Wissenschaft und Publizistik als Kritik

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Kein Unterschied von 1710 bis heute: Wenn Sie keinen triftigen „Anlass“ haben, zu denken, zu atmen und zu leben – dann lassen Sie es bitte (sagt die Universitäts-Bibliothek)

Von Dr. phil. Clemens Heni, 25. Mai 2021

Es hat sich seit der Pest von Regensburg im Jahr 1713 kaum etwas geändert in deutschen Landen. Zwar gibt es heute keine „Schnellgalgen“ mehr wie 1679 in Wien bei einem Pestausbruch und es werden keine Juden mehr für die Pest verantwortlich gemacht wie 1713 in Regensburg (abgesehen von der neo-nazistischen oder islamistischen Hetze gleich im März 2020 gegen Juden sowie Israel, die Corona absichtlich herbeigeführt hätten bzw. die personifizierte Pest seien), doch die staatliche Reaktion ist fast exakt die gleiche: Stigmatisierung, Einsperren, Quarantäne anordnen und Angst verbreiten.

Das ist das Thema eines faszinierenden Aufsatzes des Medizinsoziologen und späteren Professors für Sozialwesen an der Universität Kassel, Gerd Göckenjan, aus dem Jahr 1988. Auf dieses „Kursbuch“ wies mich ein weiterer Leser meines Blogs hin.

Früher wäre ich nach einem solchen Hinweis noch abends gegen 23 Uhr in die Humboldt-Universität zu Berlin geradelt (von Tempelhof keine 10 km), deren Grimm-Zentrum bis Mitternacht offen hatte und wo die meisten sozial- und geisteswissenschaftlichen Zeitschriften im Freihandmagazin jederzeit zugänglich sind. Dort hätte ich die Bände im zweiten Obergeschoss locker gefunden, ich kenn mich dort noch deutlich besser aus als in der jüngeren Campus-Bibliothek der FU Berlin, die besonders antiintellektuell, wissenschaftsfeindlich und medizinisch nicht evidenzbasiert ihre Schließung begründet:

Die Kernaussage ist Folgende:

Wir bitten von Besuchen ohne Anlass Abstand zu nehmen.

Eine absurdere „Begründung“ kann es für eine wissenschaftliche Einrichtung gar nicht geben. Wer in eine Bibliothek geht, hat einen Anlass – Forschung, die Wissenschaft kontaktieren, Menschen treffen, denken. Doch in den a-sozialsten Zeiten seit 1945 ist das kein „Anlass“. Da die Bibliotheken also de facto zu sind, musste ich mir den Band antiquarisch bestellen (in meiner kleinen Privatbibliothek stehen nicht alle Kursbücher).

Aus solchen Sätzen wie von der FU Berlin spricht die größte Menschen- und Wissenschaftsverachtung – seit 1945. Denn 17.000 Männer und Frauen in Kraft-durch-Freude-VOLKSwagen-Fabriken, oder bei Mercedes, bei BMW, Audi etc. – das ist ein „Anlass“, da darf man in die Fabrik, oder zu Heckler & Koch nach Oberndorf am Neckar im fleißigen Ländle paar Maschinengewehre bauen, die dann über Umwege oder direkt in den Irak ins Kriegsgebiet oder zur islamistisch-antisemitischen Hamas und dem Islamischen Staat gelangen:

In den Siebzigerjahren des vorigen Jahrhunderts ermordete die Rote Armee Fraktion Generalbundesanwalt mit einem HK43-Gewehr, im Logo leuchtete die MP5 – gleichsam von Heckler & Koch. Der Sendero Luminoso in Peru, die FARC in Kolumbien, der militärische Arm der PKK in Türkisch-Kurdistan, die sunnitisch-islamistische Palästinenserorganisation Hamas, Al Quaida in Pakistan, Taliban in Afghanistan – sie alle schossen oder schießen mit der MP5 oder dem Schnellfeuergewehr G3, entwickelt von Heckler & Koch.

Im August 2014 haben Bundeskanzlerin Merkel und vier Minister von CDU/CSU und SPD in interner Runde entschieden, 16.000 G3- und G36-Sturmgewehre aus Beständen der Bundeswehr mit 6.000.000 Schuss Munition, 40 MG3-Maschinengewehre mit 1.000.000 Schuss Munition, 8.000 P1-Pistolen mit 1.000.000 Schuss Munition, 30 Panzerabwehrwaffen MILAN mit 500 Lenkflugkörpern, 200 Panzerfäuste-3 mit 2.500 Patronen, 40 Schwere Panzerfäuste mit 1.000 Patronen, 100 Signalpistolen mit 4.000 Patronen sowie 10.000 Handgranaten in das Bürgerkriegsland Irak auszuliefern.

Solche Einrichtungen wie Fabriken von Heckler & Koch haben also immer einen guten „Anlass“ geöffnet zu sein. Eine Bibliothek wie die HU Berlin oder die Campus-Bibliothek der FU Berlin haben solche Gründe nicht. Das zeigt den ganzen Irrsinn, die Kultur- und Wissenschaftsverachtung, für die Merkel nur exemplarisch steht – und für die Perfidie und den affirmativ-kapitalistischen Zug der gesamten Coronapolitik. Ginge es um Gesundheit, müsste jede Kriegsfabrik geschlossen werden, ob mit oder ohne Corona. Doch das wird sie nicht, also lügt jede Kanzlerin, wenn sie behauptet, es ginge ihr um die Gesundheit. Es geht um Krieg, um Kapitalismus, ums Geschäft und nicht um die Menschen, die oben zitierten Zahlen zeigen das.

Es gibt auch aktuell wieder große Hochzeitsfeiern – vor allem bei Rüstungsfirmen in Thüringen:

“Standardgewehr” oder gar “Braut des Soldaten”: Nach einem jahrelangen Auswahlverfahren steht die künftige Bewaffnung der deutschen Soldaten praktisch fest. Die Thüringer Waffenschmiede C.G. Haenel – Neugründung einer Suhler Traditionsfabrik und als kleinerer Außenseiter in das Rennen gestartet – soll das neue Sturmgewehr liefern. (…) Heckler & Koch ist Hersteller des aktuellen Sturmgewehrs G36. Und um das hatte es in den zurückliegenden Jahren einigen Wirbel gegeben, der sich um die Treffgenauigkeit unter Extrembedingungen drehte – dem hochintensiven Feuerkampf mit langen Schussfolgen oder auch bei klimatischen Spitzen. Verteidigungsministerin von der Leyen verkündete 2015, „dass das G36, so wie es heute konstruiert ist, keine Zukunft in der Bundeswehr hat“. (Herv. CH)

Mit der Pest von 1347-51 wurde die Lepra als größte Plage abgelöst, so der Kursbuch-Autor. Allerhand Mythos rankte sich um die Pest, Glockenläuten oder Kräuterabsude sollten sie vertreiben, die Pest, was dazu führte, dass der Gestank und die kirchliche Panik die Angst riech- und hörbar machten. Schon damals eine inszenierte Panik, obwohl ja die Leute sahen, dass sehr viele, bis zu 30 Prozent eines Dorfes oder einer Stadt in Europa, starben.

Folgendes im Text von Göckenjan hört sich an wie ein Bericht über einige ZeroCovid-Protagonist*innen und deren Epigon*innen beziehungsweise klammheimlichen Fans in den Bundes- und den Landesregierungungen – also ein Bericht über die Folgen des Lockdowns im Globalen Süden und in Teilen auch hierzulande:

Oder es wird kritisiert, daß die öffentlichen Pestmaßnahmen während einer Epidemie die Auswirkungen der Krankheit potenzieren, statt sie einzuschränken. Quarantäne-Maßnahmen wie das Einschließen der Infizierten in ihren Häusern und das Schließen der Stadttore erreichen, daß jeder, der erkrankt, auch stirbt, weil keine ausreichende Lebensmittelversorgung bzw. medizinische Pflege organisiert werden kann. Dazu bricht aller Verkehr zusammen, und gerade die Armen, ohnehin die Hauptbetroffenen einer Epidemie, sind ohne Arbeit, Geld und Ernährungsmöglichkeiten. So ist es kein Wunder, daß es zu Chaos und jeder Art Verletzung von Eigentum kommt (z.B. Stöckel 1710).

Bei der Lepra wurde mitunter, da ja der „Grund“ für die Krankheit mysteriös blieb, beliebig gesucht und gefunden, was sich ein Mensch zu Schulden habe kommen lassen, auch das erinnert an die heutigen ach-so-aufgeklärten Deutschen, die – wie in Hamburg, wir erinnern uns – mit Motorgeheul und brutalem Losrasen, das lebensgefährlich war, einen jungen Mann in einem Park verfolgte, der einen Anderen, den Anderen schlechthin in diesem Fall, abklatschte, berührte, und das auch noch im Freien:

Der Aussätzige ist die Repräsentation des sündigen Menschen, die ‚Ursache‘ des Aussatzes ist folglich alles, was strafwürdig schien: üble Nachrede, Götzendienst, Blutschande, Meineid, Hochmut, Neid, Schlemmerei und Trunksucht, Wollust usw.

‚Er fiel durch Gottes Gebot von der Höhe seines Ansehens in ein erniedrigendes Leiden: ihn ergriff der Aussatz. Als man die schwere Züchtigung Gottes an ihm an seinem Leibe gewahr wurde, da wurde er Männern und Frauen widerwärtig‘, so heißt es im Armen Heinrich von Hartmann von Aue (um 1200). Hier ist die Strafe der Beweis für eher geringfügig erscheinende Verfehlungen: für Selbstbewußtsein, Innerweltlichkeit, Lebenslust.

Schon damals gab es offenbar noch zu wenig Angst vor der Krankheit, die Panik wurde auch damals geschürt, auch das erinnert an die Corona-Politik von Johnson bis Macron und Merkel („Invisible killer“, „Wir sind im Krieg“ oder „Nehmen Sie es ernst“):

Die Quarantäne-Maßnahmen müssen häufig durchgesetzt werden, weil die Leute nicht genug Angst vor Infektionen haben. Offenbar sind es erst die Pest-Inszenierungen, die wirklich Furcht und Schrecken verbreiten. Der Terror beginnt nicht mit der Pest, sondern mit den Maßnahmen gegen sie, mit dem Verbot ehrlicher Beerdigungen, mit dem Schließen von infizierten Häusern, ‚als ein Grab derer Lebendigen‘, oder mit dem Abtransport Pestkranker in die Spitäler, die Sterbehäuser sind, meist ohne wirkliche Pflege und medizinische Versorgung; am Ende steht sogar das Verbot öffentlicher Gottesdienste.

