</a>, <a href="http://juedische.at/">juedische.at</a> oder z.B. auch <a href="http://www.honestlyconcerned.info/">honestlyconcerned.info</a> etc.). Andere Internetquellen werden hingegen sehr wohl herangezogen, sprich: Der Expertenkreis weiß, dass es das World Wide Web gibt, scheut jedoch die Auseinandersetzung mit Seiten, die sich kritisch mit dem (muslimischen, linken, rechten, elitären, gesamtgesellschaftlichen, etc.) Antisemitismus befassen.</p>
<p>Eine wichtige Kritik am heutigem Antisemitismus und der Genese des arabischen und muslimischen Antisemitismus ist sicherlich die Studie „Jihad und Judenhass“ von Matthias Küntzel aus dem Jahr 2002. Küntzel hat auch 2002 die wohl erste (Teil-) Übersetzung ins Deutsche der antisemitischen <a href="http://www.matthiaskuentzel.de/contents/sprache-der-vernichtung">Charta der Hamas publiziert</a>.</p>
<p>Doch wie wird stattdessen in dem Bericht des BMI die Charta der Hamas rezipiert? Über ein Buch der antiisraelischen Hetzerin und Arafat-Freundin Helga Baumgarten.</p>
<p>Auch sonst fällt bei der rezipierten Literatur auf, dass hier keine „unabhängigen“ Forscher am Werk waren, sondern Promotingagenturen (Demirel, Heil oder Longerich zitierten ihre Leute, Wetzel die ihren, Schoeps wieder andere etc. etc.). An einem breiten kritischen Überblick über den Stand der Forschung zu Antisemitismus (in Deutschland) haben sie kein Interesse und die Bundesregierung demnach auch nicht. Die ausgewählte Literatur wirkt so, als habe es ein Casting gegeben: wer Antisemitismus beschreibt oder herunter spielt, passt – wer hingegen analysiert und luzide Kritik übt und auf internationalem Niveau agiert und die enorm große Gefahr des heutigen Antisemitismus betont, passt nicht.</p>
<p>Die Nichtthematisierung der Versäumnisse und die Fehlgriffe der eigenen Wissenschaftszunft sind darum eigentlich nicht verwunderlich. Dennoch sei erwähnt, dass im „Handbuch des Antisemitismus“, Band 2/1 „Personen“, 2009 (herausgegeben von Wolfgang Benz), Katajun Amirpur das Märchen vom „Übersetzungsfehler“ bezüglich der Rede des iranischen Präsidenten Ahmadinejad über die Vernichtung Israels noch einmal verbreiten durfte. In dem Bericht des BMI wird Ahmadinejad zwar richtig zitiert, aber was bringt das, wenn die junge (mittlerweile) <a href="http://www.graduiertenkolleg-islamische-theologie.de/partner/hamburg.html">Professorin Amirpur</a> und das ZfA-Handbuch nicht (selbstkritisch) erwähnt werden? Im Gegenteil taucht wenige Fußnoten nach dem Ahmadinejad-Zitat in dem Bericht der Hinweis auf jenes Handbuch des Antisemitismus auf und Benz bleibt ein unangefochtener ‚Held der Forschung‘.</p>
<p>Ähnlich verhält es sich mit der Analyse von islamistischem Antisemitismus in Deutschland. Zwar wird z.B. das antisemitisch-islamistische Portal „Muslim Markt“ in dem Bericht kritisiert, doch die Unterstützung für Muslim-Markt durch eben jenen ehemaligen Leiter des ZfA Wolfgang Benz (dessen langjährige, von 1991–2011, Kollegin Juliane Wetzel eine der beiden Sprecherinnen des „Expertenkreises“ ist), der den Antisemiten im November 2010 ein sehr freundliches Interview gab, wird verschwiegen.</p>
<p>Es bleibt der fade Beigeschmack, dass wesentliche Forscher, die öffentlich bekannt sind für ihre Kritik am Antisemitismus (in Deutschland) und die Kritik am Iran oder am gepflegten deutsch-iranischen Verhältnis üben, gezielt nicht beachtet werden. Mit Steuergeldern bezahlte Forschung zeigt somit der Öffentlichkeit ein ziemlich unausgewogenes, schiefes und falsches Bild über den Stand der Forschung, gerade auch zum Thema des muslimischen Antisemitismus, der deutsch-iranischen Beziehungen oder der deutschen Islamforschung zum Antisemitismus.</p>
<p>Eklatant ist ebenso die Literaturauswahl und Fokussierung bei der Abhandlung der proisraelischen „Antideutschen“ im BMI-Bericht. Jene werden als tendenziell gewalttätig dargestellt und über agitatorische Texte rezipiert und dabei kommentarlos Bücher z.B. des problematischen Unrast-Verlages aus Münster zitiert. Mehr noch: bei der Darstellung des links-autonomen, antiimperialistischen Antisemitismus schreibt der Bericht ernsthaft:</p>
<blockquote><p> „Als bekanntes Beispiel dafür steht eine Parole, die Mitte der 1980er-Jahre von Autonomen auf ein besetztes Haus in der Hamburger Hafenstraße gemalt wurde: „Boykottiert ‚Israel‘. Waren, Kibbuzim + Strände. Palästina – das Volk wird dich befreien [...]“. Folgende Gesichtspunkte sprechen möglicherweise für einen antisemitischen Hintergrund: Das Existenzrecht Israels wird mit den Anführungszeichen in Zweifel gezogen, die Boykottforderung erinnert an die NS Parole „Kauft nicht bei Juden“, und die Anrufung des Volkes offenbart nationalistische Prägungen.“</p></blockquote>
<p>Dieser linke Antisemitismus, der für einen Israelboykott agitierte, spreche also nur „möglicherweise für einen antisemitischen Hintergrund“. „Möglicherweise“! Man muss sich bei solchen Worten vergegenwärtigen, dass 10 Experten, darunter renommierte Professoren und wissenschaftliche Angestellte mit jahrzehntelanger Erfahrung, diesen Bericht geschrieben haben.</p>
<p>Weiter heißt es bezüglich der „Antideutschen“ und ihrer Kritik am antiimperialistischen und autonomen Antisemitismus und dem <em>Islamfaschismus</em>, der en passant auch thematisiert wird, aber als Begriff im gesamten Bericht gar nicht auftaucht:</p>
<blockquote><p> „Deshalb stehen die „Antideutschen“ eindeutig auf der Seite Israels und sehen in den islamistischen und nationalistischen Gegnern Israels die fortschrittsfeindliche und reaktionäre Verkörperung eines neuen Antisemitismus und Faschismus im Nahen Osten. Da die Mehrheit des Linksextremismus eine antiisraelische und proarabische Grundposition im Sinne des Antiimperialismus vertritt, musste es notwendigerweise zu heftigen Debatten und Vorwürfen kommen. Letztere gipfelten darin, dass die „Antideutschen“ den „Antiimperialisten“ eine judenfeindliche Ausrichtung vorwarfen. Unter dem Deckmantel von „Antizionismus“ und „Israelkritik“ offenbare sich nach dieser Lesart ein „neuer Antisemitismus“. Damit wurde die antiimperialistische Mehrheit von der antideutschen Minderheit zumindest indirekt in die Nähe des „Faschismus“ gerückt, was im linksextremistischen Lager zu einer Konflikteskalation bis hin zur Gewaltanwendung führte. Die inflationäre Verwendung des Antisemitismusvorwurfs spielte dabei eine bedeutende Rolle: Die „Antideutschen“ erklärten nahezu jedes Abweichen von einer unbedingten Solidarität mit Israel für einen Ausdruck von Antisemitismus, womit aber die eigentlichen ideologischen Gründe für die Einstellung der „Antiimperialisten“ verkannt wurden.“</p></blockquote>
<p>Wie schön und wissenschaftlich, dass die Experten die „eigentlichen Gründe“ der „Antiimperialisten“ kennen – womöglich aus eigener Erfahrung? Jedenfalls wird hier die Analyse des Islamfaschismus, wie er sich historisch z.B. im Judenhass des Großmufti von Jerusalem, Muhammad Amin al-Husaini, zeigte, der von den Nationalsozialisten finanziell unterstützt wurde, im Radio im faschistischen Italien und in Deutschland Propaganda machte und aktiv am Holocaust beteiligt war, und gegenwärtig insbesondere in der Ideologie des Iran, der Hamas, der Hezballah und vieler Imame und Autoren (wie auch deutsch-türkischer Internetuser, die zu Hunderten im Mai/Juni 2010 Pro-Holocaust Statements auf Facebook posteten), die einen Vernichtungsantisemitismus gegen Israel und die Juden propagieren, sich zeigt, einfach nur abgewehrt. Es könne so etwas wie einen „neuen Antisemitismus und Faschismus im Nahen Osten“ demnach gar nicht geben, nur böse, proisraelische „Antideutsche“ würden davon reden. In der Forschung zum Islamfaschismus sieht es jedoch ganz anders aus, es ehrt die Antideutschen geradezu, in welcher Galerie sie auftauchen: bereits der Holocaustüberlebende Simon Wiesenthal sprach 1947 von der Nähe des Großmufti zu den Nazis bzw. den Achsenmächten, später und bis heute haben sich auch Nahost-, Islam- und Antisemitismusforscher wie Manfred Halpern (in den 1960er Jahren), Walter Laqueur, Daniel Pipes, Martin Kramer, Josef Joffe, Robert S. Wistrich und andere mit dem Islamfaschismus kritisch beschäftigt. Kein Wort davon in dem Expertenbericht, der die internationale Forschung einfach ignoriert.</p>
<p>Antiimperialistische Israelfeinde werden hingegen vor (antideutscher) Kritik in Schutz genommen, da es eine „inflationäre Verwendung des Antisemitismusvorwurfs“ gebe – eine Formulierung, die an Martin Walser, Jürgen W. Möllemann oder Martin Hohmann erinnert, von denen sich die Autoren doch so gern abgrenzen wollen.</p>
<p>Fazit: Kein einziger der Experten scheint sich mit der jahrzehntealten internationalen Diskussion über den Islamfaschismus auszukennen. Eher werden Ressentiments gegen in Deutschland hörbare Kritiker des Islamfaschismus generiert und mit Steuergeldern verbreitet.</p>
<h1>3) Schweigen zu den deutsch-iranischen Beziehungen</h1>
