Wissenschaft und Publizistik als Kritik

Schlagwort: Slime

Alfred-Kerr-Preis für Literaturkritik an Dietmar Dath – dazu Pogendroblem, doch Ulf P. heult…

Von Dr. phil. Clemens Heni, Direktor, The Berlin International Center for the Study of Antisemitism (BICSA)

Es nervt den neu-rechten Kulturkämpfer des Springer-Konzerns Ulf Poschardt zu Tode („Der linke Kulturbetrieb ist unbesiegbar“), dass er einfach nie so lässig, cool und angesagt sein wird wie zum Beispiel der preisgekrönte Buchautor Dietmar Dath.

Letzterem wurde auf der Leipziger Buchmesse der Alfred-Kerr-Preis für Literaturkritik 2026 verliehen. Für das Foto zur Preisverleihung machte sich Dath extra schick: Bluejeans, braunes Sakko, Brille und ein T-Shirt mit der Aufschrift „The Golden Shop“. Das Börsenblatt des deutschen Buchhandels hat das Bild veröffentlicht:

Das ist cool, das ist ein Statement, das ist Kultur, das ist Solidarität mit einem kleinen und von der deutschen Bundesregierung via Kulturstaatsminister Wolfram Weimer („Beauftragter der Bundesregierung für Kultur und Medien“) diffamierten Buchladen in Bremen: Golden Shop.

Dem Golden Shop wurde ja wie der Roten Straße aus Göttingen und der Schwankenden Weltkugel aus Berlin Prenzlauer Berg die Auszeichnung Buchhandlungspreis wieder aberkannt, wegen angeblich turbo krassen verfassungsschutzrelevanten ‚Erkenntnissen‘ – schon das Nomen „Erkenntnis“ im Zusammenhang mit „Verfassungsschutz“ ist eine contradictio in adjecto, wenn wir „Erkenntnis“ als Reflektion auf die Gewaltörmigkeit der bürgerlichen, kapitalistisch-patriarchalen Welt begreifen.

Mein Verlag Edition Critic hat natürlich auch schon Bücher an den Golden Shop verkauft, ebenso haben wir Bestellungen des Buchladens Rote Straße erhalten und früher per pedes oder mit dem Fahrrad Bücher auch direkt in die Schwankende Weltkugel in Berlin gebracht.

In diesen Büchern der Edition Critic geht es um den Zionismus und die Kritische Theorie, um Kritik an der Neuen Rechten, die Geschichte des Holocaust und des Nationalsozialismus, Kritik am Antisemitismus wie Postkolonialismus oder auch am Ukraine-Krieg und der deutschen Unterstützung des selbigen und nicht zuletzt um die wissenschaftliche und politisch linke Analyse der antidemokratischen und gesundheitsschädlichen Coronapolitik.

Doch was ist angeblich der politische Kern dieser drei Buchläden, für was stehen sie für den Ulf?

Den postkolonialen Ideologie-Müll, der die schlimmste Flut von Antisemitismus nach 1945 erzeugt hat und das jüdische Leben im Land real bedroht, findet man in all diesen Buchläden.

Nun ist die Kritik am postkolonialen Antizionismus und Antisemitismus wichtig und Usus in der linken Szene, die zugleich pro-israelisch ist wie der Verlag Edition Critic.

Doch wer unter den Holocaustforscher*innen und den Wissenschaftler:innen im Bereich politische Kultur der Bundesrepublik Deutschland würde folgenden Satz nicht als Holocaust verharmlosend einschätzen?

Definiert man den Antisemitismus als Wesenskern des deutschen Nationalsozialismus, so muss man voller Entsetzen festhalten, dass die aktuell wirkmächtigsten neuen Nazis in Deutschland eher rot lackiert sind als blau.

So denkt der Ulf, so schreibt der Poschardt und Springer freut es.