Das „sogar“ lässt einem heute das Blut in den Adern gefrieren, da bei der vergleichsweise läppischen Dimension – verglichen mit der Pest, 30 Prozent der Bevölkerung starben, bei Corona viel weniger als 0,1 Prozent – von Covid-19 fast überall die Kirchen, Moscheen, Synagogen und sonstigen Gotteshäuser geschlossen wurden.

Und auch dieses letzte Zitat aus dem Text von Gerd Göckenjan ist aufschlussreich, denn wer hat nicht schon panikzerfressene Leute gesehen, mit zerfurchten, ja in Schockstarre befindlichen ‚Gesichtern‘, wenn ein Mensch ohne Maske, lachend oder lächelnd gar, ihnen zu nahe kam:

Auch die Ansteckung durch Ansehen und der Tod durch Erschrecken ist ein typischer literarischer Topos (…).

 

Wird in Holland ein gesunder Mensch als gesund betrachtet, ganz anders wie im totalitären Deutschland?

Von Dr. phil. Clemens Heni, 24. Mai 2021

Diese Frage stellt sich, wer sich die aktuellen Corona-Regeln der niederländischen Regierung anschaut. Demnach wird nur getestet, wer das will und wer Symptome hat. Weder beim Besuch eines Restaurants oder Cafés, noch beim Shoppen in Läden oder beim Frisör (alte Menschen gehen mitunter zum Frisör; ich persönlich ging die letzten 30 Jahre einmal zum Frisör, andere eventuell öfter) braucht es einen C-Test. In Deutschland ist das bekanntlich alles totalitärer. In Holland kann (!) sich testen lassen, wer Symptome hat – wie das früher (die Älteren erinnern sich) auch war, also nicht per Test, aber man konnte zum Arzt gehen, wenn man Symptome hatte, egal was für welche. Heute muss man den Wahnsinnigen von Weil bis Seibert, Klabauterbach, Drosten, Söder und Kretschmann beweisen, dass man NICHT krank ist. Das ist der totalitärste Vorgang in der Public Health in einer Demokratie aller Zeiten. Totalitäre Monster, neben der Politik gehören dazu die Medien oder Kampagnen wie ZeroCovid (Ehrenvorsitzende ist de facto Merkel), haben das Unschuldsprinzip umgekehrt: JEDER ist potentiell ’schuld‘ und ‚krank‘ und muss das Gegenteil beweisen.

Für Jurist*innen in einer Demokratie wäre das bislang undenkbar gewesen. Bislang hätte ein Restaurant beweisen müssen, dass ein Gast unter dem T-Shirt eine Kalaschnikov trägt, in den Socken Nachlademunition und ein Messer versteckt hat und somit potentiell eine Gefahr für die anderen Gäste oder den Wirt sein könnte. Heutzutage wird grundsätzlich von JEDEM Gast verlangt, sich nackt auszuziehen, damit der Wirt oder die Wirtin sieht, dass da keine Kalaschnikov unterm Hend baumelt. Sie sehen den Wahnwitz? Das ist der pandemic turn.

In Holland scheint das zumindest aktuell etwas anders zu sein, testen nur bei Symptomen, Restaurants sind von 6 bis 20 Uhr geöffnet, ohne jeden Test:

Deutschland verweigert also allen Bürger*innen elementare Menschenrechte, wie das Recht, sich frei zu bewegen, frei zu versammeln oder zum Frisör zu gehen. Wer heute zum Frisör möchte, geht das Risiko ein, 14 Tage ins Corona-Gefängnis zu gelangen, Quarantäne ohne Hofgang.

Was für Tests wirklich wichtig wären, wären Tests auf Long-Lockdown, eine Krankheit, die unendlich gefährlicher und verbreiterter ist als Long Covid:

Wer z.B. psychische Erschöpfung, Alleinsein, Angstzustände, Panikattacken, Unwohlsein, Sprachverlust, Verlust des Gefühls, in Gruppen Sport oder Musik zu machen, Unfähigkeit anderen Menschen ins komplett nackte Gesicht zu schauen, Angst vor Berührung oder Ohnmachtsgefühle spürt, sollte sich testen lassen dürfen. Wenn mehr als 100 Menschen pro 100.000 Einwohner positiv getestet sind, müssen alle C-Maßnahmen notfalls mit der Bundeswehr beendet werden. Wenn Sie in Ihrem Bekannten- und Freundeskreis acht von zehn Menschen mit solchen Symptomen haben, leben Sie in einem Hotspot, der zur Wiedereröffnung der Demokratie führen müsste – lebten wir in einer Demokratie.

 

New York Times kritisiert falsche CDC-Zahlen wegen Masken im Freien oder: Wie man Zahlen falsch kontextualisiert (Haifisch-Angriffe)

Von Dr. phil. Clemens Heni, 23. Mai 2021

Es ist völlig richtig, wenn man sagt:

Weniger als 20.000 Menschen werden pro Jahr von einem Haifisch angegriffen.

Es ist aber eine völlig absurde Zahl, denn 2020 wurden z.B. nur 129 Menschen von Haien angegriffen, weltweit. Darauf weist die New York Times in einem Briefing am 11. Mai 2021 hin, auf das mich ein weiterer Leser meines Blogs hinwies. Denn die Zahl von angeblichen 10 Prozent aller „Ansteckungen“ (was immer das heißt) mit SARS-CoV-2, die im Freien stattfänden, ist komplett falsch. Doch nur wegen solchen Panikzahlen gibt es Menschen, die so blöd und eingeschüchtert sind und im Freien Masken tragen (in Spanien sogar überall Pflicht, auch wenn sich längst nicht alle daran halten).

Nur stimmt die Zahl eben nicht, die das CDC (Centers for Disease Control and Prevention) im üblichen Panikduktus, der nicht evidenzbasiert ist, propagiert. Die New York Times zitiert eine Stellungnahme des CDC, die gerade nicht wissenschaftlich ist und auf die evidenzbasierte Kritik der New York Times überhaupt nicht eingeht.

Laut aktueller epidemiologischer Forschung liegt die Verbreitung von SARS-CoV-2 im Freien deutlich unter einem Prozent, vermutlich sogar unter 0,1. Das ist auch eine Message eines TV-Berichts, der sich an der Times orientiert. Nach dem New York Times Report gab es im Mainstream-Fernsehen einen Bericht auf CBSNews mit der Immunologin Dr. Neeta Ogden, die sich ebenso gegen diese falschen Zahlen des CDC ausspricht und das CDC auffordert, diese endlich zu korrigieren:

Das ist allerdings nur ein Teil dieses ansonsten nicht evidenzbasierten TV-Berichts, da es danach um das Impfen von Kindern geht, was die Medizinerin ohne jeden Vorbehalt propagiert, ohne zu sagen, dass so gut wie kein Kind an Covid-19 starb. Sie fantasiert eine große Gefahr herbei, dabei sind offiziell nur ca. 300 Kinder und Jugendliche unter 19 „an“ oder doch nur „mit“ Covid-19 gestorben (in Deutschland liegt die Zahl bekanntlich bei 4 und in Schweden die Zahl der verstorbenen Schulkinder bei Null, was es unwahrscheinlich macht, dass in den USA fast 300 Kinder und Jugendliche starben, aber selbst diese Zahl ist gering).

Denn was wäre das prozentual ? Das sind 0,000375 Prozent aller Kinder und Jugendlichen unter 19 Jahren in den USA, wo ca. 80 Millionen Kinder und Jugendliche unter 19 Jahren leben. Die Wahrscheinlichkeit von einem Kind oder Jugendlichen in den USA an Corona zu sterben, ist also äußerst gering: 1: 266.000, eines von Zweihundertsechsundsechzigtausend Kindern oder Jugendlichen starb in den USA „an“ oder „mit“ Corona (so die offizielle Zahl, Vorerkrankungen nicht angegeben). Das ist wie immer in jedem einzelnen Fall traurig, aber welcher seriöse, rational abwägende Mensch will eine Impfpflicht (darum geht es, viele Universitäten in den USA planen das für das nächste akademische Jahr) für Kinder oder Jugendliche, wenn ein Kind bzw. ein Jugendlicher von 266.000 an einer bestimmten Erkrankung starb?

Laut Ogden und dem New York Times Bericht bezieht sich das CDC primär auf eine Studie aus Singapur, wo die meisten „Infektionen“ outdoor stattgefunden hätten – läppische 95 „Fälle“ von 10.926 Bauarbeitern, wobei, so die Times, gar nicht gecheckt wurde, ob das Baustellen nur im Freien waren, oder eher Häuserbau, wo man im Freien und innen arbeitet. Aber selbst wenn, sind ja 95 von 10.926 weniger als ein Prozent und nicht 10 Prozent, eine reine Fantasiezahl des CDC.

Diese Panik aber wirkt natürlich und schädigt die Gesundheit der Menschen. So wird aktuell in den USA jedes – jedes – Sommercamp von Kindern und Jugendlichen und Erwachsenen gezwungen, sich an die CDC Maßgaben zu halten, überall – gerade im Freien, Sommercamps sind ja Sommercamps, weil sie primär im Freien stattfinden – Maske zu tragen.

Die New York Times hat also mit dem Bild mit den Haiattacken völlig Recht: Man kann sagen, dass es weniger als 20.000 Attacken von Haien pro Jahr gibt, wenn es 150 oder 129 sind, stimmt das ja – ist aber eine absurde Zahl, weil es sinnvoller wäre zu sagen, weniger als 150 Haiattacken pro Jahr, wenn es de facto 129 waren, weltweit, wovon übrigens nur 10 Menschen starben.

Wer würde ohne Aufstand im Freien eine Maske aufziehen, wenn das RKI zugeben müsste, wie die New York Times und CDBNews es fordern, dass die Ansteckung im Freien zwischen weniger als 0,1 und maximal einem Prozent liegt?

Also: Weg mit den Masken, nicht nur in Räumen, sondern vor allem auch im Freien, denn im Freien verursachen Masken seit Ende April 2020 ja die größte Massenhysterie und -panik in der Geschichte der BRD, ja der ganzen Welt seit 1945.