<p>Während der Bericht den Antisemitismus im Iran analysiert und kritisiert, verliert er kein einziges Wort über die auch in Deutschland hörbare öffentliche Kritik am iranischen Antisemitismus, der durch die deutsche Wirtschaft, Kultur und Politik massiv unterstützt wird. Kein einziger Text beispielsweise von <a href="http://www.nationalreview.com/corner/256264/end-critical-dialogue-iran-benjamin-weinthal">Benjamin Weinthal</a>, einem international bekannten Journalisten, der u.a. als Korrespondent der Jerusalem Post in Deutschland arbeitet, oder anderer hörbarer und mitunter erfolgreicher NGO-Gruppen, die die deutsch-iranischen Wirtschaftsbeziehungen scharf kritisieren, wie <a href="http://de.stopthebomb.net/">Stopthebomb</a>, <a href="http://www.realite-eu.org/site/c.9dJBLLNkGiF/b.2314167/k.8667/Zur252ck_zur_Startseite.htm">Réalité EU</a>, das <a href="http://www.wiesenthal.com/site/pp.asp?c=lsKWLbPJLnF&amp;b=4441301">Simon Wiesenthal Zentrum</a>, <a href="http://www.theisraelproject.org/site/c.ewJXKcOUJlIaG/b.7711637/k.BEA8/Home.htm">The Israel Project</a> werden erwähnt. Das Thema wird komplett negiert. Dabei sind die politisch-ökonomisch-kulturellen Beziehungen zum Iran zwar weltweit ein Topthema, nicht jedoch für die deutschen Experten der Bundesregierung. Möglicherweise meint der Expertenbericht, der Antisemitismus werde beim Dialog mit dem antisemitischen iranischen Regime nur „bedingt“ gefördert, wie bei der Imagination, das offensichtliche Schulhof-Schimpfwort „Jude“ sei „bedingt“ antisemitisch, weil allermeist nicht direkt ein Jude direkt angesprochen sei, wie der Bericht schreibt.</p>
<h1>4) Der Bericht verharmlost den Antisemitismus in Deutschland</h1>
<p>Bevor ich mich dem Resümee des Berichts widme, sei noch eine weitere Leerstelle erwähnt. Der Bericht verliert kein Wort zu einer weiteren europäischen Zukunftsform des Antisemitismus, wie er sich in der „Prager Erklärung“ von 2008 wieder findet, in der der „Kommunismus“ und der „Nationalsozialismus“ auf eine Ebene gestellt werden, der Holocaustgedenktag 27. Januar zugunsten des 23. August (1939), als der Hitler-Stalin-Pakt geschlossen wurde, als gesamteuropäischem Gedenktag de facto abgeschafft werden soll. Mit verantwortlich dafür: der ehemalige Präsidentschaftskandidat Joachim Gauck. So etwas kann in der ebenfalls unerwähnten traditionsreichen Vierteljahreszeitschrift <a href="http://spme.net/cgi-bin/articles.cgi?ID=6880">TRIBÜNE</a> nachgelesen werden. Weite Teile der internationalen Diskussion über sekundären Antisemitismus, Holocaust-Trivialisierung und antisemitische Vergleiche der Shoah mit den unterschiedlichsten historischen und gegenwärtigen Phänomenen, wie sie z.B. der Antisemitismusforscher <a href="http://www.jcpa.org/JCPA/Templates/ShowPage.asp?DRIT=3&amp;DBID=1&amp;LNGID=1&amp;TMID=111&amp;FID=624&amp;PID=0&amp;IID=2199&amp;TTL=Holocaust_Trivialization">Dr. Manfred Gerstenfeld</a> vom Jerusalem Center for Public Affairs (JCPA) oder <a href="http://www.tribuene-verlag.de/TRI_Heni.pdf">ich selbst</a> seit Jahren <a href="http://www.jcpa.org/JCPA/Templates/ShowPage.asp?DBID=1&amp;LNGID=1&amp;TMID=111&amp;FID=624&amp;PID=0&amp;IID=2675">untersuchen</a>, werden in dem Bericht der Bundesregierung ausgeblendet.</p>
<p>Das Resümee ist bezeichnend für den ganzen Bericht des „Expertenkreises“:</p>
<blockquote><p> „Eindeutig hat dieser Bericht das rechtsextremistische Lager als nach wie vor wichtigsten Träger des Antisemitismus in Deutschland benannt. Dieser Befund wird insbesondere durch die Tatsache unterstrichen, dass mehr als 90 Prozent aller antisemitischen Straftaten durch Täter begangen werden, die dem rechten Spektrum zugeordnet werden.“</p></blockquote>
<p>Sind denn deutsch-iranische Wirtschaftsbeziehungen generell, wie auch die (mögliche) Lieferung von Material, das im Zweifelsfall für eine Atombombe direkt oder indirekt benötigt wird, nicht Ausdruck von Antisemitismus, wenn man die Holocaustleugnung und die Vernichtungsdrohungen des iranischen Regimes ernst nimmt und nicht nur deskriptiv darstellt wie in dem Bericht?</p>
<p>Es gab in der Geschichte der Bundesrepublik keine einzige große (mit mehren Tausend Teilnehmern) Neonazi-Demo, auf der lautstark „<a href="http://www.youtube.com/watch?v=qNZrSSlDlz0">Tötet die Juden</a>“ gerufen wurde. Zudem wurde von den zumeist muslimischen und arabischen Antisemiten auf den Demos „Tod, Tod Israel“, „Kindermörder Israel“, „Juden raus aus Palästina“, „Jude, Jude feiges Schwein“ gerufen. Im Januar 2009 gab es solche von muslimischen Organisationen durchgeführte und von ganz normalen deutschen Muslimen und anderen antiisraelischen Hetzern besuchten Demos jedoch sogar gleichzeitig in verschiedenen Städten in Deutschland (u.a. in Berlin, Duisburg, Frankfurt am Main). Die Demonstrations-Ordner von „Milli Görüs“ waren entzückt, als die Polizei (!) in Duisburg der Hetze der Masse nachgab und die Wohnung von Studenten stürmte und zwei Israelfahnen konfiszierte.</p>
<p>Sind die oben zitierten Zehntausende Muslime demnach kein Ausdruck von muslimischem Antisemitismus? Vielmehr werden solche Demonstrationen geradezu lapidar erwähnt, ohne sie für sich genommen einzuordnen:</p>
<blockquote><p> „Einschlägige Reaktionen auf Demonstrationen zum Al-Quds-Tag, zum Libanonkrieg 2006 oder zum Gazakrieg 2009 zeigen, dass dieser Ideologietransfer nicht allein zu mobilisieren vermag, sondern dass die antisemitischen Deutungsmuster der Islamisten komplexe politische Sachverhalte erklären und sich hier insbesondere bei arabisch- und türkischstämmigen Jugendlichen verfestigen.“</p></blockquote>
<p>Ganz ähnlich verhält es sich mit der sog. Gaza-Flottille und dem Schiff Mavi Marmara. Es wird zwar die Berichterstattung türkischer Zeitungen in Deutschland dargestellt, aber kein Wort zur sonstigen Berichterstattung oder zum skandalösen Bundestagsbeschluss vom 1. Juli 2010 verloren.</p>
<p>Dann wird der Bundesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen, Cem Özdemir, als angeblich großer Kritiker des Islamismus und Antisemitismus vorgestellt, weil er sich zurecht gegen den türkischen antisemitischen Hetzfilm „Tal der Wölfe – Irak“ wandte. Gleichzeitig liest man natürlich nichts zu  einem problematischen Text von Özdemir vom 27. Mai 2011 in der FAZ, in dem er der Agitation gegen Henryk M. Broder und Ralph Giordano des FAZ-Feuilleton-Chefs Patrick Bahners ganz grundsätzlich zustimmt. Bahners hatte die Kritik von Broder und Giordano am antisemitischen Islamismus mit der antisemitischen Hetze von Heinrich von Treitschke („Die Juden sind unser Unglück“) auf eine Stufe gestellt.</p>
<p>Der Bericht der „Experten“ resümiert:</p>
<blockquote><p> „Offen ist in diesem Bericht hingegen die Frage geblieben, ob und inwieweit der von extremistischen Islamisten auch in Deutschland propagierte islamistische Antisemitismus unter den hier lebenden Muslimen verbreitet ist. Angesichts fehlender empirischer Untersuchungen ist damit eine genauere Gefahrenabschätzung zurzeit nicht möglich und bleibt als wichtige Aufgabe künftiger Forschungen bestehen.“</p></blockquote>
<p>Muslime also dürfen solche antisemitischen Parolen rufen und werden nicht einmal in die Statistik aufgenommen, denn sonst würde niemals herauskommen, dass 90% der antisemitischen Straftaten von Rechtsextremen begangen würden. Und offener Aufruf zum Mord an Juden ist eine Straftat, auch wenn die Polizei und der Staatsschutz (Verfassungsschutz) weghören oder/und keine Ermittlungen aufnehmen. Man sieht: Statistiken sind unseriös und haben mit kritischer empirischer Forschung und analytischer Einordnung häufig rein gar nichts zu tun.</p>
<p>Es sei also laut dem Bericht des Expertenkreises „offen“, ob (!) es in Deutschland überhaupt von Muslimen verbreiteten „islamistischen Antisemitismus“ gebe, der zudem nur von „extremistischen Islamisten“ verbreitet würde. Aufgrund der erwähnten antisemitischen Massendemonstrationen alleine von Januar 2009 ein groteskes „ob“.</p>
<p>Was sind darüber hinaus eigentlich „extremistische Islamisten“? Etwas anderes offenbar als ‚normale‘ Islamisten. Dabei ist Islamismus bereits eine antisemitische, zudem natürlich die Scharia predigende Ideologie. Das Adjektiv „extremistisch“ behauptet, es könne auch ‚moderate‘ oder ‚harmlose‘ Islamisten gebe: das ist eine Chimäre.</p>
<p>Kein Wunder, dass in dem Bericht auch nur angepasste, unkritische Islamwissenschaftler wie Gudrun Krämer, Michael Kiefer oder Götz Nordbruch herangezogen werden und jede Kritik an den Leerstellen und problematischen Positionen der deutschen Islamforschung (wie sie z.B. in meiner Studie <a href="http://www.editioncritic.de/wp-content/uploads/Edition-Critic-Schadenfreude-pic.png">Schadenfreude. Islamforschung und Antisemitismus in Deutschland nach 9/11</a>, publiziert im August 2011, zu finden ist) unerwähnt bleibt.</p>
<p>In obigem Zitat stellen die „hier lebenden Muslime“ geradezu einen Gegensatz dar, der per se keine Schnittmenge mit „extremistischen Islamisten“ aufweisen könne. Wie passt dies jedoch mit den bereits erwähnten gut 37.000 bekannten und organisierten Islamisten zusammen? Sind das keine Muslime? Alle islamistischen Organisationen fördern und verbreiten Antisemitismus, in unterschiedlichem Maße (Hezballah, Hamas, die Muslimbrüder, die Islamischen Zentren (Iran-hörig), die türkische Milli Görüs, al-Qaida-Ableger und andere).</p>
<p>Die zurecht gut beobachteten Neonazi-Demonstrationen würden sich aus Angst vor Strafverfolgung kaum trauen dermaßen offen aggressiv antisemitisch zu agieren. Vor allem werden Neonazis von der Presse kaum so geduldet oder verniedlicht, wie das bezüglich linker oder muslimischer Israel- und Judenfeinde oft der Fall ist.</p>
<p>Eine große Leerstelle in dem ganzen Bericht ist die Verharmlosung des Antisemitismus in der öffentlichen wie wissenschaftlichen Debatte in den letzten Jahren. Vor allem deutsche Journalisten und Forscher sind dabei Teil des Problems. Kritik an antisemitischen Muslimen ist nicht willkommen. Maßgeblich für die Abwehr jedweder substantiellen Kritik am islamistischen Antisemitismus und für das Propagieren der Rede von der fantasierten „Islamophobie“ sind hingegen federführende deutsche Antisemitismusforscher. Es ist kein Zufall, dass die oben aufgeführten internationalen Forscher, die sich trauen Kritik am islamistischen Antisemitismus zu üben, diffamiert werden. Dafür mit verantwortlich ist die Expertin Juliane Wetzel, die wie ihr langjähriger Chef Wolfgang Benz, der Kollege Werner Bergmann und alle anderen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am Zentrum für Antisemitismusforschung (ZfA) der Technischen Universität Berlin (TU)</p>
