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Kinderfetisch und innere Leere: Benutzt doch einfach eine Frau als Inkubator!

Von Dr. phil. Clemens Heni, Politik- und Kulturwissenschaftler, Heidelberg

Bekanntlich ist in vielen migrantischen Milieus der Kinder- und Familienfetisch sehr weit verbreitet. Da wird sich dann über Deutsche oder „Almans“ lustig gemacht, die angeblich weniger Kinder fixiert seien. Doch auch sonst ist in Deutschland der Kinderfetisch trotz sinkender Geburtenraten weiterhin extrem verbreitet. Die Mutterkreuz-Ideologie der Nationalsozialisten wirkt bis heute nach. Sie wirkt auch speziell bei Schwulen und wer meint, es sei irgendwie dissident, schwul oder lesbisch zu sein, irrt seit Jahrzehnten gewaltig. Diese Leute wollen fast immer das gleiche 08/15-Leben wir ihre heterosexuellen Nachbar:innen, Eltern, Freund:innen.

Besonders aktiv sind links-liberale Medien wie die taz beim Promoten der Leihmutterschaft. Ohne mit der Wimper zu zucken, wird da Propaganda für Menschen gemacht, die 180.000 Dollar für das erste, und 200.000 Dollar für das zweite Kind ausgeben. Hört sich menschenverachtend an? Sicher, das ist es auch, Menschen als Ware. Im dem taz-Interview wird auch völlig ernsthaft und wie selbstverständlich der Kauf einer Wohnung – sagen wir für 380.000 Dollar – mit dem Kauf zweier Kinder auf eine Stufe gestellt. Wenn Sie das nicht glauben, lesen sie dieses taz-Interview, das nur pars pro toto für Millionen ganz normaler Deutscher und anderer in diesem Land steht.

Von Menschenwürde ist da keine Rede mehr. Es geht um das Heranzüchten von Kindern. Künstlich. Im Reagenzglas und dann im Körper einer sorgfältig ausgewählten Frau, die ihren Körper – verkauft. Weil das Patriarchat ihr die Möglichkeit gibt und es nicht überall verboten ist, zum Beispiel im kapitalistischen und ehedem Hippie-Mega-Paradies Kalifornien ist es erlaubt.

Die altruistische Variante der Leihutterschaft gehorcht dem gleichen Prinzip. Die Frau als Inkubator. Neun Monate lang, jeden Tag. Und ganz prinzipiell.

Es geht um die innere Leere von Menschen, die diese Leere mit einem Kind auffüllen wollen und dazu, ganz wichtig, das eigene Erbgut aggressiv der Welt aufdrücken wollen. Es wird immer vorgeschoben, wie kompliziert Adoptionen seien.

Warum wollen so viele weiterhin Kinder? Warum? Weil wir ja in der „Zeitenwende“ leben, 100 Milliarden und mehr für das Kriegsministerium sollen in Zukunft allein in der BRD ausgegeben werden. Kinder werden im Krieg sterben, als Zivilisten oder Soldaten. Also braucht es neue Kinder, früher hieß es Kanonenfutter, heute Drohnenfutter oder Laserstrahlfutter.

Und natürlich basiert die kapitalistische Warenvergesellschaftung auf Konsument:innen. Und wer schon selbst als Ware gezeugt wurde, wird später sicher auch die ganze Welt als nichts denn als Ware sehen. Ganz so wie Elon Musk und die Neue Rechte. Aber frappierend ist, dass die angeblich Nicht-Rechten oder die Liberalen und Pseudo-Linken da aggressiv mitmachen, vorneweg Schwule und Lesben.

Frauen werden benutzt, um ihren Körper für andere bereitzustellen, ähnlich wie in der Prostitution, nur noch einige Runden perfider.

Und doch ist es auch die taz, die in einem der wenigen kritischen Texte – von Chantalle El Helou – klar macht, warum das mit der Leihmutterschaft eine Ungeheuerlichkeit ist:

Dieser Wunsch mag in der Organisation unserer Gesellschaft angelegt sein, es macht jedoch einen faktischen Unterschied im Leben von Frauen, wieweit sich die Möglichkeit ihrer potenziellen Ausbeutung staatlich legitimiert vervielfältigt, wie viele Bereiche des Lebens von Ausbeutung erfasst werden können. Nicht mehr nur die Arbeitskraft, sondern die Stofflichkeit des Körpers selbst – und das neue Leben, das ein weiblicher Körper hervorbringt – stehen potenziell zum Verkauf.

So ist die Antwort sowohl an homosexuell als auch heterosexuell unfreiwillig Kinderlose: Es gibt kein Recht auf ein Kind und keins auf die Benutzung des Körpers eines anderen Menschen. Ja, die Möglichkeiten des eigenen Körpers sind begrenzt. Es kann aber ein dieser Einsicht entsprechender Umgang gefunden werden: Get over it.

Kinderfreies Leben ist die Alternative zu diesem Fetisch, den alle anbeten: sich selbst und den Nachwuchs.

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