  • Keine Masken im Freien mehr.
  • Keine Masken beim Radfahren, Joggen, Spazierengehen.
  • Keine Masken in Innenstädten, belebten Plätzen, Fußgängerzonen.
  • Keine Masken auf Parkplätzen.
  • Keine Masken auf Wochenmärkten oder Eisständen in Parks etc.
  • Keine Masken in Stadien, auf Festivals, Open-Air-Konzerten etc.

Überhaupt keine Masken nirgends, weil wir wissen, sie schützen nicht.

Dass Lockdowns nichts bringen, betont wiederum ein Text auf Lockdownsceptics:

Dieser sehr sinnvolle Überblickstext über die ganze Corona-Krise zeigt auch, dass Masken Mikroplastik enthalten, was nicht unschädlich ist, vom anfallenden Müll gar nicht zu schweigen, der ist exorbitant. Er zeigt aber vor allem auch, dass in England, in jedem Jahr vor 2009 die Todeszahlen viel höher lagen als im angeblichen Wahnsinns-Epidemie-Jahr 2020:

Ein weiterer Lockdownsceptics-Text von einem anonymen medizinischen Experten, der für einen Pharma-Konzern arbeitet, nimmt den Mythos der asymptomatischen Infektion auseinander, auch das ist sehr lesenswert:

 

Wer den Sommer 2021 mit dem Sommer 2020 vergleicht, indiziert, dass er nicht denken kann

 

Wer jetzt tagtäglich den Corona-Totalitarismus fortschreibt, ist nicht nur kriminell, sondern zeigt vor allem, dass er (oder sie) nicht denken kann. Im Sommer 2020 war nicht ein Mensch gegen dieses Virus, das fast nur Alte und Kranke trifft, geimpft. Daher konnte man behaupten, es sei gefährlich. Trotzdem konnte man ohne Test, ohne Quarantäne und ohne Maske in vielen Ländern Urlaub machen.

Jetzt zu fordern, nur ab einer bestimmten und ohnehin äußerst unwissenschaftlichen „Inzidenz“ (unter 20 z.B.) würden eventuell Grundrechte wieder gelten, zeigt, dass eine solche Person, die so etwas sagt, nicht denken kann oder will. Denn jetzt kann ja kein einziger Mensch über 80 mehr an Corona sterben, auch fast keiner über 70 – und unter 70 ist es so ungefährlich oder gefährlich wie eine schwere Grippe. Wer anderes sagt, lügt und ist ein Volksverhetzer.

Eine Inzidenz von 500 wäre völlig harmlos und aussagelos, weil die Alten und Vorerkrankten geimpft sind. Wir wissen von Schweden, dass dort 2020 ohne jede Impfung nicht mehr Menschen unter 70 an Corona starben als in extremen Panikländern wie Deutschland, Frankreich, UK, Spanien. Ja, es starben sogar insgesamt in Schweden weniger Menschen als in UK, Spanien, Frankreich, Belgien etc. und dort war es jeweils auch keine annähernde Katastrophe.

Wer anderes behauptet, indiziert nur, dass er oder sie da, wo andere Menschen ein Hirn haben, einen Hohlraum hat.

Die einzige Katastrophe, die wir erleben, ist das Ende der Demokratie. Und dafür gibt es Verantwortliche. Und die werden dafür bezahlen, so oder so.

Es gibt doch noch Unterschiede zwischen grün-schwarz-totalitär und SPD-links-liberal: Heidelberg/BaWü versus Hamburg

Von Dr. phil. Clemens Heni, 22. Mai 2021

Die ganze Willkürlichkeit der Coronamaßnahmen zeigte sich vorgestern in Niedersachsen. Während die dortige Landesregierung am Donnerstag vorschlug, ab einer ohnehin völlig unwissenschaftlichen und ausschließlich (!) auf dem völlig willkürlichen Testwahnsinn des jeweiligen Landkreises – und nicht etwa an der Anzahl der Toten an jeder Straßenecke gemessenen – basierenden 7-Tages-Inzidenz von unter 35 die Maskenpflicht in Geschäften abzuschaffen, drehte Merkel völlig durch, und auch der Virologe Streeck schloss sich der Agitation gegen diese liberale und sinnvolle Idee an. Also sagte die Landesregierung am Freitag, dass sie ihre Bürger*innen doch nicht in den sicheren (!) Tod schicken will, sondern schützen will und nur mit Maske könne man sich schützen.

Das gilt auch für die Testpflicht. Während es keine Todesgefahr bedeutet, mit 40 Personen in einem REWE-City ohne jeden Test einzukaufen, ist es ein fast sicheres Todesurteil zu dritt in einem Jeans-Laden ohne getestet zu sein, zu shoppen. Dann doch lieber ne Billig-Jogginghose bei Lidl vom Krabbeltisch.

Nehmen wir jetzt Heidelberg, die beliebte Studenten- und Touristenstadt am Neckar. Dort gibt es aktuell eine Inzidenz von 29,7. Das ist deutlich unter 50 und das seit Tagen. Also darf man – danke, Mami und Papi Staat! – wieder etwas mehr erleben. Aber nur mit tagesaktuellem Test in die Außengastronomie. Wer ungetestet kommt, riskiert den umgehenden oder schleichenden Tod der Bekannten oder des Wirts und Obers.

Die Sprache und der aggressive Tonfall erinnern wiederum an die Großväter der deutschen Beamten aus Baden-Württemberg:

Seit dem 11. Mai (Dienstag) liegt der Inzidenzwert im Rhein-Neckar-Kreis konstant unter 100, so der Kreis. Daher gelten seit diesem Mittwoch (19.5.) neue gelockerte Corona-Regeln. Wie auch schon beispielsweise in Heidelberg, dürfen Hotels, Gastronomie, Kultur- und Freizeiteinrichtungen auch im Rhein-Neckar-Kreis wieder öffnen. Aber auch hier gilt: Nur wer einen negativen Corona-Schnelltest, einen Impf- oder Genesenennachweis vorlegt, darf das Angebot nutzen.

In Hamburg liegt die Inzidenz bei 35. Doch in Hamburg wird diesmal liberaler gehandelt. Hier zeigt sich wie sinnlos, willkürlich und absurd die Maßnahmen in Baden-Württemberg sind, denn der NDR beschreibt zur Situation in Hamburg:

Bei wenig erfreulichem Wetter hat auch die Außengastronomie wieder geöffnet. Kneipen und Restaurants waren bereits seit Anfang November dicht. Maximal fünf Personen aus zwei Haushalten dürfen an einem Tisch sitzen. Negative Corona-Tests oder Terminvereinbarungen sind nicht vorgeschrieben – zumindest nicht, solange die Sieben-Tage-Corona-Inzidenz in der Stadt unter 50 bleibt.

Es mag also rein zufällig noch kleine, aber doch entscheidende Differenzen geben im Lager der Lockdown-Fetischisten und irrationalen Politiker*innen. Es geht immer noch brutaler, irrationaler und absurder. Und das einzige Bundesland mit einem grünen Ministerpräsidenten scheint während der ganzen Corona-Zeit nur vom extrem rechten CSU-Söder teilweise übertroffen worden zu sein, ansonsten ist BaWü das Kernland des Autoritarismus. Und wer die Mentalität und die politische Kultur im Ländle ein wenig kennt, weiß, dass sich das seit den Nazis Kiesinger und Filbinger nicht wirklich geändert hat. Das heißt nicht, dass es in Hamburg weniger Nazis gibt – aber es gibt womöglich eine etwas stärkere liberale Bürgerschaft.

Wie dem auch sei: In Heidelberg gelten absurde Testpflichten in Gegenden mit einer wahnsinnig niedrigen Inzidenz, während in Hamburg bei höherer Inzidenz mehr Freiheit möglich ist. Es zeigt in jedem Fall die Willkürlichkeit und wissenschaftlich jeweils nicht evidenzbasierte Politik.

 

Wacht Manuela Schwesig jemals aus ihrem Corona-Tiefschlaf auf? < 0.00002% Kinder starben an Corona in der BRD, aber Schulen sind zu, dafür 7500 Fans bei Hansa Rostock. ÖFFNET alle Stadien und Schulen und Theater

Von Dr. phil. Clemens Heni, 22. Mai 2021

Ich frage mich, auf welchem Planeten lebt Manuela Schwesig (SPD)? Sie weigert sich seit Wochen und Monaten, den Corona-Wahnsinn in Mecklenburg-Vorpommern zu beenden. Und man muss gerade bei ihr ganz deutlich sein: Schwesig weiß, was wirklich gefährlich sein kann für eine Frau in ihrem Alter: Krebs. Sie hatte Krebs und hat ihn glücklicherweise überstanden. Das ist ein Grund zur Freude. Könnte Manuela Schwesig aber rational denken, dann würde sie wissen, dass Kinder und Jugendliche so gut wie überhaupt nicht von Corona betroffen sind. Es starben offiziell in ganz Deutschland (!) 19 Kinder und Jugendliche an oder mit Corona. Doch diese Zahl des RKI ist wie fast alle Zahlen des RKI falsch und viel zu hoch.

In einer Stellungnahme der Deutschen Gesellschaft für Pädiatrische Infektiologie (DGPI) und der Deutschen Gesellschaft für Krankenhaushygiene (DGKH) heißt es:

Seit 17. März 2020 hat die Deutsche Gesellschaft für Pädiatrische Infektiologie (DGPI) ein Register geöffnet, in das bundesweit Kinderkliniken stationär behandelte Kinder und Jugendliche mit SARS-CoV-2-Infektion melden. Mit Stand 11. April 2021 (dgpi.de/covid-19-survey-update) wurden in das Register bislang 1259 Kinder aus 169 Kliniken mit ihren detaillierten klinischen Verläufen eingetragen; ungefähr 1/3 der Kinder war jünger als 1 Jahr, 1/3 zwischen 2 und 6 Jahren und 1/3 zwischen 7 und 20 Jahre; 62 der 1259 Patienten (5%) mussten auf einer Intensivstation behandelt werden. Seit Beginn des Registers im März 2020 wurden insgesamt 8 verstorbene Kinder gemeldet, davon waren 3 Kinder in einer palliativen Situation verstorben, in einem Fall war die Einordnung nicht möglich. Bei insgesamt 4 Kindern wurde COVID-19 als Todesursache festgestellt.