<p>– wie die bezahlte Mitarbeiterin an dem Bericht der „Experten“: „Seit März 2010 arbeitet Frau Dr. Miriam Bistrovic als „Freie Mitarbeiterin des Expertenkreises“, um die Koordinatoren zu unterstützen, Rechercheaufträge der Experten zu erledigen, organisatorische Fragen zu klären und die Koordination des Berichts zu terminieren“ –</p>
<p>seit Dezember 2008 mit ihrer Tagung „Feindbild Muslim – Feindbild Jude“ dafür sorgen, dass Kritik am islamistischen Antisemitismus diffamiert wird und Kritiker des Antisemitismus als „Hetzer mit Parallelen“, „Panikmacher“ oder „Aufklärungsfundamentalisten“ bezeichnet werden.</p>
<p>Da eine Lehrbeauftragte des ZfA, Frau Bistrovic, als einzige (bezahlte) Freie Mitarbeiterin den Bericht offenbar zusammengestellt bzw. koordiniert hat, kommt dem ZfA bei all den Mängeln (wie der Literaturauswahl und den thematischen Blickwinkeln) in dem Bericht eine herausgehobene Stellung zu. Doch verantwortlich sind natürlich alle Experten, Einrichtungen und Organisationen, die für diesen Bericht mit ihrem Namen einstehen.</p>
<p>Der Bericht arbeitet an vielen Stellen unkritisch und bezieht sich nicht auf den aktuellen Stand der nationalen wie internationalen Forschung zu Antisemitismus, Islamismus und Deutschland.</p>
<p>Auch all die antizionistischen, Israel gezielt falsch darstellenden und den arabischen und muslimischen Judenhass derealisierenden deutschen Medien kommen kaum vor; dabei ist für den als „Israelkritik“ getätschelten antizionistischen Antisemitismus die Berichterstattung von ARD (TV und Radio), ZDF, den anderen TV-Anstalten sowie Medien wie die Süddeutsche Zeitung, die Frankfurter Rundschau, die FAZ, die taz, Die Zeit, Spiegel (Online), die Welt, der Tagesspiegel etc. etc. zentral. Doch lediglich die Junge Welt, ein tatsächlich besonders krasses, aber auch marginales antisemitisches Hetzblatt, wird als Beispiel für heutigen Antisemitismus namentlich kritisiert.</p>
<p>Darüber hinaus wird z.B. ausgerechnet eine Arbeit über Medien und Judenbild herangezogen, die 1989 endet, aktuelle Studien (wie Dissertationen) über Antisemitismus in der politischen Kultur in Deutschland bis 2005 werden hingegen ignoriert (und das obwohl solche Studien in der ausgewählten Bibliothek des Zentrums für Antisemitismus (ZfA) stehen).</p>
<p>Der Bericht schweigt zu dem antiisraelischen Bundestagsbeschluss vom 1. Juli 2010, mit dem sich fraktionsübergreifend alle Parteien erstmals gegen Israel stellten, während die Teilnahme von zwei Bundestagsabgeordneten an der „Gaza-Flottille“, die eine selbst von den Vereinten Nationen als <a href="http://www.nytimes.com/2011/09/02/world/middleeast/02flotilla.html?pagewanted=all">rechtmäßig eingeschätzte</a> Seeblockade Gazas brechen wollte, hingegen goutiert wurde. Das Verbreiten antisemitischer Propaganda auf deutschen Buchmessen wird erwähnt, aber die noch viel gefährlicheren deutsch-iranischen Wirtschaftsbeziehungen bleiben außen vor.</p>
<p>Vor diesem Hintergrund ist der Bericht nicht nur politisch höchst fragwürdig, auch wissenschaftlich weist er bereits bei einem ersten genaueren Blick eklatante Mängel auf. Weder werden deutsche Politiker, Unternehmer oder Theaterleute und ihr Kooperieren mit dem islamistischen Regime aus Teheran kritisiert, noch werden die Wissenschaft wie die Islamforschung, Nahostforschung und auch Antisemitismusforschung und ihr Versagen bei der Kritik des Islamismus und Antisemitismus vor allem seit dem 11. September 2001 untersucht. Wichtige Forschungsliteratur aus USA, Israel, Deutschland und anderen Ländern wird schlicht ignoriert. Es erweckt den Eindruck, dass der Bericht keine genuine Forschungsleistung unabhängiger Forscher ist, vielmehr hat er den Charakter einer heutzutage immer beliebter werdenden Auftragsarbeit, hier des Deutschen Bundestags und der Deutschen Bundesregierung.</p>
<p>Bleibt die Frage: Wird es eines Tages auch einen kritischen Bericht zu Antisemitismus geben? Einen, der die kritische nationale wie internationale Forschung einbezieht, zudem selbstkritisch und reflektiert Deutschland und seine politischen Aktivisten (solange sie keine Rechtsextremen sind), Politiker, Elite, Forscher, Medien, Großunternehmer, Aktionäre und Mittelständler etc. nicht a priori entlastet?</p>
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		<title>Das neue, alte ZfA: Die Obsession für schiefe Vergleiche</title>
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		<pubDate>Wed, 21 Sep 2011 12:33:21 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[  Das neue, alte ZfA: Die Obsession für schiefe Vergleiche &#160; Von Dr. Clemens Heni (The Berlin International Center for the Study of Antisemitism (BICSA) ) Geht es den Muslimen heute so wie den Juden Anfang des 19. Jahrhunderts? Das &#8230; <a href="http://clemensheni.net/2011/09/21/das-neue-alte-zfa-die-obsession-fur-schiefe-vergleiche/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong> </strong></p>
<h1 style="text-align: center;"><span style="color: #0000ff;"><strong>Das neue, alte ZfA:<br />
Die Obsession für schiefe Vergleiche</strong></span></h1>
<p>&nbsp;</p>
<h2>Von Dr. Clemens Heni (<a href="http://bicsa.org/advisory-board/">The Berlin International Center for the Study of Antisemitism (BICSA)</a> )</h2>
<p>Geht es den Muslimen heute so wie den Juden Anfang des 19. Jahrhunderts? Das meint die neue Leiterin des Zentrums für Antisemitismusforschung (ZfA), die Historikerin Stefanie Schüler-Springorum. Bevor diese These etwas näher untersucht wird, geht es um eine geplante Veranstaltung des ZfA Ende Oktober 2011.</p>
<p>Während der ehemalige Leiter des ZfA, Wolfgang Benz, mit den Antisemiten und Islamisten des <a href="http://www.editioncritic.de/">Muslim-Markt</a> freundschaftlich diskutierte und „Islamophobie“ bzw. „Islamfeindlichkeit“ zum Thema machte, folgt die neue Leiterin den letztgenannten Topoi offenbar gerne, wie ein Text des bekannten Internet-Blogs <a href="http://www.tw24.net/?p=3315">tw24</a> zeigt.</p>
<p><img class="aligncenter" src="http://www.kiga-berlin.org/uploads/images/kiga.jpg" alt="" width="376" height="91" /></p>
<p>Demnach wird Schüler-Springorum Ende Oktober 2011 in Berlin in der <a href="http://www.tagesspiegel.de/berlin/kritik-an-arabern-unerwuenscht/1587862.html">umstrittenen „Werkstatt der Kulturen</a>“, die 2009 eine Ausstellung über die „Dritte Welt im Zweiten Weltkrieg“<a title="" href="#_edn1">[i]</a> wegen einer kritischen Tafel zum Nazi-Mufti Muhammad Amin al-Husaini zensierte und die Ausstellung nicht zeigte, auf einer Konferenz mit dem Titel „Antisemitismus in der Migrationsgesellschaft“ reden.</p>
<p><img class="alignleft" src="http://zfa.kgw.tu-berlin.de/110808_EVZ_Blickwinkel_RGB.gif" alt="" width="182" height="89" /></p>
<p align="left"> Diese Tagung, gesponsert von der „Stiftung Erinnerung Verantwortung Zukunft“<a title="" href="#_edn2">[ii]</a>, hat Schüler-Springorum nicht nur mit konzipiert. Sie wird auch ein Panel moderieren, auf dem<a title="" href="#_edn3">[iii]</a> problematische Teilnehmer dabei sein werden wie Yonas Endrias, der mit der „Islamischen Zeitung“ freundlich redete und sich 2009 gegen einen Boykott des antisemitischen und islamistischen Hetzfestivals, genannt Durban II-Konferenz, in Genf aussprach, wie tw24 berichtete. Dann ist da <a href="http://islam.de/7421.php">Naime Cakir</a> vom „Abrahamitischen Forum“ sowie vom „Kompetenzzentrum muslimischer Frauen“, die sich aggressiv gegen die Islam- und Kopftuchkritik von Necla Kelek oder Seyran Ates wendet und als Kritikerin oder Forscherin zu Antisemitismus noch nie in Erscheinung getreten ist. Cakir hat mit dem Abrahamitischen Forum und dem „<a href="http://www.interkultureller-rat.de/wp-content/uploads/11_07_07_BD_IKR_September_21.pdf">Interkulturellen Rat</a>“ eine Erklärung zum 11. September 2011 verfasst, worin sie sich dafür einsetzt, „das Miteinander zu verbessern sowie Fremdenfeindlichkeit und Rassismus, Antisemitismus, Muslimfeindlichkeit und Christenfeindschaft zu überwinden“. Schon diese groteske Verharmlosung des Antisemitismus in Deutschland, der mit herbei geredeter „Muslimfeindlichkeit“ und „Christenfeindschaft“ gleichgesetzt wird, ist auffallend.</p>
<p align="left"><img class="alignright" src="http://www.interkultureller-rat.de/wp-content/themes/ir/img/gen/logo_interkulturellerrat.jpg" alt="" width="260" height="80" /></p>
<p align="left">Damit wird der genozidale Charakter des Antisemitismus geleugnet und als bloße Ablehnung einer Religion (wie des Christentums oder des Islams) herunter dekliniert.</p>
<p align="left"> Wer waren eigentlich die Täter am 11. September 2001? Und wer waren die Opfer? Das Abrahamitische Forum und der Interkulturelle Rat schreiben:</p>
<blockquote>
<p align="left">  „Am 11. September 2011 erinnern wir uns an ein Ereignis, das mit menschenverachtender Gewalt die Welt verändert hat. Blutige Kriege und Anschläge waren eine Folge. Hunderttausende wurden weltweit zu Opfern von Gewalt, insbesondere Muslime in Afghanistan und Irak, aber auch Menschen in London, Madrid oder Istanbul. Bis heute dauern die damit verbundenen Menschenrechtsverletzungen an.“</p>
</blockquote>
<p align="left"> Wie bitte? Die einzige Gruppe von Menschen, die näher beschrieben wird, sind Muslime als Opfer! Viel absurder und geschichtsverfälschender geht es nicht. Muslime waren die Täter am 11. September. Sie ermordeten 3000 Menschen in New York City im World Trade Center, im Pentagon und vier entführten Flugzeugen.</p>