Die Gefahr für Kinder ist also nicht vorhanden. Es starben in 15 Monaten angeblicher Wahnsinns-Epidemie vier (4) Kinder an Corona in diesem elenden Lockdown-Land. Und jede mombie oder jeder daddiot, die jetzt zusammenzucken und dumm rumheulen, sorry, die sind ignorant, narzisstisch oder irrational – weil mehr Kinder an anderen Sachen sterben, für die es niemals einen Lockdown geben würde. Es ist immer traurig, wenn ein Mensch stirbt, aber das moralinsaure Geschwätz seit März 2020 ist unerträglich und nicht evidenzbasiert. Es stirbt halt de facto kein Kind an Corona, 4 Kinder oder Jugendliche von 15 Millionen Kindern und Jugendlichen, also Menschen unter 20 Jahren, ist eine mit Kommazahlen kaum darstellbare geringe Zahl. Ja, es ist unfassbar zynisch, weil diese Eltern hier die größte Panik veranstalten, aber der Tod von Millionen (!) Kindern und Erwachsenen im Trikont ist ihnen so was von scheißegal, das muss man so deutlich sagen. Und diese Lockdowntoten tauchen nirgends auf, sie werden von Merkel bis Seibert und Schwesig, von FAZ über junge Welt und jungle world oder Freitag, taz, SZ, FR und jeder Provinzpostille goutiert.

Wer jetzt Kinder impfen möchte und das propagiert, weil Kinder gefährdet seien, lügt. Wer jetzt Kinder impfen möchte, weil sie die Großeltern anstecken könnten, lügt – die Großeltern können selbst entscheiden, wen sie treffen und fast alle sind eh geimpft.

Es gibt größere Gefahren für Kinder als Corona – die Grippe, Autounfälle, Ertrinken:

Jeder einzelne Fall eines schwer erkrankten oder verstorbenen Kindes an einer SARS-CoV-2-Infektion ist ein Fall zu viel und ein unerträgliches Einzelschicksal für Kind und Familie. Die nun seit Beginn der Pandemie gemachte Beobachtung, dass von den schätzungsweise 14 Millionen Kindern und Jugendlichen in Deutschland nur etwa 1200 mit einer SARS-CoV-2-Infektion im Krankenhaus (< 0,01%) behandelt werden mussten und 4 an ihrer Infektion verstarben (< 0.00002%), sollte Anlass sein, Eltern übergroße Sorgen vor einem schweren Krankheitsverlauf bei ihren Kindern zu nehmen. In der Saison 2018/19 wurden nach Angaben des RKI insgesamt 7461 Kinder unter 14 Jahren mit Influenza als hospitalisiert gemeldet, 9 Kinder verstarben. Nach Angaben des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur lag im Jahr 2019 die Zahl der durch einen Verkehrsunfall getöteten Kinder bei 55, nach Angaben der DLRG die Zahl der ertrunkenen Kinder bei 25.

Trelleborg ist ungefähr so weit von Rostock entfernt wie Berlin (ca. 268 bzw. 234 km). Doch Schwesig schaut von Schwerin aus nicht nach Rostock, sondern hört auf ihre totalitären Kolleg*innen in Berlin, anstatt sich mit der Realität in Schweden zu befassen. Dort gab es zu keinem Zeitpunkt eine Maskenpflicht, alle Schulen waren immer offen, nur die Klassen 10-13 bzw. Schüler*innen ab dem Alter von 16 gingen zeitweise nicht in die Schule.

Man kann dort problemlos und entspannt ohne Maskenwahn einkaufen. Schweden hat im Gegensatz zur Bundesrepublik Deutschland die Würde des Menschen nicht beschädigt, sondern bewahrt. Schweden blieb auch in Pandemie-Zeiten eine Demokratie, Deutschland wurde im März 2020 zum Hygienestaat und alle Protagonist*innen des Lockdown gehören zu den a-sozialsten, unsolidarischsten, egoistischsten, elitärsten und totalitärsten Monstern in der Geschichte der BRD. Aufgrund der Lockdownpolitik des Westens sterben Menschen im Globalen Süden und aufgrund der Lockdownpolitik sterben unzählige Menschen in Deutschland – heute, gestern, morgen und übermorgen. Arbeitslosigkeit wird zu früherem Tod führen. Geschäftsaufgaben werden zu früherem Tod führen. Schlechtere Schulbildung für alle ca. 11 Millionen Schüler*innen wird zu früherem Tod dieser Kinder führen, da sie schlechtere Jobs bekommen werden und nicht eines dieser Kinder und Schüler*innen hat seit März 2020 einen regulären Schulabschluss hinbekommen. Nicht eines. Und das ist die Schuld der Politik.

Es gab keinen einzigen Toten unter den 1,8 Millionen Schüler*innen in Schweden.

Aktuell, auch das ignoriert Schwesig wie alle deutschen Politiker*innen, hat Schweden drei- bis viermal weniger Corona-Tote als Deuschland. Während der Lockdown-Hotspot und das Panikland aktuell 196 Tote pro Tag im 7-Tagesschnitt „an“ oder „mit“ Corona hat, gibt es im lockeren und rationaleren, demokratischen Schweden 7 Tote im 7-Tagesschnit (hochgerechnet entspricht das 58 C-Toten in Deutschland!).

Jeder Mensch, der also behauptet, Masken würden schützen, lügt. Wer sich diese ganzen Würstchen ansieht mit ihren Bartstoppeln unter der FFP2-Maske oder die OP-Masken, die nirgends – nirgends – eng anliegen außer am Panikhaushalt der jeweiligen Person, diese Leute schützen weder sich noch andere, das bestätigt jede seriöse Krankenhaushygienikerin.

Alle Menschen unter 70 haben eine viel größere Chance, an Krebs zu erkranken und daran zu sterben als an Corona. Corona ist eine Epidemie der Alten und massivst Vorerkrankten.

Gerade Manuela Schwesig sollte froh und glücklich sein, den Krebs besiegt zu haben und endlich anfangen, rational zu denken und alle Corona-Maßnahmen beenden. Zumal das fortdauernde Quälen von Schutzbedürftigen via Maske, Testen, Abstand-Halten und Schulschließungen muss aufhören. Entgegen den ZeroCovid-Wahnsinnigen geht es nicht darum, Hansa Rostock zu verbieten, 7500 Fans ins Stadion zu lassen (unabhängig davon, wie man zu Fans gerade von Rostock steht, wo es historisch ja besonders viele Hools und Nazis gibt, speziell bei Spielen gegen St. Pauli, es gibt aber auch in Rostock Hansa Fans gegen rechts), aber den Lockdown aufrecht erhalten, Schulen geschlossen zu halten, Kultur zu zerstören.

WAS ist das für ein Zeichen?

All diese Menschen, die weiterhin die Maske befürworten, den Lockdown verteidigen, Grundrechte aussetzen, werden sich irgendwann in ihrem Leben zu rechtfertigen haben. Sie werden irgendwann selbst erkennen, was für eine Schande ihre Politik für die politische Kultur und für die Gesundheit der Bevölkerung darstellte, oder aber, wahrscheinlicher, Historiker*innen werden in Jahrzehnten darüber richten.

Wir wissen, dass man demokratisch eine solche Pandemie überstehen kann. Und wir wissen, dass Deutschland die Krise totalitär durchlebt und nicht evidenzbasiert. Die Deutschen wollen es nicht anders. Und die wenigen denkenden Menschen in diesem Land werden mundtot gemacht und zum Abschuss freigegeben.

Trotzdem: Das Corona-Regime wird fallen. Und vor nichts haben diese totalitären Monster mehr Angst als vor dem Ende des Maskenwahns. Vor Corona hat nicht ein Politiker wirklich Angst. Aber vor der Wahrheit haben sie unsagbare Panik, weil sie wissen, dass sie kriminell und verbrecherisch, irrational, nicht evidenzbasiert und antidemokratisch gehandelt haben und tagtäglich weiter antidemokratisch und irrational handeln. Aber es wird ein Ende haben.

Öffnet alle Schulen, Theater, Universitäten, Stadien, ohne jeden Test, ohne jede Maske. Wer Angst hat und innerblich gebrochen ist aufgrund der präzedenzlosen Panik von Merkel, Schwesig, Kretschmann, Söder & Co., soll zu Hause bleiben. Der denkende Teil der Bevölkerung muss an die Ostsee, die Nordsee, den Bodensee, in die Berge, an den Rhein oder an die Riviera, nach Kroatien, Italien oder nach Österreich fahren dürfen und dort in Restaurants, Cafés, Theater, Galerien, Schwimmbäder, auf Konzerte etc. gehen können, ohne Tests, ohne Schikanen, ohne Masken, ohne Quarantäne, ohne gesundheitsdiktatorische Abfrage nach persönlichen Daten wie Impfstatus oder nach Krankheiten, die keinen Menschen etwas angehen. Wer gesunde Menschen als potentiell krank definiert und brutal testet, ja die größte Massenpanik seit dem Ende des Nationalsozialismus in unsagbarer Lautstärke intoniert, ist selbst krank – geisteskrank.

Es gibt selbstverantwortliche Menschen, auch wenn Politiker*innen und den Medien das fremd ist. Und diese Menschen können selbst denken und fragen sich, wenn Schweden seit Monaten drei- bis viermal weniger Tote hat als Deutschland und keine Maske, keinen Lockdown, keine Schule geschlossen – dann ist Deutschland krank, nicht an Corona krank, sondern geistig krank, panik-krank. Wenn mehr Maske und mehr Lockdown zu mehr Toten führt – was sich in 2021 im Vergleich Schweden zu Deutschland exemplarisch zeigt, dann töten Masken und Lockdowns.

 

Das Elend der Virologie

Von Dr. phil. Clemens Heni, 21. Mai 2021

Den ganzen Irrsinn des journalistischen Geredes über Corona kann man unendlich oft im Fernsehen, im Radio, in den a-sozialen Medien und in der sog. Qualitätspresse, die mit Qualität wenig, mit unabhängiger Presse auch nur selten was zu tun hat, erleben, ja wir sind gezwungen, es zu ertragen, wir sind ja Gefangene im Corona-Politik-Gefängnis.

Niemand erwähnt in der Mainstreampresse, dass laut WHO die Sterblichkeit für Menschen unter 70 bei 0,05 Prozent liegt, das ist 1:2000. Das ist wie bei einer seltenen Krankheit („Unter ’seltenen Krankheiten‚ versteht man diejenigen Störungen, von denen nur eine vergleichsweise kleine Zahl von Menschen betroffen ist. In Europa wird eine Krankheit dann als selten klassifiziert, wenn sie höchstens eine unter 2000 Personen betrifft.“) Natürlich haben viel mehr Menschen Corona, aber nur einer von 2000 unter 70 stirbt daran – unter 20 und unter 35 ist die Todesrate fast gleich Null -, wenn er sich ansteckt. Und das ist extrem selten.