<p align="left"> In London, Madrid, Djerba waren Europäer, nicht-religiöse Menschen, Christen, Juden und andere Opfer – wiederum waren Muslime die Täter. Davon kein Wort vom interkulturellen Rat. Dass in Afghanistan und im Irak Muslime ermordet werden von anderen Muslimen, ist schrecklich; für den Interkulturellen Rat aber offenbar schlimmer als 9/11 oder die islamistisch motivierten Massenmorde in Madrid oder London, denn da waren Muslime kaum unter den Opfern. Auch hier wird nicht erwähnt, worum es geht: islamistische und jihadistische Muslime sind die Mörder dieser Tausenden von Opfern weltweit. Das verleugnen die Multikulti-Ideologen – eine intendierte Derealisierung.</p>
<p align="left"> Diese Art von „interreligiösem Dialog“, der Antisemitismus mit einer eingebildeten „Muslimfeindlichkeit“ oder „Christenfeindschaft“ in Deutschland auf eine Stufe stellt, ist kontraproduktiv und gefährlich. Antisemitismus wird als <em>spezifisches Phänomen</em> geleugnet. Daher wird Naime Cakir von der ZfA-Leiterin offenbar eingeladen. Inkompetenz zahlt sich aus.</p>
<p> So ist es also kein Zufall, dass kein einziger der Vorträge Ende Oktober auf der ZfA/EVZ/KIGA-Tagung „islamischen“ oder „arabischen“ Antisemitismus zum Thema hat. Natürlich werden auch nicht die brutalen und zum Mord an Juden aufrufenden Einträge von zumeist Deutsch-Türken auf dem Internet-Portal Facebook, wie sie am 31. Mai 2010 und die darauf folgenden Tage aus Anlaß der Aktionen des Terrorschiffes „Mavi Marmara“ zu Hunderten und Tausenden zu lesen waren, thematisiert, jedenfalls deutet kein einziges der Panel darauf hin. Diese Statements wurden fast immer mit richtigem Namen und mit Bild gepostet und zogen den Neid von Neonazis auf sich, da sich die NPD und autonome Nationalisten kaum so offenherzig mit Namen und Bild Pro-Hitler und Pro-Holocaust äußern und zum Mord an Juden aufrufen.</p>
<p>In der Ankündigung für die Tagung oder in den Titeln der Panels ist davon keine Rede. Dafür wird auf der Veranstaltung über „Die Bedeutung des Sozialraums für Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit (GMF)“ fabuliert und damit apriori Antisemitismus mit der „Abwertung Langzeitsarbeitsloser“ oder der Kritik am Islamismus („Islamophobie“) gleichgesetzt – denn so sieht es das federführend von dem Pädagogen Wilhelm Heitmeyer aus Bielefeldt konzipierte und mittlerweile aus zehn Komponenten bestehende Konzept „Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit (GMF)“ vor.</p>
<p><span style="color: #0000ff;">Darüber hinaus und ganz grundsätzlich</span> meint Schüler-Springorum zuletzt in mehreren Interviews, dass heutige „Islamfeindschaft“ sehr wohl mit Antisemitismus verglichen werden könne, und zwar z.B. mit jenem Anfang des 19. Jahrhunderts. Die „Jüdische Allgemeine“ Wochenzeitung schreibt dazu, ohne kritisch darauf zu reflektieren:</p>
<blockquote><p> „So sagt Schüler-Springorum etwa: ‚Man kann Antisemitismus und Islamfeindschaft miteinander vergleichen, weil dann ja auch die Unterschiede deutlich werden.‘ Parallelen zum Antisemitismus des frühen 19. Jahrhunderts sieht sie durchaus, aber für das späte 19. Jahrhundert verneint sie diese.“</p></blockquote>
<p>Was meint die neue Leiterin des ZfA mit „Parallelen“ des Antisemitismus und heutiger „Islamfeindschaft“? Ging es den Juden Anfang des 19. Jahrhunderts so wie den Muslimen in Deutschland heute?</p>
<p>Anfang des 19. Jahrhunderts mussten Juden konvertieren, wenn sie irgendeine Chance haben wollten – siehe als ein Beispiel den Schriftsteller Heinrich Heine, der sich 1825 taufen ließ, um das „Entréebillet“ in die „bürgerliche Gesellschaft“ zu bekommen.</p>
<p><img class="alignleft" title="Heinrich Heine" src="http://t1.gstatic.com/images?q=tbn:ANd9GcT2zo8VCNp1ONjSpOfI2JCma-Zqj_OAtvSbxwlBEYA_uOgeHtDurw" alt="" width="194" height="260" />Die ZfA-Leiterin stellt in den Raum, und die <a href="http://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/11219">Jüdische Allgemeine</a> oder auch der <a href="http://www.ksta.de/html/artikel/1313489003718.shtml">Kölner Stadtanzeiger</a> bieten den Platz dafür, dass heute Muslime eine Diskriminierung erfahren würden wie Juden um 1800 oder auch um 1825 herum. Das verharmlost und derealisiert den Antisemitismus Anfang des 19. Jahrhunderts und vernebelt vollkommen, wie gut es heute den Muslimen in Deutschland geht. Es ist also ein doppelt falsches Argument.</p>
<p>Zur Erinnerung: In den altdeutschen Liedern unter dem Titel „Des Knaben Wunderhorn“ popularisierten Clemens Brentano und Achim von Arnim zwischen 1806 und 1808 auch den antisemitischen Topos des „ewigen Juden“, Ahasver.</p>
<p>1811 hielt von Arnim eine der antisemitischsten Reden der deutschen Romantik („Über die Kennzeichen des Judentums“), worin er fantasierte, wie die Körper von Juden wohl reagierten, wenn man sie pulverisierte. Darauf wies im Jahr 1996 die Historikerin Susanna Moßmann in dem Band &#8220;Machtphantasie Deutschland&#8221; hin.</p>
<p><img class="alignleft" src="http://t2.gstatic.com/images?q=tbn:ANd9GcSYWexBi8xL0kbJPy2WuRRzvmywn7oYtOeCXY8P2p5Ss7b9mSP-" alt="" width="225" height="225" /></p>
<p>Von Arnim gründete 1811 die „Christlich-Deutsche Tischgesellschaft“<a title="" href="#_edn4">[iv]</a>, zu der Juden (getaufte wie nicht getaufte, sowie Nachkommen von getauften) keinen Zutritt hatten, was Saul Ascher scharf kritisierte.</p>
<p>Hinzu kommen der deutsche Nationalismus und die Propaganda für ein „deutsches Volkstum“ sowie der Antisemitismus von Turnvater Friedrich Ludwig Jahn und seinen Horden. Auch das ist in der Forschung seit langem ein wichtiges Thema. So hat Eleonore Sterling im Jahr 1956 darüber publiziert –„Judenhaß. Die Anfänge des politischen Antisemitismus in Deutschland (1815–1850)“ – und die Bedeutung von Jakob Fries, den Turnvereinen und den Burschenschaften betont. Es wird in Berlin derzeit in Fußballkreisen diskutiert, endlich den Ex-DDR-Jahnsportpark in Prenzlauer Berg umzubenennen.</p>
<p>Nicht zu vergessen das burschenschaftliche Wartburgfest von 1817, inklusive dem Verbrennen von Büchern von französischen und jüdischen Autoren.</p>
<p><img class="alignright" title="Bücherverbrennung auf dem Wartburgest 1817" src="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/de/thumb/5/55/Buecherverbrennung_Wartburg.jpg/260px-Buecherverbrennung_Wartburg.jpg" alt="" width="260" height="188" /></p>
<p>Sind Parallelen zur Situation von Muslimen heute zu erkennen, wenn ein schwäbischer Muslim wie Cem Özdemir Parteivorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen ist und Islamismuskritik als „Islamophobie“ diffamiert und sich der Hetze gegen Ralph Giordano und Henryk M. Broder, die beide mit dem Antisemiten Heinrich von Treitschke verglichen werden, aus der Feder des FAZ-Feuilleton-Chefs Patrick Bahners anschmiegt?</p>
<p>Die Historikerin Monika Richarz promovierte 1969 an der FU Berlin mit einer Arbeit über den „Eintritt der Juden in die akademische Welt“. Darin behandelt sie auch judenfeindliche Tendenzen Anfang des 19. Jahrhunderts, sie berichtet von einem „Taufzwang“ der Juden, wenn die irgend reüssieren wollten.</p>
<p>Dazu gibt es heute natürlich keine Parallele. Im Gegenteil, eher konvertieren in den letzten Jahren relativ viele Bürger in Deutschland zum Islam. Salafisten und andere rabiate Islamisten in der Bundesrepublik sind häufig Konvertiten.</p>
<p>Das Beispiel der Akademiker ist treffend: heute kann jeder Muslim Student, Doktorin, Doktorand, Post-Doc, Professor, Institutsleiter etc. werden. Juden hingegen hatten mit extrem heftigem, oft blutigem Antisemitismus zu kämpfen, zumal an den Universitäten Anfang des 19. Jahrhunderts, um das es hier geht.  <img class="aligncenter" src="http://t0.gstatic.com/images?q=tbn:ANd9GcQRPm2-8GYoWyQ7Qy9ewd_0zztR6vIsv75q3F7W1SmhnyeZJpSnfw" alt="" width="204" height="173" /></p>
<p>1822 wurde in Preußen der Ausschluss von Juden von „akademischen Lehr- und Schulämtern“ beschlossen, 1827 wurde verfügt, Juden dürften auch keine Apotheker mehr sein, wie die Sprachwissenschaftlerin Nicoline Hortzitz in ihrer 1988 publizierten Dissertation „Früh-Antisemitismus in Deutschland (1789–1871/72). Strukturelle Untersuchungen zu Wortschatz, Text und Argumentation“ herausarbeitete. 1819 gab es die antijüdischen „Hep-Hep-Krawalle“, insbesondere in Würzburg, Frankfurt, Hamburg, aber auch in anderen Orten. Die pro-jüdische Gesetzgebung unter der französischen Besatzung wurde wieder rückgängig gemacht.</p>
<p>Während Juden in Preußen ab 1827 keine Apotheker mehr sein durften, gibt es hingegen heute selbstverständlich migrantische und muslimische Apotheker in Deutschland. Manche sind sogar im „Palästinensischen Ärzte- und Apothekerverband“ organisiert, der im Oktober 2010 eine Veranstaltung mit dem international berüchtigten Antisemiten und Israelfeind Norman Finkelstein plante, wie die „<a href="http://www.antifa-neukoelln.net/archiv/582-gegen-antizionismus-und-geschichtsrevisionismus">autonome neuköllner antifa</a>“ berichtete und zu Gegenaktivitäten aufrief.</p>
<p>Heute haben Muslime wie anderen Migranten auch alle Bürgerrechte in Deutschland, viele wollen aber gar nicht die deutsche Staatsbürgerschaft und kapseln sich bewusst ab. Muslime werden nicht anders behandelt als andere Bürger des Landes. Völlig anders die Situation der Juden, hier am Beispiel des Anfangs des 19. Jahrhunderts. Die rechtliche Emanzipation der Juden dauerte im 19. Jahrhundert bis 1871, und auch das war nur eine formale Gleichstellung, de facto waren Juden aus Sicht der nicht-jüdischen Deutschen nie wirklich angekommen, gerade nicht Anfang des 19. Jahrhunderts.<a title="" href="#_edn5">[v]</a></p>