Nehmen wir ein ca. 12-minütiges Interview der WELT (wohl von heute) mit dem Virologen Hendrik Streeck: „Wir wissen nicht, wie gut das Impfen die Infektionszahlen unten halten wird“. Schon der Titel grenzt an Irrationalität und Panik-Wahn. Wer hat je gesagt, dass die Impfung pirmär die Infektionszahlen herunter bringt? Das Ziel einer Impfung ist doch der Schutz eines Menschen, der Schutz nicht an einem bestimmten Erreger zu sterben. Das ist bereits nach der Erstimpfung mit egal welchem Coronaimpfstoff der Fall (wenn man nicht an der Impfung selbst stirbt, was selten, aber eben doch vorkommt und bei Menschen, die gar nicht gefährdet sind, wie unter 70-jährige oder unter 60-jährige, besonders tragisch ist oder dumm).

Also ist die Frage in diesem Interview völlig sinnlos. Der einzige Sinn ist, die Panik hoch zu halten. Das merkt man den Fragen der völlig panik-obsessiven WELT-Frau Angela Knäble auch an. Nicht einmal denkt sie über eine Frage oder Antwort nach, sondern möchte immer nur hören, ob die „vierte Welle“ im Herbst kommt (Klabauterbach, den sie einspielt, sieht sie, also kommt sie), welche Variante der Mu-Tanten gefährlicher sei, dabei hatte Streeck schon gesagt, dass KEINE der Mutanten eine kategorial neue Gefahr sei. Nicht einmal fiel das Wort Lockdown-Tote oder „Kollateralschäden“. Streeck wird sogar von der WELT-Frau aggressiv gedrängt, die gestern noch geplante Abschaffung der Maskenpflicht in Niedersachsen unter einer wissenschaftlich eh absurden Inzidenz von 35 in Frage zu stellen, was er auch brav tut.

Dabei wäre eine Neuigkeit die These Streecks, dass eine booster Impfung, eine Auffrischung, erst in zwei bis drei Jahren nötig sei. Andere Paniker sagen die noch für dieses Jahr oder Anfang 2022 voraus.

Das absolut Schockierende ist aber die Eiseskälte, mit der hier diskutiert wird von der WELT und von Streeck, als ob es manche, verlegene, kritische Texte in der WELT nie gegeben hätte, de facto dienen die nur als Alibi für solche strunz-affirmativen Corona-Propaganda-Sendungen. Denn mit keinem Wort, nicht einem, wird erwähnt, dass auch Menschen sterben, wenn sie sieben oder acht Monate ihr Restaurant schließen müssen und psychisch, körperlich, finanziell und sozial am Ende sind. Es wird mit nicht einem Wort erwähnt, dass wir 2020 laut Statistischem Bundesamt so gut wie keine Übersterblichkeit hatten – also warum diese fortdauernde unsagbare Panikmache? Die Leute sind krank, so krank, dass kein PCR-Test das je entdecken kann und kein Labor.

Nicht einmal fällt das Wort Selbstverantwortlichkeit, nicht einmal werden Menschen als erwachsene Bürger*innen auch nur angesprochen. Jeder Mensch kann selbst entscheiden, ob sie oder er sich anstecken will oder das Risiko in Kauf nimmt. Es gibt ein Grundrecht auf Risiko. Es gibt ein Grundrecht auf Ansteckung. Genauer: Es gab bis März 2020 ein Grundrecht auf Risiko und ein Grundrecht auf Ansteckung. Vielleicht gibt es Menschen, die solche anti-intellektuellen, den rationalen Geist eines Geistes- und Sozialwissenschafters oder auch nur eines kritischen Bürgers beleidigenden Interviews wie in der WELT nicht mehr ertragen und sich lieber mit was wirklich Gefährlichem anstecken, um das nicht länger ertragen zu müssen?

Es sind solche Interviews, die jetzt heute dazu führten, dass Weil (SPD) in Niedersachsen wieder zurückruderte. Meinte Weil gestern noch, ohne Maske könnte man bei einer Inzidenz unter 35 einkaufen, ist das heute ein Todesurteil.

Wer soll jemals wieder solche Menschen ernst nehmen?

Die Eiseskälte in diesem wie immer lächelnden WELT-Interview mit Streeck ist beängstigend. Nach 15 Monaten Corona-Wahnsinn und dem Impfen von ca. 40 Prozent der Menschen in D-Land (eine Impfdosis reicht, um nicht mehr zu sterben, also wirklich NIE mehr zu sterben, man kann sich weiter anstecken und das Virus weiter tragen, aber nicht mehr – nie mehr – sterben) weiterhin mit keinem Wort erwähnen, dass es mindestens (!) so viele Tote wegen des Lockdowns weltweit gibt, als durch Corona, das ist Deutschland, das ist der pandemic turn, das ist die Affirmation der nicht evidenzbasierten Medizin, das ist das Apriori der politisierten Virologie, das ist unwissenschaftlich und das ist Mainstream.

Nach 15 Monaten Lockdownwahnsinn nicht ein Wort über die würdelosen Beerdigungen seit März 2020, das Verweigern von Leichenschmäusen, das Auflösen von Abiturfeiern von feiernden jungen Menschen durch brutale Beamte, das Isolieren von alten Menschen in Altersheimen, das Zerstören aller Innenstädte in ganz D-Land, obwohl die Chance, sich in einem kleinen Laden oder bei Karstadt anzustecken um ein Vielfaches niedriger ist als bei Lidl, Norma oder Aldi, dafür ein brüllendes, schelmisch lächelndes Schweigen zu den Disziplinarmaßnahmen gegen Lehrer*innen, die sich völlig demokratisch, aber eben kritisch mit den irrationalen und nicht evidenzbasierten Maßnahmen befassen, ein Goutieren der unsagbaren Schikanen für Menschen, die aus gesundheitlichen Gründen keine Maske tragen können, wo Ladenbesitzer*innen oder Kultusbehörden Atteste selbst von höchst offiziellen Ärzten, die bei der DEGAM (Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin e. V.) Mitglied sind (und das im Briefkopf indizieren), nicht anerkennen,  von all diesem Wahnsinn, von dieser Perfidie, die Resultat der viologischen Propaganda seit März 2020 ist, ist hier in dieser unsagbaren Überschätzung der Virologie kein Wort zu hören.

Wann lernen deutsche Journalist*innen, dass die Virologie nichts über die Gesellschaft sagen kann? Sie lernen es nie mehr, es waren 15 Monate Zeit und nix passierte. Keine Selbstreflexion, das wird in diesem skandalösen, weil alltäglichen, affirmativen WELT-Video so selbstverständlich klar, wie in jedem anderen Video im Mainstream.

Wann lernen die, dass die Virologie überhaupt keine Ahnung von Public Health, Soziologie, Politologie oder den Wirkungen der Lockdownpolitik in Sri Lanka oder Uganda hat, von den Auswirkungen der Lockdown- und Maskenwahn- sowie Impf- und Testwahnpolitik auf Soloselbständige, auf Wissenschaftler*innen und selbst denkende Menschen und auf das Gaststätten- und Hotelgewerbe hierzulande und die Theater- und Musikwelt nicht zu schweigen.

Das ist kein Journalismus, das ist Propaganda, die nur einen Aspekt herauspickt – den mega unbedeutenden der Virologie – und zur Gesellschaft schweigt, ja ganz aggressiv gegen „Lockerungen“ ist. Schon im Tonfall der WELT-Frau wird klar, hier geht es nicht um Erkenntnis oder Kritik. „Lockerungen“ – das heißt, das Wieder-Gültig-Sein von GRUNDRECHTEN, sprich: der aktuelle Zustand ist illegal und verfassungswidrig. Nie im Leben hat ein Restaurant ein Recht, privateste Informationen über den Impfstatus oder den Genesungsstatus zu erfahren. Doch weder Datenschutz noch informationelle Selbstbstimmung gibt es noch. Es herrscht der totalitäre Kontrollkapitalismus und gerade die linken ZeroCovid-Wahnsinnigen klatschen und feuern ihn an.

Und dann müssen wir sehen, dass fast alle Zeitungen noch schlechter sind als die WELT.

Trotzdem gibt es Hoffnung, ich sage es weiterhin: Florida, Florida, Florida, Schweden, Schweden, Schweden, Texas, Texas, Texas, um nur diese drei herausragenden Beispiele zu nennen.

Es gibt zu viel WELT auf dieser Welt.

Es lebe das MEER – Hoffnung von der Nordsee und aus Cuxhaven: Unter der x-beliebigen Zahl von „50“ keine „Testpflicht“, unter „35“ keine Maskenpflicht mehr im Einzelhandel

Von Dr. phil. Clemens Heni, 21. Mai 2021

Wie ich immer sage: Es gibt Hoffnung. Ein Leser meines Blogs aus Ostfriesland, der mich immer wieder auf interessante Entwicklungen hinweist, berichtet mir letzte Nacht: Die Landesregierung in Niedersachsen plant, dass ab Dienstag, den 25. Mai 2021, ab einer sog. Inzidenz von unter 50 keine Testpflicht mehr besteht und unter 35 in Geschäften keine Maske mehr getragen werden muss. Hört sich für ZeroCovid-Wahnsinnige wie eine Dystopie an? Wird aber so sein, der NDR berichtet:

In Regionen mit stabilen Inzidenzwerten unter 50 soll frühestens ab Dienstag kommender Woche die Testpflicht für den Einzelhandel entfallen. Zudem wird die Maskenpflicht für den Einzelhandel in Regionen mit einer stabilen Sieben-Tage-Inzidenz unter 35 an fünf aufeinanderfolgenden Werktagen aufgehoben. Auch die Begrenzung der Kundenzahl nach Quadratmetern entfällt bei dieser Inzidenz. Das geht aus einem Entwurf hervor, der dem NDR vorliegt. Der Testnachweis für Gäste von Cafés und Restaurants im Außenbereich bleibt dagegen bestehen. In den vergangenen Tagen hatte die Landesregierung um Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) stets betont, die Corona-Auflagen wegen Unsicherheiten bei den gemeldeten Infektionszahlen nur vorsichtig lockern zu wollen.

Das trifft unter anderem auf den großen Landkreis Cuxhaven zu, der ja an der Nordsee liegt, die Elbmündung und die Wesermündung umfasst und auch so schöne Gegenden wie den Harriersand nördlich von Bremen, vis-à-vis von Brake an der Unterweser, inkludiert.

Der Landkreis Cuxhaven hat seit Tagen eine „Inzidenz“ unter 35, aktuell liegt sie bei 13,1:

In allen Landkreisen in Schleswig-Holstein liegt die Inzidenz auch unter 35, nur im Stadtkreis Kiel nicht ganz (55,1), aber das liegt an der verständlichen Aufregung wegen dem möglichen direkten Aufstiegsplatz für Holstein Kiel (Fin Bartels, also Werder Bremen) am letzten Spieltag der Zweiten Bundesliga am kommenden Sonntag ab 15.30 Uhr. Bei Union Berlin (Max Kruse, also Werder Bremen) – Eisern Union! – wird es übrigens am Samstag zum Saisonausklang wenigstens etwas klingen: 2000 Fans werden beim Spiel gegen Leipzig dabei sein (allerdings zwangsweise getestet, wie zu befürchten ist).

Mit Nina Hagen:

Wir aus dem Osten geh’n immer nach vorn
Schulter an Schulter für Eisern Union

Hart sind die Zeiten und hart ist das Team
Darum siegen wir mit Eisern Union

Eisern Union
Immer wieder Eisern Union
Immer weiter ganz nach vorn
Immer weiter mit Eisern Union

Wer lässt sich nicht vom Westen kaufen?
Eisern Union, Eisern Union

Den Sieg vor den Augen, den Blick weit nach vorn
Zieh’n wir gemeinsam durch die Nation

Osten und Westen – Unser Berlin
Gemeinsam für Eisern Union.

Wir werden ewig leben
Eisern Union, Eisern Union.

Was heißt das? Cuxhaven und Niedersachsen werden die Maskenpflicht abschaffen, schrittweise, aber sicher. Auch die Testpflicht wird fallen, das ist 100 Prozent sicher. Denn mit Tests besuchen die Leute auch nicht die Außengastronomie, warum wohl? Der NDR schreibt weiter:

Auch der Hotel- und Gaststättenverband Dehoga Niedersachsen hatte sich nach der ersten Woche mit offener Außengastronomie ernüchtert gezeigt.

Denn wie sieht es derzeit konkret aus? Stellen wir uns folgende alltägliche Begebenheit vor:

Wollte Markus nicht mit Katrin zu Luigi Essen gehen, den Jahrestag feiern? Ich hab ihn vorhin gar nicht dort gesehen, als ich mit dem Rad vorbei kam.

Ja, klar, das war der Plan, jetzt sitzt er 14 Tage in Quarantäne.

Bitter. Und das asymptomatisch. So wie Altmaier asymptomatisch magersüchtig ist…

Man darf dann ab Dienstag nach Pfingsten in Niedersachsen sogar innerhalb von Läden wieder atmen und muss die Luft nicht anhalten. Bislang unvorstellbar. Es dürfen sich auch mehr als zwei Personen in einem Laden aufhalten, genauer gesagt: unbegrenzt viele Menschen, egal wie eng der Laden ist, also z.B. 40 Leute in einem 50 Quadratmeter großen Jeans-Laden, so wie das früher immer war, die Älteren von uns erinnern sich.

Wie war das früher mit dem Besuch von Cafés und Restaurants? Sagen wir 1968?

Immerhin gibt es heute echt nachvollziehbare Gründe für den Rausschmiss aus einem Restaurant, Café oder Laden – bzw. heute kommt man erst gar nicht rein ohne Test oder Maske.

Das war früher anders. Peter Brückner berichtete 1976 über das Klima, die politische Kultur, die dazu führte, dass sich Demokratinnen und Linke wie Ulrike Meinhof radikalisierten und 1970 die RAF gründeten. Es geht natürlich um das legendäre Café Laumer, wo schon Horkheimer und Adorno Gäste waren, in Frankfurt am Main an der Bockenheimer Landstraße:

 

Im Café Laumer, 1968

Der Geschäftsführer des Café Laumer, Rimbach, in der Nähe der Universität Frankfurt, verbot im Herbst 1968 Studenten, oder jungen Männern und Frauen, die er für Studierende hielt, sein Café – angeblich störten sich seine anderen Gäste an der saloppen Kleidung und den langen Haaren der ‚Jungintellektuellen und Künstler‘. Studierende ziehen daraufhin vor das Café, belagern es und protestieren dagegen, daß der Wirt ihresgleichen nicht bedient oder vor die Tür setzt. Der Geschäftsführer alarmiert die Polizei.

(…)

Klaus passiert Herrn Rimbach. Er betritt das Café. Nach fünf Minuten kommt Klaus die Treppe wieder herunter. Ich sage, du hast dich wohl gelangweilt da drin? Klaus sagt, er hat mich wieder rausgeschickt. Ich sage, wieso denn? Er sagt, ich habe Zeitung gelesen. Ich sage, na und? Klaus sagt, ich lese Zeitung, da tritt Rimbach an mich heran und fragt, was lesen Sie denn da? Ich sage, eine englische Zeitung. Ich lese eine englische Studentenzeitung. Rimbach sagt, eine Studentenzeitung? Bitte lesen Sie draußen weiter.

(S. 92)

So etwas könnte heute gar nicht mehr passieren. Welcher Student kann heute noch lesen? Warum lesen? Netflix! Sehen Sie! Heute gibt es echte Gründe, um aus einem Café geworfen oder besser: gar nicht erst hineingelassen zu werden. Also: Auch wenn es heute keine langhaarigen Studenten mehr gibt, keine lesenden Studierenden, hat sich die Politik so einiges ausgedacht. Denn aufgrund der Erfahrungen im Café Laumer und in Zeiten von Corona sollte man vorab einiges abchecken. Also wird es in naher Zukunft folgende Fragebögen in Restaurants, Läden, an Grenzübergängen, Hotelrezeptionen, Freibädern etc. geben, in unser aller Interesse:

Haben Sie vor, den Besitzer dieses Cafés, den Grenzbeamten, die Lehrerin, den Ladenbesitzer, die Restaurantbetreiberin, den Bademeister, Kinopächter, den Hotelier etc.:

anzuhusten      ja/nein

zu erdolchen      ja/nein

ihm/ihr nicht-konformistische Gedanken zu unterbreiten       ja/nein

klammheimlich kritische Bücher zu lesen      ja/nein

sich über Atembeschwerden des Bademeinsters, der Ladenbesitzerin, des Kochs etc. unter einer FFP2-Maske lustig zu machen        ja/nein

zu schmatzen     ja/nein

englische Studentenzeitungen zu lesen (entfällt, gibt es nicht mehr)

während des Aufenthalts zu lachen           ja/nein/vielleicht

Angaben wie immer ohne Gewähr.

Vielen Dank für Ihre Kooperation!

Das Corona-Regime wird also fallen. Warum bin ich mir da so sicher? Weil es Schweden und Florida, Texas und Georgia gibt. Weil in Schweden und Florida ohne jede Impfung und ohne Lockdown und Masken im Jahr 2020 weniger Menschen „an“ oder „mit“ diesem respiratorischen Virus SARS-CoV-2 gestorben sind als andernorts in den USA (New York, New Jersey, Michigan etc.) bzw. Europa (Frankreich, UK, Spanien, Belgien, Ungarn, Italien etc.).

Corona kann für alte und kranke Menschen gefährlich werden. Daher gibt es für DIESE Gruppe eine Impfung. Alle unter 70 und gesunde Menschen brauchen keine Angst haben, es kann gefährlicher werden unter 70 in einen zu tiefen Priel zu geraten und mit dem Pferd zu ertrinken, als an Corona zu sterben:

Und jetzt viel Spaß in Cuxhaven und im Landkreis Cuxhaven, einem der größten in Niedersachsen. Und immer dran denken: Das ist alles ganz beliebig, wenn die „Zahlen“ wieder steigen (Horst der Seehofer ist doch geimpft und wurde trotzdem „positiv“ getestet, wenn das mit 40 Millionen Deutschen oder der Hälfte von Ihnen passiert ab Oktober …), ist alles vorbei.

Also genießen wir ein paar schöne Tage an der Nordsee, eine Schnellfähre von Brake nach Sandstedt, gerade auch für Leute, die bislang nur die Donau, den Rhein (ok, das geht in Richtung Fluss), den Neckar, die Spree (selten so gelacht), die Havel, oder den Main, die Mosel etc. kannten und endlich mal einen richtigen Fluss wie die Weser unweit der Mündung erleben wollen, eine echte Attraktion.

Oder mit einer kleineren reinen Fahrrad- und Fußgängerfähre nach Harriersand tuckern:

Wichtig ist natürlich, dass wir Älteren, die schon vor 2020 so richtig lebten, den Jüngeren die Angst nehmen, ohne Test und ohne Maske einkaufen oder in ein Café zu gehen. Das wird nicht leicht, aber gemeinsam schaffen wir das. Ein Versuch ist es wert, oder nicht?

Update, 14:20 Uhr:

Es war klar, dass diese Idee der niedersächsichen Landesregierung, die Maskenpflicht ab einer Inzidenz von unter 35 abzuschaffen, erstmal nicht halten wird. Zu stark ist der Twitter-Wahnsinn und zu stark ist die nicht evidenzbasierte Panikindustrie am Agitieren. Denn plötzlich möchte die Gesundheitsministerin Niedersachsens keine Leben mehr gefährden, sondern angeblich schützen:

In der Debatte über ein kurzfristiges Aufheben der Maskenpflicht im Einzelhandel in Niedersachsen hat jetzt Gesundheitsministerin Daniela Behrens (SPD) Position bezogen. „Es wird keine Aufhebung der Pflicht zur Mund-Nasen-Bedeckung in Niedersachsen geben. Die Mund-Nasen-Bedeckung rettet Leben“, twitterte Behrens als Reaktion auf die Kritik an den ursprünglichen Plänen.