<p>Islamische Staaten wie der heutige Iran sind eine große Gefahr für die Menschheit. Wenn jetzt Forscherinnen insinuieren, dass es den Muslimen in Deutschland, Europa und der Welt in Teilen oder insgesamt so ginge wie den Juden Anfang des 19. Jahrhunderts, wird in den Raum gestellt, dass es damals etwas Ähnliches gegeben haben möge wie den Iran, die Hamas, oder die Muslimbrüder – von jüdischer Seite! Man muss diese These der ZfA-Leiterin nur logisch durchdenken, dann kommt man zu solchen Absurditäten.</p>
<p>Die größten Antisemiten und Islamisten wie der iranische Präsident Ahmadinejad bekommen Foren wie das Rednerpult der Vereinten Nationen, doch Forscher sprechen ernsthaft über „Islamfeindlichkeit“. Das kann man nur als realitätsgestört bezeichnen.</p>
<p>Juden waren seinerzeit eine unterdrückte Minderheit und in deutschen Landen <em>der</em> eingebildete und konstruierte Feind schlechthin. Heute gibt es dutzende Länder mit muslimischer Bevölkerungsmehrheit und mächtigen Militärapparaten. Islamisten hetzen gegen die westliche Welt, sie sind Täter und nicht Opfer. Islamisten propagieren Judenhass und ihren Wunsch nach Vertreibung und Vernichtung von Juden, während Juden schon Anfang des 19. Jahrhunderts Objekte waren für den Antisemitismus.</p>
<p>Heute sind viele Muslime fanatisiert und propagieren nicht nur die Scharia und schüchtern moderate Muslime ein, sie agitieren auch gegen den Westen: Staatsmänner wie der <a href="http://www.welt.de/debatte/kommentare/article13614042/Augen-auf-Herr-Bundespraesident.html">türkische Ministerpräsident Erdogan</a>, der iranische Präsident Ahmadinejad, sowie islamistische Vordenker wie Yusuf al-Qaradawi, der im Februar 2011 in Ägypten auf dem Kairoer Tahrir-Platz zum Marsch auf Jerusalem geblasen hat und damit die Wahrheit über den arabischen Frühling zum Ausdruck brachte.</p>
<p><img class="aligncenter" src="http://a1.sphotos.ak.fbcdn.net/hphotos-ak-ash4/311615_250487504992938_244401955601493_671391_2070271663_n.jpg" alt="" width="397" height="398" /></p>
<p>Das sind nur einige wenige Hinweise zur Kritik an der neuen, alten Leitung am Zentrum für Antisemitismusforschung (ZfA) an der Technischen Universität Berlin.</p>
<p>Die Palästinenser wollen unilateral einen eigenen Staat ausrufen, ohne direkte Verhandlungen mit Israel. Die Terrororganisation Hamas soll aufgewertet werden.</p>
<p><img class="alignleft" title="Gegen ein unilateral ausgerufenes Palästina" src="http://a3.sphotos.ak.fbcdn.net/hphotos-ak-ash4/s720x720/308557_236532869727544_106077032773129_635795_882174416_n.jpg" alt="" width="200" height="132" /><img class="alignright" src="http://www.tw24.net/wp-content/uploads/recognize.jpg" alt="" width="470" height="71" /></p>
<p>Es geht um Kritik am antizionistischen Antisemitismus, von anderen gegenwärtigen Formen des Antisemitismus wie der Blutbeschuldigung nicht zu schweigen. Die Analyse und Kritik des islamischen und arabischen Antisemitismus spielt heutzutage eine entscheidende Rolle.</p>
<p>Wer jedoch von einer Ähnlichkeit oder „Parallelität“ der Situation der Muslime heute und jener der Juden Anfang des 19. Jahrhunderts redet, argumentiert nicht nur politisch problematisch, vielmehr ahistorisch.</p>
<p>Anstatt der bekannten Programme von KIGA e.V., des ZfA, der EVZ et. al. über „Ausgrenzung“ (von Muslimen!), „Sozialraum“ und daraus abgeleiteten (womöglich teils auch antisemitischen) „Einstellungsmustern“, so die Ankündigung zur Tagung im Oktober, wären z.B. Nietzsche-Seminare, Religions-Aussteiger-Camps oder Ich-werfe-mein-Kopftuch-in-die-Spree-Aktionen<a title="" href="#_edn6">[vi]</a> doch einmal eine echte Alternative.</p>
<p><img class="aligncenter" src="http://t0.gstatic.com/images?q=tbn:ANd9GcTTShMJlSIjQSNNVlC4VNmABJh7hNYvz8PZAlOTSoJwJ9-PpcukkQ" alt="" width="168" height="224" /></p>
<p>Doch KIGA wie das ZfA und die große Stiftung EVZ gehen von Folgendem aus, wie die Tagungsankündigung schreibt:</p>
<blockquote><p> „Antisemitismus als gesellschaftliches Phänomen wird in der Wissenschaft, der Migrationsforschung und der Bildungspraxis intensiv diskutiert. Klar ist: <a href="http://www.stiftung-evz.de/w/files/tagungen/blickwinkel/110907_evz_programmflyer_digital.pdf">Antisemitismus ist kein spezifisches Problem ausgewählter Gruppen</a>.“</p></blockquote>
<p>Das ist gerade nicht klar. Eher soll offenbar von vornherein geleugnet werden, dass es heute einen spezifisch muslimischen und islamischen Antisemitismus gibt, und zwar auch in Deutschland. Manche Migranten bilden derzeit vor allem im öffentlichen Raum (neben gewissen Linken und den Neonazis) eine der größten Gruppen, die Antisemitismus und Israelhass verbreiten: auf Demonstrationen, Flugblättern, Kongressen, auf Facebook, auf Schulhöfen, bei Attacken auf jüdische Kindertanzgruppen wie in Hannover etc. etc. Vor diesem Hintergrund erscheinen auch die Projekte von KIGA fragwürdig, da sie die Jugendlichen dort abholen möchte, wo diese stehen: in Berlin-Kreuzberg am „Kottbusser Tor“<a title="" href="#_edn7">[vii]</a>; dass dabei der Antisemitismus von Muslimen bei den Projekten und Äußerungen der <a href="http://www.swr.de/swr2/programm/sendungen/wissen/-/id=8053374/property=download/nid=660374/b6kgdm/swr2-wissen-20110622.pdf">KIGA-Frontfrau</a> Anne Goldenbogen offenbar eher selten explizit auftaucht, fiel sogar dem Südwestrundfunk in einer Sendung im Juni 2011 auf.</p>
<p>Wo bleiben beispielsweise (kultur-) wissenschaftliche Untersuchungen zum  antizionistischen Antisemitismus vieler Muslime oder zu gegenwärtigen Formen des Antisemitismus wie der Blutbeschuldigung, die in türkischen Filmen oder ägyptischen TV-Serien propagiert wird?</p>
<p>Die Forschung sollte endlich aufhören, absurde, unwissenschaftliche Vergleiche anzustellen – egal ob nun die Situation von Juden Ende des 19. Jahrhunderts (Benz) oder Anfang des 19. Jahrhunderts (Schüler-Springorum) als Vergleichsmaßstab für die halluzinierte heutige „Islamfeindschaft“ herangezogen wird.</p>
<p>Die Forschung sollte sich mit der Realität befassen: (Antizionistischen) Antisemitismus gibt es in vielen Formen. Die muslimischen und arabischen Varianten sind derzeit die gefährlichsten.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<div><br clear="all" /></p>
<hr align="left" size="1" width="33%" />
<div>
<p><a title="" href="#_ednref1">[i]</a> Eine Ausstellung, die man <a href="../2009/09/07/arabophile-ausstellung/">übrigens</a> in anderer Hinsicht durchaus kritisch sehen kann.</p>
</div>
<div>
<p><a title="" href="#_ednref2">[ii]</a> In Kooperation mit dem Zentrum für Antisemitismusforschung, ZfA, der Kreuzberger Initiative gegen Antisemitismus KIGA e.V., sowie mit Unterstützung des Fritz-Bauer-Instituts aus Frankfurt am Main, und anderen Einrichtungen.</p>
</div>
<div>
<p><a title="" href="#_ednref3">[iii]</a> Laut PDF-Programmankündigung am <a href="http://www.stiftung-evz.de/w/files/tagungen/blickwinkel/110907_evz_programmflyer_digital.pdf">20.09.2011</a>.</p>
</div>
<div>
<p><a title="" href="#_ednref4">[iv]</a> Mitglieder waren unter anderem „Kleist, Adam Müller, Clausewitz, Fichte und Friedrich Karl von Savigny“, wie der Publizist Hans Schütz 1992 in einem Band über „Juden in der deutschen Literatur“ schrieb.</p>
</div>
<div>
<p><a title="" href="#_ednref5">[v]</a> Von der Einführung des code civil durch Napoleon zwischen 1806 und 1813 abgesehen, doch das war ja keine deutsche Leistung, sondern eine zivilisierte, französische.</p>
</div>
<div>
<p><a title="" href="#_ednref6">[vi]</a> Diese feministische Idee stammt von der Soziologin und Islamkritikerin Necla Kelek, sie schreibt darüber in ihrer Studie „Himmelsreise“ von 2010.</p>
</div>
<div>
<p><a title="" href="#_ednref7">[vii]</a> Mit einer Fotografie von dieser U-Bahn Station wirbt KIGA in Publikationen.</p>
<p>&nbsp;</p>
</div>
</div>
]]></content:encoded>
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		<title>Yale kills YIISA</title>
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		<pubDate>Wed, 08 Jun 2011 19:34:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[CLEMENS HENI: ANTISEMITISM IN AMERICA &#8211; YALE KILLS YIISA By  • Clemens Heni Published in: SPME Faculty Voices June 8, 2011 &#160; &#160; The Yale Initiative for the Interdisciplinary Study of Antisemitism (YIISA), established in 2006 as the first institute of &#8230; <a href="http://clemensheni.net/2011/06/08/yale-kills-yiisa/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div align="center">CLEMENS HENI: ANTISEMITISM IN AMERICA &#8211; YALE KILLS YIISA</div>
<div align="center">By <a href="http://www.spme.net/cgi-bin/speakers.cgi?ID=224"> • <strong>Clemens Heni</strong></a></div>
<table width="98%" border="0" cellspacing="0" cellpadding="2" align="center">
<tbody>
<tr>
<td>Published in: SPME Faculty Voices</td>
<td align="right">June 8, 2011</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>&nbsp;</p>
<div align="justify">
<p align="center"><img src="http://www.yale.edu/yiisa/resources/yale_arch_880.jpg" alt="" width="616" height="98" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>The Yale Initiative for the Interdisciplinary Study of Antisemitism (YIISA), established in 2006 as the first institute of its kind that dealt particularly with research on antisemitism was shut down by Yale University a few days ago. YIISA made a routine application for a five-year renewal of its status, which Yale University then denied.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Since 2005, even before the official establishment of YIISA, prominent scholars and publicists who are critical about new antisemitism, and Arab and Muslim anti-Semitism, appeared at Yale. A core element of YIISA’s activities focused on the Iranian threat, including an event with YIISA founder Charles Small and Wall Street Journal columnist Bret Stephens at 92Y in Manhattan in 2008.</p>