Das ist die Konsequenz aus einigen – zwei, drei, 234?, wir wissen es nicht – Twitter-Usern oder sonstigen Pöblern, die nach der gestrigen Ankündigung, die Maskenpflicht auszusetzen, durchdrehten. Vermutlich merkt die Gesundheitsministerin gar nicht, was für einen Blödsinn sie da verzapft – und von gestern auf heute ändert die niedersächsische Landesregierung ihre Meinung um 180 Grad. Gestern wollten sie nach der eigenen Logik die Menschen gefährden, denn keine Maske tragen heißt im irrationalen, nicht evidenzbasierten und die Forschung zu Masken (Prof. Ines Kappstein vorneweg, Zeitschrift Krankenhaushygiene up2date) ignorierenden Duktus, Menschen zu gefährden. Anders kann man ja den heutigen Tweet gar nicht interpretieren. Das erinnert so ein bisschen an die vulgären Pöbler, die es offenbar bei Eintracht Braunschweig oder unter HSV-, Kaiserslautern-, Magdeburg- etc. Anhängern gibt. Jetzt hat sich der Zeugwart und Busfahrer von Eintracht Braunschweig in einem bewegenden Video gegen diese sehr kleine, aber äußerst brutale und vulgäre Truppe von ‚Fans‘, die gegen die Spieler und den Verein hetzen, weil dieser kurz vor dem Abstieg steht, gewandt. „Christian Bussi Skolik“ betont gegen Ende auch, dass das nur paar Hundert ‚Fans‘ seien und die 10.000 bis 15.000 anderen Braunschweig Fans traurig seien ob der aktuellen sportlichen Situation, aber eben nicht gewalttätig und nicht auf a-sozialen Medien pöbelnd und hetzend, dass einem die Tränen in die Augen kommen vor so viel unanständigen, abstossenden Gestalten, Worten, Blicken, Tweets oder Facebook-Posts und Aktionen auf der Straße (Schalke!). Und exakt so geht es auch bei Corona zu. Schauen Sie sich an, welche paar Dauer-Twitterer oder a-sozialen Mediennutzer*innen jetzt gegen das mögliche Ende der nicht evidenzbasierten Maskenpflicht (und das ohnehin nur bei einer völlig (!) beliebigen Inzidenz von unter 35) hetzten und pöbelten und wie eine ich-schwache Person bzw. Regierung dann in wenigen Stunden ihre Meinung ändert.

So untergräbt man das letzte kleine Fitzelchen Vertrauen in die Politik. Kein Mensch – kein denkender, rational denkender Mensch – kann solche Regierungsumentscheidungen noch ernst nehmen. Aber das ist der pandemic turn. Was heute tödlich ist – ohne Maske einkaufen – ist morgen schon legal und vice versa. Wir werden es sehen. Aber ernstnehmen wird kein normaler Mensch solche Poltiker*innen jemals wieder.

 

Wer gerade jetzt an Schulen, in Betrieben, in Restaurants, Theatern, ja fürs LEBEN einen Test oder eine Impfung verlangt, ist ein totalitäres Corona-Monster

Von Dr. phil. Clemens Heni, 20. Mai 2021

  • Wer gerade jetzt, wo fast 40 Prozent der Bevölkerung geimpft sind, Tests oder eine C-Impfung an Schulen, in Restaurants, für Grenzübertritte (!), ja fürs LEBEN fordert, ist ein totalitäres Corona-Monster und gehört zur größten kriminellen Vereinigung seit dem Ende des Nationalsozialismus.
  • Wer Kinder und Jugendliche impfen will, die zu fast 100 Prozent nicht betroffen sind von dieser „Epidemie der Alten“, ist ein totalitäres Corona-Monster und gehört zur größten kriminellen Vereinigung seit dem Ende des Nationalsozialismus.
  • Wer gerade jetzt, wo fast 40 Prozent der Bevölkerung geimpft sind, Masken an Schulen, am Arbeitsplatz, in Zügen, Bussen, auf Plätzen, auf Wochenmärkten und Läden etc. verlangt, ist ein totalitäres Corona-Monster und gehört zur größten kriminellen Vereinigung seit dem Ende des Nationalsozialismus.
  • Wer gerade jetzt immer noch, wie seit März 2020, negative News postet und nicht sehen will, dass weder damals noch heute eine „epidemische Lage von nationaler Tragweite“ vorlag, ist ein totalitäres Corona-Monster und gehört zur größten kriminellen Vereinigung seit dem Ende des Nationalsozialismus.
  • Wer gerade jetzt, wo die Alten und Vulnerablen, die Eingeschüchterten, Gehirngewaschenen und Erpressten geimpft sind, für den Zugang zum Kino oder zum Vergnügungsschwachsinnspark ärztliche Bescheinigungen verlangt, die niemanden etwas angehen und was bislang in einer Demokratie illegal war, ist ein totalitäres Corona-Monster und gehört zur größten kriminellen Vereinigung seit dem Ende des Nationalsozialismus.
  • Auschwitz ist unvergleichbar, ebenso die Pogromnacht, der nationalsozialistische Antisemitismus. Wer die Shoah mit dem Kolonialismus, mit dem Verhalten Israels gegenüber den Palästinensern oder wer Rot mit Braun gleichsetzt, handelt antisemitisch. Wer sich Judensterne mit „ungeimpft“ an die Kleidung pappt, ist ein Antisemit. Der SS-Staat bestand aber auch aus deutschem Bürokratismus, eiskaltem Befehlen UND Gehorchen, aus Denunzieren und keine Dissidenz zulassen. Der Tonfall, die Blicke, die Verordnungen der Verwaltung, der Kultusministerien, der Politik, der Blockwartnachbar*innen und der Medien erinnert an den Tonfall, die Blicke, die Verordnungen ihrer Väter, Großväter und Urgroßmütter von 1933 bis 1945.
  • Und jene, die meinen, ich sei gegen die irrationale, nicht evidenzbasierte Coronapolitik, weil ich Amerika imperialistisch finde und Russland, China und den Iran als arme Opfer westlicher oder amerikanischer Außenpolitik, die oder der täuschen sich gewaltig.
  • Es geht darum, die irrationale, faschistoide oder totalitäre Coronapolitik zu attackieren und nicht wie die Verschwörungwahnwichtel von Gates, Great Reset oder dem Chippen von Menschen zu lallen.
  • Ich war primär deshalb für die Demo in Kassel, weil dort Israelfahnen aus dem Kreis der Maßnahmen-Gegner*innen geweht wurden.
  • Wer gerade jetzt, wo so gut wie kein Mensch mehr an diesem für fast alle harmlosen Virus sterben kann – weil die Alten und Kranken ALLE geimpft sind (und jene über 70, die nicht geimpft sind, wollten es aus guten Gründen nicht, und jene über 70, die nicht geimpft sind, aber es gerne wären, sollten sich bei den a-sozialen Menschen unter 70, die ihnen die Impfung wegnahmen, beschweren und zwar lautstark) -, noch krassere Masken an Schulen oder Gebäuden verlangt und nicht jeden Maskenwahn abschafft, ist ein totalitäres Corona-Monster und gehört zur größten kriminellen Vereinigung seit dem Ende des Nationalsozialismus.

 

Glaubt der Deutschlandfunk, das Verbrennen einer Israelfahne sei legal und eine Art „Kritik“? Ulrike Guérot im Gespräch mit dem DLF

Von Dr. phil. Clemens Heni, 19. Mai 2021

Wir leben in der Corona-Apartheid – wer ins Theater gehen will, darf das nur tun, wenn er oder sie geimpft oder „genesen“ ist oder aber einen aktuellen negativen PCR-Test vorweisen kann, für Genesene gilt auch ein positiver PCR-Test, der mindestens vier Wochen, längstens 6 Monate zurückliegt, so die Corona-Apartheid-Regeln an der Staatsoper München:

Aktuelles, negatives Testergebnis (PCR-Test, der max. 48 Stunden vor Veranstaltungsbeginn vorgenommen wurde oder Antigen-Schnelltest, der vor max. 24 Stunden von medizinisch geschultem Personal vorgenommen wurde) mit einer personalisierten Bescheinigung in Papierform oder digital. Bitte beachten Sie, dass keine Selbsttests zugelassen sind.

Impfpass zum Nachweis des vollständigen Impfschutzes (ab 14 Tage nach abschließender Impfung) im Fall einer überstandenen COVID-19 Infektion: Nachweis des positiven PCR-Testergebnisses, welches mindestens 28 Tage alt und nicht älter als sechs Monate ist.

2020 war es ohne solche grotesken Tests oder Nachweise möglich, ins Kino oder Theater zu gehen, jetzt, wo fast alle Vulnerablen geimpft sind, dreht die Hygiene-Gesellschaft noch viel mehr durch, die a-soziale Volksgemeinschaft erlässt solche Maßnahmen.

Immanent gedacht noch perfider: Es ist nicht die Rede von Antikörpern, warum wohl? Weil vermutlich weit über 20 Millionen Deutsche Corona hatten und ein Großteil hat davon nichts gemerkt – ist aber immun, und zwar ohne PCR-Test und somit ohne Quarantäne. Doch solche Staatsopern wollen nicht, dass Menschen, die nicht unter irrationalen Maßnahmen gelitten haben und vor dem psychischen Zusammenbruch waren, ein Recht haben auf Kultur oder Kunst oder, am Beispiel der Läden, ein Recht auf Konsumrausch ohne Maske, Test und Wahnwitz.

Diese vermutlich gut 20 Millionen Menschen sollten alle klagen, dass sie bereits immun sind und zwar immuner als „Geimpfte“, weil körpereigen produzierte Immunität besser ist. Das zeigt auch den Irrationalismus des Impfens: Wenn schon 20 Millionen immun sind, dann ‚müssten‘ viel weniger Menschen geimpft werden.

Doch das RKI, das dem Bundesgesundheitsministerium weisungsgebunden ist und somit keine eigenständige wissenschaftliche Einrichtung, die primär der Wahrheit oder Realität verpflichtet wäre, verweigert sich ja seit März 2020, eine oder mehrere repräsentative Kohorten oder/und Antikörperstudien zu machen. Da würden 50.000 Leute reichen, die man in regelmäßigen Abständen untersucht und man wüsste, wie weit verbreitet, ergo: harmlos, Corona ist. Wir wissen das auch so, da kaum jemand daran stirbt, aber solche Zahlen würden es bestätigen und die Panikindustrie zerbrechen laassen.

Das ist der Grund, warum kritische Stimmen zur Corona-Politik wie von Ulrike Guérot so wichtig sind. Daher hab ich sie auch verlinkt mit Videos und einen Offenen Brief geschrieben. Doch in dem verlinkten Video zu einem Gespräch mit Elisabeth Scharang aus Wien, das zu Beginn auch interessante Aspekte anspricht, wurde ich erstmals stutzig, als Guérot von „Breitenscheidplatz“ sprach, zweimal. Es ging nicht nur um ein meines Erachtens Herunterspielen der jihadistischen Gewalt, sondern um den Namen: Der Platz heißt bekanntlich Breitscheidplatz, benannt nach dem bekannten sozialdemokratischen Politiker und Mitglied im Reichstag (MdR) Rudolf Breitscheid (1874-1944), der von den Nazis im Exil in Frankreich festgenommen und ins KZ deportiert wurde. Breitscheid war auch ein pro-zionistischer Politiker und im Komitee Pro Palästina aktiv (wie Kurt Blumenfeld, der zionistische und rauchende Mentor Hannah Arendts, ehe diese antizionistisch abdriftete), das sich für die jüdische Wieder-Besiedelung des Landes aussprach.

Doch dann hörte ich gestern eine Sendung im Deutschlandfunk (DLF) mit Guérot als Gast, die schon am Montag, 17. Mai 2021, ausgestrahlt worden war:

Der Tag mit Ulrike Guérot. Warum kann die EU im Nahostkonflikt nicht glaubhaft vermitteln? Moderation: Anke Schaefer

Auf die DLF-Frage, ob der Antisemitismus ein „importierter“ sei und mit dem Nahostkonflikt untrennbar verbunden, oder ob der von hier komme, antwortet Guérot erstmal selbstkritisch:

Ich tu mich ein bisschen schwer, das zu beurteilen, weil ich keine Nahostexpertin und auch keine Antisemitismusexpertin bin. (…) Diese Expertise habe ich jetzt en détail nicht.

Also der DLF kündigt ein Gespräch zum „Nahostkonflikt“ an und die Gesprächspartnerin, Professorin für Politikwissenschaft, gibt sogleich zu, gar keine Expertin auf diesem Gebiet zu sein. Soviel zur Auswahl der Gesprächspartner*innen in diesem Radiosender. Es ging aber in der Sendung nach 15 Minuten auch ums Fliegen oder besser ums Zugfahren in Europa und da ist Guérot Expertin.

Zu Beginn sagt Guérot, dass wir einen deutschen Antisemitismus hätten, der bei Attentaten „durchgebrochen“ ist, „wie in Hanau“. Da verwechselt sie den rassistischen Mord eines deutschen Neonazis in Hanau an neun Migrant*innen vom 19. Februar 2020 mit dem antisemitischen Angriff auf die Synagoge in Halle vom 9. Oktober 2019. Der Moderatorin des DLF fällt es nicht auf. Egal. Scharang war ja auch nicht aufgefallen, wer der Sozialdemokrat Rudolf Breitscheid war (Breitscheidplatz).

Guérot weiter im DLF:

Wer will wem den Lebensraum wegnehmen. (…)

Insofern muss man schon auch zulassen, dass eine Kritik an der Politik Israels möglich ist, ohne, dass man das gleich als Antisemitismus bezeichnet.

DLF:

Denken Sie, dass eine intellektuelle Israelkritik in Deutschland nicht möglich ist?

Guérot:

Also mir fehlt zum Beispiel die Stimme von Alfred Grosser. War ja lange hier in Frankfurt, der große Alfred Grosser, der war ja jüdisch, vertrieben aus Frankfurt, dann in Paris, und hat ja immer wieder gesagt, es war einer der im Grunde größten oder schärfsten Kritiker oftmals der israelischen Politik, der immer gesagt hat, ich als Jude muss und darf Israel kritisieren.

Zur Holocaustverharmlosung und dem Antizionismus von Grosser („Erinnern, um zu vergessen„) habe ich 2010 geschrieben („Deutsche mögen nur tote Juden, Islamisten gar keine„):

Das Beispiel Muslim-Markt und der Umgang mit dieser Seite belegen das. Und auch NRW hat heutzutage keinerlei Probleme mit Freunden des islamistischen Muslim-Markt: so wird Wolfgang Benz mit Alfred Grosser am 7. Dezember 2010 in Berlin in der Landesvertretung von NRW eine Buchvorstellung bestreiten.

Grosser sprach am 9. November 2010 in Frankfurt am Main in der Paulskirche lieber von Israel und Juden als Täter als von Juden als Opfer der Deutschen und des Antisemitismus.

Damit generiert Grosser eine typische Form des sekundären Antisemitismus und bedient die beliebte Schuldprojektion. Israel zu ‚kritisieren‘, zumal an einem Tag wie dem 9. November, dem Jahrestag der Pogromnacht von 1938, was ist das für eine Leistung! Standing Ovations am Main.

Dann kommt die Politologin auf Seehofer zu sprechen, der betont hat, dass „wir nicht tolerieren, dass jüdische Flaggen brennen und jüdische Einrichtungen angegriffen werden“. Guérot konzediert zwar: „Nein, das werden wir nicht und das muss bestraft werden“, doch sie kontert gleichwohl vehement:

Und trotzdem ist es ein Unterschied, würde ich sagen, ob sie eine israelische Flagge verbrennen, oder ob sie jüdische Einrichtungen schänden, ja?! Also wenn wir bei der EZB, weil die Jugendlichen gegen die EZB demonstriert haben, 2012, die Fahne der EU verbrannt haben, ja, dann ist das natürlich legitime Kritik an der Politik einer Einrichtung, in diesem Fall der EZB. Wenn Sie ne amerikanische Fahne verbrennen, Vietnam und so weiter, ist das eine legitime Kritik an staatlichen Handlungen, das heißt nicht, dass sie antiamerikanisch sind und Hollywood nicht mögen. (Herv. CH)

DLF:

Weil wir die Geschichte haben, ist es wohl ein Unterschied, ob man auf deutschem Boden eine israelische Flagge verbrennt oder in einem anderen Land ne amerikanische Flagge.

Nun stellt sich die Frage, ob der DLF oder Ulrike Guérot die Rechtslage in der Bundesrepublik Deutschland kennen?

Nochmal das skandalöse Zitat von Guérot (die allerdings, das muss man wissen, recht tiefenentspannt wirkte, da sie Yoga machte und mehrere Tage bei einer Freundin verbrachte, lachte, sich auf das Impfen der Gesellschaft und die Sonne freut, damit der Corona-Wahn bald zu Ende sei):

Und trotzdem ist es ein Unterschied, würde ich sagen, ob sie eine israelische Flagge verbrennen, oder ob sie jüdische Einrichtungen schänden, ja?!

Wie ist die Rechtslage in Deutschland?

Die Große Koalition plant laut einem Bericht der »taz«, das öffentliche Verbrennen oder Beschädigen ausländischer Flaggen künftig unter Strafe zu stellen. Ein Änderungsantrag zu einem Vorhaben, das den besseren Schutz der EU-Flagge zum Ziel hat, soll am kommenden Mittwoch im Bundestag von den Fraktionen der CDU/CSU und der SPD eingebracht und beraten werden, berichtet die Zeitung unter Berufung auf Regierungskreis.

Anlass ist das wiederholte Verbrennen israelischer Fahnen bei Demonstrationen, darunter im Dezember 2017 in Berlin.

(Jüdische Allgemeine, 13.01.2020)

Sodann:

Bundestag stellt Verbrennung der EU-Flagge unter Strafe

Wer in Deutschland die EU-Flagge anzündet, muss künftig mit einer Haftstrafe oder Geldbuße rechnen. Der Bundestag weitete ein bestehendes Gesetz aus.
(…)
Verstöße gegen die neue Vorschrift können künftig – analog zu den bestehenden Verboten – mit einer Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit einer Geldstrafe geahndet werden.

Weiter heißt es im Spiegel:

Die AfD wendete sich gegen das neue Gesetz. Wie steht Guérot dazu? Sieht sie weiterhin einen Unterschied zwischen dem Verbrennen einer israelischen Flagge und dem „Schänden jüdischer Einrichtungen“? Da gibt es exakt keinen Unterschied!

Der Kolumnist der WELT Deniz Yücel, der sich unzweideutig von AfD-Gauland und weiteren Rechten abgrenzt, hat die Kritik am heutigen Antisemitismus, der primär von den Muslimen und postkolonialen Hetzer*innen kommt, heute, am 19. Mai 2021, in Worte gepackt:

Darum ist auch die Verurteilung von Antisemitismus allein nicht aussagekräftig. So hieß es im Aufruf zu einer Demonstration am vergangenen Wochenende in Berlin: „Wenn Ihr Juden hasst, habt Ihr nichts bei uns verloren.“

Gemeint ist nicht die Demo durch Neukölln, deren Teilnehmer teils dem islamistischen Spektrum angehörten und bei der es zu Ausschreitungen kam, sondern eine andere in Kreuzberg, die trotz der größeren Teilnehmerzahl geringere mediale Beachtung fand und auf der auch einige deutsche Linke mitliefen.

Eine klare Absage an den Antisemitismus könnte man meinen – wenn es im Text nicht so weiterginge:

„Wenn wir ein freies Palästina vom Mittelmeer bis zum Jordanfluss fordern, dann fordern wir kein Palästina ohne Juden und Jüdinnen. Sondern wir fordern, dass das historische Palästina befreit und dekolonisiert werden muss, befreit von Zionismus, von Besatzung, von (White)Jewish Supremacy und Rassismus, weil es einen [sic] freies Land braucht, in dem alle Menschen, die vom Jordan bis zum Mittelmeer wohnen, frei und gewaltlos leben können. Das bedeutet ‚Palestine will be free – from the River to the Sea‘.“

Das ist keine Kritik an der israelischen Regierungspolitik, sondern Antisemitismus von und für Abitur-Antisemiten. Nicht vulgär, sondern state of the art: postkolonial, antirassistisch, gendergerecht.

(Deniz Yücel, Antisemitismus gendergerecht, Die Welt, 19.05.2021).

Was lernen wir? Hanau heißt Halle, der Breitenscheidplatz heißt Breitscheidplatz und das Verbrennen von EU- oder Israelflaggen ist nicht nur widerwärtig, sondern auch illegal.

Vielleicht sollte der Deutschlandfunk das seinen Hörer*innen noch mitteilen, nicht, dass jene mit Bezug auf so eine Sendung eine Israelflaggge verbrennen und laut schreien „Wir sind gegen Judenhass – Palestine will be free – from the River to the Sea“.

Das Verbrennen einer Israelfahne kann bis zu drei Jahre Gefängnis bedeuten… und ist kein Unterschied zum „Schänden jüdischer Einrichtungen“. Das Verbrennen einer Israelfahne ist eine Schändung der jüdischen Einrichtung schlechthin: Israel.

 

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