<p>YIISA had events on many other topics related to antisemitism, like the history of the Holocaust, Holocaust obfuscation and denial, among other forms of historical and contemporary antisemitism. Invited scholars included Paul Lawrence Rose, Deborah Lipstadt, Dina Porat, Michael Oren (meanwhile Israel’s ambassador to the US), Anne Bayefsky, Phyllis Chesler, Ruth Wisse, Richard Landes, Yossi Klein Halevi, Irvin Cotler, Gerald Steinberg, Jeffrey Herf, Hadassa Ben-Itto, Kenneth Marcus and Michael Walzer along with activists and public figures like ADL president Abe Foxman.</p>
<p>Even controversial scholars like German historian Wolfgang Benz, Yale’s Sheila Benhabib, or American philosopher Martha Nussbaum, none of whom are known as critics of Muslim antisemitism, were given a podium at YIISA. The program of YIISA was diverse.</p>
<p>YIISA became famous due to its outstanding criticism of new antisemitism. Usually academics in the US (like in Europe) do not focus on anti-Semitism unless it derives from Neonazis. Left antisemitism, progressive, Muslim, Arab and even Jewish antisemitism is beyond discussion on campus. Therefore seminars and lectures of famous historians and other scholars like Alan Dershowitz, Benny Morris, and Robert S. Wistrich gave YIISA an international credibility.</p>
<p>Yale, though, was also not impressed by the fact that three well known Muslim moderates were also part of YIISA’s program: lesbian Irshad Manji, German political scientist Bassam Tibi, and Bangladeshi Shoaib Choudhury. Taking this into account, the Yale decision to kill YIISA is also a decision against liberal or moderate Muslims who fight for an enlightened Islam, and a life without Sharia law, terror, and Islamic antisemitism.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Finally, in August 2010, there was a big international conference at YIISA, including over 100 presentations. Discussing Arab and Muslim antisemitism and supporting the Jewish state of Israel evoked hatred and bigotry from terrorist organizations like the PLO and bloggers, authors and no-name youngsters alike.</p>
<p>Yale’s action proves that criticism of antisemitism in the US and on campus is possible, as long as you are just dealing with Nazis and Neonazis, or right-wing Christians, promoting old-school antisemitism. The much bigger portion of academia and the public, liberal or progressive Christians, non-believers, Muslims, and others who are spreading new style antisemitism, anti-Zionism, and Israel hatred, remain untouched. This is the core argument of <a href="http://www.nypost.com/p/news/opinion/opedcolumnists/yale_latest_gift_to_anti_semitism_MVRL7G363U30EcMrxe15UM">ABBY WISSE SCHACHTER</a> , writing on June 6, 2011, in the New York Post:</p>
<p>„Yale University last week killed the Yale Initiative for the Interdisciplinary Study of Antisemitism &#8212; the only program of its kind in the country, an academically stellar one-stop anti-Semitism research shop. Worse, it almost certainly did so because YIISA refused to ignore the most virulent, genocidal and common form of Jew-hatred today: Muslim anti-Semitism.”</p>
<p>If one is analyzing the most dangerous form of contemporary antisemitism, you are censored, defamed, bullied, and finally thrown out from campus: highlighting Muslim and Arab antisemitism is taboo.</p>
<p>In that sense, American academe is like its counterpart in Europe.</p>
<p>Analyzing liberal and left hypocrisy, YIISA Associate Professor Neil Kressel, already showed in 1992 that progressives aim at antisemites as long as they are right-wing or Nazis. Antisemitism from the Third World or from minority groups, including the left, have never been a topic for mainstream scholars and journalists in the US. Contrary to fantasies about a powerful ‘Israel-Lobby’ in the US, antisemitism is very strong among the elites in America. The recent Yale decision is proof for this.</p>
<p>William Prusoff witnessed Nazi activities in New York City in the mid 1930s, including attacks on the shop of his father, and the marching of Pro-German activists on the streets with swastika and Nazi style antisemitic slogans. Bill fled with his family to Florida, he came back years later and was one of the most renowned pharmacologists in the US. Bill Prusoff was one of the leading figures behind YIISA, a sponsor from the very beginning. With a huge portion of humor and his always optimistic view on society, Bill told me and two friends about his life and experiences with antisemitism.</p>
<p><img title="Prof. Dr. William Prusoff" src="http://innovators.yale.edu/images/faculty/Prusoff.jpg" alt="" width="429" height="184" align="left" border="0" />In April 2011 <a href="http://www.nytimes.com/2011/04/07/health/research/07prusoff.html">William Prusoff</a> died, age 90.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>The Yale commission’s decision to shut down YIISA is a typical behavior for American academics, promoting anti-Zionism and rather Pro-Islamism, while attacking criticism of antisemitism and Islamism. If we look at public counter-intellectuals like Tony Judt, Norman Finkelstein, Noam Chomsky, Judith Butler, Daniel Boyarin, all those Institutes for Middle Eastern Studies, Islamic Studies, Area Studies (or Gender Studies, Philosophy etc. etc.), not to forget Obama’s and Edward Said’s ally Rashid Khalidi: hatred of Israel, anti-Zionism, along with affirmation, trivialization or downplaying of Muslim antisemitism, are conventional wisdom for many elites in the US, especially scholars in the related fields.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>In January 2009 there were rallies across the nation attacking Israel, but not Hamas and its Qassam rockets fired on Israel. In one of these rallies in New Haven some demonstrators had posters with “Israel Stop the Holocaust in Gaza”. This did not shock Yale University.</p>
<p>I was undercover in a church in downtown New Haven during the preparation of one of these anti-Israel rallies. Trotzkists, Maoists, Marxists, alongside with religious extremists, Islamists, Christians, and others focused on their common enemy: the Zionists!</p>
<p>We know this from Germany, most recently famous Protestant cleric Margot Kaessmann publicly said she prefers to pray for the Taliban instead of fighting or bombing them. This is the German way of love and peace with those who love death and destruction.</p>
<p><img src="http://www.yale.edu/yiisa/resources/charles_asher_small_duotone.gif" alt="CS" width="150" height="206" align="left" border="0" /><a href="http://www.yale.edu/yiisa/people/csmall.htm">Charles Small</a> is the founder of the Yale Initiative for the Interdisciplinary Study of Antisemitism (YIISA). His tireless engagement with YIISA was the force that made YIISA a famous institution among those who love democracy, Israel, America, and who are against bigotry, Sharia law, antisemitism and the cult of death, embraced by Islamism.</p>
<p>Charles was always soft in his tone, respecting the fact that YALE is a typical liberal institution of higher learning.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>American antisemitism remains an important topic for research. The decision by Yale to kill YIISA adds another chapter to this story. As late as in 2006 a liberal Canadian sociologist, Charles Asher Small, founded YIISA. Not even five years later the story ends (with a tiny exception of an institute on research on antisemitism in Bloomington, Indiana).</p>
<p>Analysis and criticism of Islamic antisemitism is as important as never before. Yale University intentionally destroyed its own institution which really gave Yale the spirit of being an important place for this world. Embracing universal law and fighting cultural relativism, YIISA was a beacon of democracy and the free world. This is no longer welcome.</p>
<p>As soon as Yale closes the doors of YIISA it will be &#8211; on another level, sure &#8211; as unimportant for criticism of the real threats to world peace (Islamic Jihad and Muslim antisemitism) as German universities like Humboldt-University Berlin, Free University Berlin, Technical University Berlin, like Columbia, or the University of California in LA, Berkeley, and elsewhere: just another place for postcolonialism, Area Studies, postorientalism, cultural relativism, Islamism (framed as „multiculturalism“ or “tolerance”), anti-Americanism, anti-Zionism (“criticism of Israel”) and the minimization of antisemitism.</p>
<p>Yale will be just another place for ignoring or even promoting Jew-hatred. YIISA made Yale a great place &#8211; but Yale obviously did not wish to rise to the challenge.. New Haven and Yale do not want to be a great place. Probably they do not even deserve it.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>YIISA did inspire an entire generation of young scholars to deal with antisemitism in a new, much more critical way we used to do in North America and Europe. Israel has of course the longest record of high-profile research on antisemitism.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>The idea to challenge academia from within, when it comes to antisemitism, will be among the life achievements of Charles Small.</p>
<p>Bill Prusoff did not witness the end of his dream of YIISA, as he died shortly before Yale’s decision. His dream is still alive and his and Charles’ idea of universalism has already spread around the world. Groups like British Muslims for Israel are indicating a new tendency in world history: moderate Muslims are waking up AND they get support in the West. No longer from Yale, though. However, at some point even Yale University will learn its lesson.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>The author, Dr. Clemens Heni, was among the first five Post-Doctoral Researchers at the Yale Initiative for the Interdisciplinary Study of Antisemitism (YIISA) in 2008 and 2009. In 2011 he established the Berlin International Center for the Study of Antisemitism (BICSA). In summer 2011 he will publish his groundbreaking 430 pages study on Schadenfreude. Islamic Studies and antisemitism in Germany after 9/11.</em></p>
</div>
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		<title>Antisemitismus in Amerika – YALE kills YIISA</title>
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		<pubDate>Wed, 08 Jun 2011 11:27:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Antisemitismus in Amerika &#8211; YALE kills YIISA Die Yale Initiative for the Interdisciplinary Study of Antisemitism (YIISA), das 2006 gegründete erste universitäre Institut für Antisemitismusforschung in Nordamerika, wird geschlossen. Das beschloss vor wenigen Tagen die YALE University, die einen eigentlich &#8230; <a href="http://clemensheni.net/2011/06/08/antisemitismus-in-amerika-%e2%80%93-yale-kills-yiisa/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h1 style="text-align:center;"></h1>
<h1 style="text-align:center;"><span style="color:#0000ff;">Antisemitismus in Amerika &#8211; YALE kills YIISA</span></h1>
<p><img class="alignleft" src="http://www.yale.edu/yiisa/resources/yale_arch_880.jpg" alt="" width="616" height="98" /></p>
<p>Die Yale Initiative for the Interdisciplinary Study of Antisemitism (YIISA), das 2006 gegründete erste universitäre Institut für Antisemitismusforschung in Nordamerika, wird geschlossen.</p>
<p>Das beschloss vor wenigen Tagen die YALE University, die einen eigentlich routinemäßigen Antrag auf Erneuerung des Institutsstatuts&#8217; von YIISA nach 5 Jahren abschlägig beschied.</p>
<p>Schon vor der offiziellen Gründung gab es bei YIISA seit 2005 Veranstaltungen mit vielen bekannten Wissenschaftlern und Kritikern des neuen Antisemitismus und vor allem des arabischen und islamischen Antisemitismus. Ein Schwerpunkt ist die Analyse der iranischen Gefahr. Es wurden auch andere Aspekte des Antisemitismus wie die Geschichte des Holocaust, die Trivialisierung des Holocaust, Holocaustleugnung und weitere Formen von Antisemitismus angesprochen. Eingeladen wurden Wissenschaftler wie Paul Lawrence Rose, Deborah Lipstadt, Dina Porat, Michael Oren (mittlerweile Botschafter Israels in USA), Anne Bayefsky, Ruth Wisse, Richard Landes, Yossi Klein Halevi, Irvin Cotler, Gerald Steinberg, Jeffrey Herf, Hadassa Ben-Itto, Kenneth Marcus oder Michael Walzer wie auch Aktivisten und bekannte Persönlichkeiten wie der Präsident der Anti Defamation League (ADL), Abe Foxman.</p>
<p>Selbst umstrittene Forscher, die sicher nicht in Verdacht stehen, muslimischen Antisemitismus zu thematisieren oder zu kritisieren, wie Wolfgang Benz, Sheila Benhabib oder Martha Nussbaum bekamen ein Podium. Das Programm von YIISA war also vielfältig.</p>
<p>Weltweit bekannt wurde YIISA aufgrund seiner Kritik am gegenwärtigen Antisemitismus. Es ist in USA wie Europa sehr ungewöhnlich an Universitäten Kritik an anderen Forschern und zumal Kritik am Antisemitismus von Muslimen und Arabern oder auch Linken zu üben. Vor diesem Hintergrund zählen die Vorträge und (teils nur für Institutsangehörige und Freunde durchgeführte) Seminare mit Forschern wie Alan Dershowitz, Benny Morris und Robert S. Wistrich zu den herausragenden Aktivitäten von YIISA.</p>
<p>Natürlich beeindruckt Antizionisten und mehr oder weniger pro-islamistische Forscher und Bürokraten in Yale die Tatsache überhaupt nicht, dass auch drei weltbekannte moderate Muslime wie die lesbische Autorin Irshad Manji, der deutsche Politologe Bassam Tibi oder der aus Bangladesch kommende Shoaib Choudhury in YIISA vortrugen.</p>
<p>Insofern ist die Entscheidung von Yale, YIISA zu zerstören, auch eine Entscheidung und klare Positionierung gegen diejenigen Muslime, die sich für einen aufgeklärten Islam und ein Leben ohne Scharia, Terror und islamischen Antisemitismus einsetzen.</p>
<p>Schließlich gab es im August 2010 eine internationale YIISA-Konferenz mit über 100 Vorträgen. Alleine die Thematisierung des arabischen und muslimischen Antisemitismus und die klare Positionierung für einen jüdischen Staat Israel rief natürlich die Agitation von Terrorgruppen wie der PLO (aus New York City) und antisemitischen Bloggern und Autoren auf den Plan. Das bekamen auch die ohnehin nicht israelfreundlichen Verantwortlichen in Yale mit.</p>
<p>Kritik am Antisemitismus ist in USA nur dann möglich, wenn christlicher oder neonazistischer Judenhass gemeint sind, schreibt ABBY WISSE SCHACHTER in der New York Post am 6. Juni 2011 in einem wütenden Artikel über das Ende von YIISA. Sie schreibt:</p>
<p style="padding-left:30px;">„Yale University last week killed the Yale Initiative for the Interdisciplinary Study of Antisemitism &#8212; the only program of its kind in the country, an academically stellar one-stop anti-Semitism research shop. Worse, it almost certainly did so because YIISA refused to ignore the most virulent, genocidal and common form of Jew-hatred today: Muslim anti-Semitism.”</p>
<p>Wer den heute gefährlichsten Antisemitismus thematisiert wird zensiert, diffamiert, gemobbt und schließlich vom Campus gejagt: Kritik am muslimischen Antisemitismus ist Tabu an Universitäten in USA. Darin ähnelt die universitäre Landschaft Amerikas jener Europas. Auf die Heuchelei der ‚progressives‘, also der Linken oder Linksliberalen, der ‚Gutmenschen‘, wies Neil Kressel, Associate Professor bei YIISA, schon 1992 in einem Artikel hin.</p>
<p>Seinerzeit setzte er amerikanisches Gerede von Multikulturalismus und Antiuniversalismus mit der Liebe von Martin Heidegger für den antiliberalen Nationalsozialismus in eine Reihe. Wie Neil bereits damals analysierte, sind Linke oder Liberale natürlich gegen den KuKluxKlan (KKK) in den USA, gegen Rassismus und gegen Pro-Nazismus. Sobald es jedoch um Antisemitismus von Linken oder Menschen aus der Dritten Welt geht, wird abgewiegelt, verharmlost und toleriert, dass sich die Antisemiten vor Lachen biegen.</p>
<p>Entgegen dem antisemitischen Fantasieren über eine starke Israel-Lobby in USA, ist Antisemitismus in Amerika weit verbreitet.</p>
<p style="text-align:center;"><img class="aligncenter" title="Prof. Dr. William Prusoff" src="http://innovators.yale.edu/images/faculty/Prusoff.jpg" alt="" width="582" height="250" /></p>
<p>William Prusoff musste erleben wie in den 1930er Jahren Nazis in New York City das Geschäft seines Vaters attackierten, auf der Straße mit Hakenkreuzen und Nazi-Uniformen marschierten und antisemitisch hetzten.</p>
<p>Bill floh als Teenager mit seiner Familie nach Florida. Später kehrte er in den Nordosten der USA zurück und wurde ein weltberühmter Pharmakologe. Er war einer der Initiatoren von YIISA, sein Leben lang war der Kampf gegen Antisemitismus für William Prusoff eine enorm wichtige Sache. Mit viel Humor und einem ernüchterten, gleichwohl immer optimistischen Blick auf das Leben, erzählte er mir und zwei Freunden in YALE aus seinem Leben. Im April 2011 starb William Prusoff im Alter von 90 Jahren. Er war in USA eine sehr bekannte Person, und in New Haven/Yale war sein Name ebenso mit YIISA verbunden. Die Kommissionsmitglieder der Yale University, die YIISA nun schließen möchten, präsentieren sich als typische Vertreter des amerikanischen Antizionismus und Pro-Islamismus, der an Universitäten herrscht.</p>
<p>Von Tony Judt, Norman Finkelstein, Noam Chomsky über Judith Butler, Daniel Boyarin, den Instituten für Middle Eastern Studies, Arabic und Islamic Studies, Area Studie (oder Gender Studies, Philosophy etc. etc.) bis hin zu Obamas Spezl Rashid Khalidi: Israelfeindschaft, Antizionismus, ein Verharmlosen oder Affirmieren des Islamismus sind common sense in Kreisen der selbst ernannten Progressiven, die doch in Wahrheit ein Echo des Reaktionärsten sind.</p>
<p>Die vom Frieden reden schweigen vom Krieg des Jihad gegen die freie Welt, Amerika, Israel und die Juden. Im Januar 2009 gab es in New Haven Demonstrationen von lokalen Muslimen und linken Extremisten, die vom „Holocaust in Gaza“ faselten. Dies schockierte die Yale University nicht, im Gegenteil: sie umarmen antisemitische Aktivisten, solange sie nicht offene Rechtsextremisten sind. Der amerikanische Antisemitismus kann natürlich auch von Christen ausgehen, nicht nur von erzkonservativen, auch und vor allem von ‚liberalen‘, welche ein offenes Ohr für ‚den anderen‘ haben, solange er kein Jude oder Zionist ist. Ich war undercover in einer solchen Kirche in downtown New Haven bei einem Vorbereitungstreffen für eine jener anti-Israel-Demos im Januar 2009.</p>
<p>Da trafen sich Trotzkisten, Maoisten, Marxisten, Islamisten, lokale Friedensaktivisten und Christen Arm in Arm Schawarma essend gegen den gemeinsamen Feind: die Zionisten! Christen, Islamisten und Linke vereint gegen Israel, das ist in Deutschland nicht anders, man denke nur an Margot Käßmann, den Evangelischen Kirchentag und das Beten für die Taliban.</p>
<p>Charles Small ist der Gründer der Yale Initiative for the Interdisciplinary Study of Antisemitism (YIISA).</p>
<p style="text-align:center;"><img class="aligncenter" title="Dr. Charles Asher Small" src="http://www.yale.edu/yiisa/resources/charles_asher_small_duotone.gif" alt="" width="150" height="206" /></p>
<p>Ohne seine unermüdliche Arbeit wäre YIISA nicht zu solchem Ruhm gelangt. Dabei musste er der Realität in Yale ins Auge sehen: Er war immer um einen moderaten, freundlichen, häufig eher zurückhaltenden Ton bemüht – er weiß welcher Ton den teils unfassbar arroganten sowie die Gefahr des Islamismus negierenden oder Antisemitismus („Israelkritik“) ganz offen umarmenden Akademikern der Ivy League gefällt.</p>
<p>Doch natürlich hat‘s nicht am Ton gelegen.</p>
<p>Das ist der Hintergrund vor dem das Ende von YIISA zu sehen ist. Antisemitismus in Amerika ist ein wichtiges Forschungsfeld. Durch diesen Beschluss der Yale University ist das Kapitel Antisemitismus in USA um ein großes Unterkapitel ‚reicher‘. Erst 2006 hat ein kanadischer Soziologe, Charles Small, YIISA gegründet.</p>
<p>Keine fünf Jahre später ist die universitäre Beschäftigung mit Antisemitismus in den USA (von einer kleinen Ausnahme in Bloomington, Indiana abgesehen) wieder zu Ende. Die Analyse und Kritik des islamischen Antisemitismus sind so wichtig wie nie zuvor.</p>
<p>Die Yale University zerstört mit YIISA die einzige Institution, die YALE zu einer weltweit relevanten Universität gemacht hatte, einer Einrichtung gegen Kulturrelativismus und für Universalismus.</p>
<p>Ab sofort ist Yale wieder so provinziell wie die Humboldt-Universität zu Berlin, wie Harvard, Columbia, die TU, die FU, die University of California in Los Angeles (UCLA) oder in Berkeley: ein Ort für Postkolonialismus, Area Studies, Postorientalismus, Kulturrelativismus, Antiuniversalismus, Islamismus („Multikulturalismus“, „Integration“, „Toleranz“), Antizionismus („Israelkritik“), Antiamerikanismus und das Verharmlosen von Judenhass (natürlich auf sprachlich galante Weise).</p>
<p>Die Idee, die hinter YIISA steht, lebt gleichwohl weiter: Das Problem sind antisemitische Wissenschaftler, nicht muslimische Gemüsehändler oder Schulabbrecher. YIISA hat eine ganze Generation von jungen Wissenschaftlern inspiriert, Kritik am Antisemitismus als zentrale Aufgabe zu sehen und nicht nur als Episode oder Stufe auf der Karriereleiter (was jedoch nicht für alle Fellows bei YIISA galt und gilt).</p>
<p>Die Idee, Kritik am antiisraelischen Wissenschaftsbetrieb gerade von innen, an den Universitäten selbst zu üben, ist der bleibende Verdienst von Charles Small. Bill Prusoff musste das Ende seines Traums eines Instituts für Antisemitismusforschung nicht mehr mit erleben. Auch seine Inspiration lebt weiter. Daran können ein paar Witzfiguren eines Committees der Yale University nichts ändern.</p>
<p>Provinzialität und reaktionäre, Kritik am muslimischen Antisemitismus diffamierende Aktivitäten wie dieser Beschluss von YALE stehen einem weltweit wachsenden Interesse an Universalismus und Anti-Islamismus und dem offensiven Eintreten für Israel (z.B. von den „<a href="http://www.britishmuslimsforisrael.com/BMFI/Welcome.html">British Muslims for Israel</a>“) entgegen. Irgendwann wird das auch Yale kapieren.</p>
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		<title>AFPC&#8217;s World Almanac of Islamism</title>
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		<pubDate>Tue, 26 Apr 2011 15:22:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[The American Foreign Policy Council (AFPC) in Washington D. C. is publishing the first World Almanac of Islamism All entries will be published in a book later this year, and most of the entries are also available online right now. &#8230; <a href="http://clemensheni.net/2011/04/26/afpcs-world-almanac-of-islamism/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>The American Foreign Policy Council (AFPC) in Washington D. C. is publishing the first <strong></strong></p>
<h1 style="text-align:center;"><strong>World Almanac of Islamism</strong></h1>
<p>All entries will be published in a book later this year, and most of the entries are also <a href="http://almanac.afpc.org/">available online</a> right now.</p>
<p><img class="aligncenter" src="http://www.afpc.org/img/logo2.jpg" alt="" width="648" height="96" /></p>
<p>I am honored to be among the contributors. I&#8217;ve written the entry about Islamism in Germany. Here a a few paragraphs, see the original <a href="http://almanac.afpc.org/Germany">here</a>:</p>
<h2>Germany</h2>
<p>&#8220;<em>Islamism in Germany has deep roots, stretching back to a symbiosis between the German state and radical religious elements during the First World War. These ties endured during the Second World War, fueled by the Third Reich’s close ties to the Grand-Mufti of Jerusalem, Haj Amin al-Hussaini, and throughout the decades of the Cold War against the Soviet Union, before emerging to challenge the stability of the Federal Republic in the post-Cold War era.&#8221;</em></p>
<p>(&#8230;)</p>
<p>&#8220;There exists considerable ideological and operational difference between lawful Islamism, which seeks the gradual imposition of <em>sharia </em>(Islamic law), and violent <em>jihad</em>, which is aimed at the overthrow of the established state. In Germany, Islamism of the lawful variant predominates, although instances of <em>jihadi </em>activity have been documented as well. As of 2009, Germany’s internal security service, the Federal Office for the Protection of the Constitution (<em>Verfassungsschutzbericht</em>), estimated that some 29 Islamist organizations with a total of 36,270 members were active within the country.2&#8243;</p>
<p>(&#8230;)</p>
<p>&#8220;Since 9/11, and particularly over the past several years, political Islam has become a major topic of public debate in Germany. The wearing of the headscarf, honor killings, forced marriages, and support for terrorism and anti-Zionist activity are among the main topics of discussion surrounding both Islam and Islamism. Yet many newspapers, researchers, and politicians, as well as the general public at large, remain reluctant to deal with these issues. Those political groups or parties which express their opposition to political Islam do so out of ideological and/or racist grounds, rather than as a result of careful analysis of specific elements of political Islam. Likewise, many groups opposed to Islam are also against other foreigners (as well as those considered to be not “German” enough).</p>
<p>Nevertheless, a tiny but growing number of public intellectuals, scholars, activists, authors, and journalists have emerged publicly as critics of Islamism in recent years. These individuals have faced resistance on the public policy front. Some institutions, like the Berlin Center for Research on Antisemitism (ZfA),<sup>41  </sup>have equated any meaningful criticism of Islam with anti-Semitism, often framed as “Islamophobia.”<sup>42</sup>  Many journalists and mainstream scholars even compare or equate Islamist preachers of hate with pro-Western scholars, writers or activists,<sup>43  </sup>and reject any military response to Islamism or Islamic <em>jihad</em>.<sup>44  </sup>Most instead portray Islam as harmless or interesting, and look uncritically upon figures like leading Sunni Islamist Yusuf al-Qaradawi.<sup>45 </sup>&#8221;</p>
<p>(&#8230;)</p>
<p>&#8220;The grand <em>mufti </em>of Jerusalem, Haj Amin al-Hussaini, was welcomed by Adolf Hitler, financially supported by the Nazi regime, and used Germany as a base from which to communicate anti-Jewish propaganda into the Middle East.<sup>47  </sup>After 1945, Islam was used both by the Federal Republic of Germany and the U.S. (via the CIA) as a tool against the Soviet Union and its allies during the Cold War.<sup>48  </sup>As part of this effort, Gerhard von Mende, a former Nazi in the “Ostministerium” (department of Eastern affairs), engaged the services of Muslims like Nurredin Nakibhodscha Namangani, a former <em>imam </em>for the Nazi Schutzstaffel (SS). In 1958, Namangani began a “Mosque Construction Commission” in Munich, which became the starting point for political Islam in post-war Germany (if not the whole of Europe). From the start, however, it was clear—given the ideologies and past histories of those Islamists and their German allies—that anti-Semitism and anti-Western thought would become staples of the ideology thereby promoted. &#8221;</p>
<p>(&#8230;)</p>
<p>&#8220;Still, there are signs of a growing awareness of Islamic radicalism among government officials. On November 17, 2010, for example, former German Interior Minister Thomas de Maiziére warned publicly that Islamic <em>jihadists </em>were on their way to the country with the intent of committing a terrorist attack.<sup>61  </sup>His successor, Hans-Peter Friedrich, has gone further, announcing in March 2011 that he intends to hold a “prevention conference” dealing with Islamism and Islamic Jihad in Berlin in 2011.<sup>62  </sup>This marks the first time that the German government has engaged the country’s Muslim community in a joint effort to combat Islamism. The prospects for such a union, however, are far from certain, as most of the Muslim organizations participating in the state’s official “Islam conference” have rejected the outreach.&#8221;</p>
<p>Read the entire entry on the page of the American Foreign Policy Council&#8217;s <a href="http://almanac.afpc.org/Germany">World Alamanc of Islamism</a>.</p>
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