Nicht jene, die Mitglieder haben, die womöglich den Hitlergruß zeigen („Anklage zu Vorfall im Bundestag AfD-Abgeordneter soll ‚Hitlergruß‘ gezeigt haben“), Nazi-Devotionalen sammeln („AfD-Spitzenkandidat handelt mit Hakenkreuzen„) oder wegen dem Verwenden von NS-Parolen verurteilt werden („Landgericht Halle Höcke erneut wegen Nazi-Parole verurteilt“), sind die neuen Nazis. Sondern Linke. Wer hätte das geahnt?

Schon die Assozation von „rote“ und  „Nazis“ ist ein Kernelement der totalitarismustheoretischen Holocaustverharmlosung, zu der übrigens auch – das will kaum jemand hören, weil hierzulande, entgegen Frankreich, kaum jemand Emmanuel Faye liest und auch versteht („Emmanuel Faye: Hannah Arendt und Martin Heidegger: Zerstörung des Denkens. Aus dem Französischen übersetzt von Leonore Bazinek. Unter Mitwirkung von Michael Heidemann“) – Hannah Arendt zählt.

Poschardt und der Springer-Konzern wollen die Hegemonie der Neuen Rechten im Stile Trumps festigen, sie wollen Homogenität, keinen Widerspruch und alle staatlichen Gelder für den Erhalt der kulturellen und medialen Vielfalt streichen, einfach komplett streichen, keine staatlichen oder Gebührengelder mehr für die ARD, das ZDF oder den Deutschlandfunk, keine Gelder für antifaschistische NGOs, nichts:

Bürgerliche Politik hat keine Chance, wenn sie dem etablierten Kulturbetrieb, den ÖRR und den NGOs nicht die staatliche Finanzierung entzieht.

Und dann heult der Ulf, dass ihn niemand mag. Dabei haben doch sehr viele dieser NGOs bei der Unterstützung des Militarismus und der Ukraine-Politik und zuvor bei der irrationalen Verteidigung von 2G oder der Impfpflicht mitgemacht – hat nix genutzt, Springer hasst sie trotzdem.

Niemand nimmt Poschardt ernst, das weiß er, und jene, die ihn tätscheln sind jene, von denen er weiß, dass es ihm nichts bringt, dass gerade sie ihn tätscheln oder ein Forum bieten, um seinen neu-rechten (aus seiner Sicht: „bürgerlichen“) Müll zu publizieren.

Doch politisch ist er gefährlich, er möchte den Kulturkampf verschärfen, er möchte Leute wie Karin Prien dazu führen, noch aggressiver gegen linke, ja sogar links-liberale, mainstreamige Kultureinrichtungen vorzugehen, solange die auch Buchläden tolerieren, die selbstverständlich auch diesen Slogan (oder ähnliche wie „Nie nie nie wieder Deutschland“) kennen oder mögen oder Bücher und Musikträger verkaufen, die ihn promoten:

Deutschland muss sterben, damit wir leben können.

Ein Lied der Punkband Slime aus Hamburg, bekanntlich der Slogan – früher! – auf Antifa-Demos, und zudem gerichtlich bestätigt: auch das ist Teil einer liberalen Demokratie.

Die taz bringt den neu-rechten Kulturkampf von Karin Prien (CDU) gegen das Projekt „Demokratie Leben“ der Bundesregierung am 28. März 2026 auf den Punkt:

In einer Zeit, in der die rechtsextreme AfD Rekordergebnisse auch im Westen des Landes einfährt, in der Umfragen sie in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern derzeit vorne sehen, in der rechte Gewalt auf Höchstständen liegt, sich bundesweit neue Jungnazi-Gruppen bilden und Antisemitismus und Queerfeindlichkeit um sich greifen.

In Kürze wird die neue Kriminalstatistik präsentiert, das Erschrecken wird wieder groß sein. Und dennoch werden diejenigen, die diesen gefährlichen Entwicklungen entgegenarbeiten, aus dem Spiel genommen. Und die, die grade noch weitermachen dürfen, klagen über immer mehr Bürokratie, mehr Auflagen, eine neue Extremismusklausel.

Viele kritisieren die geplanten Kürzungen:

Kathrin Sonnenholzner, Präsidentin der Arbeiterwohlfahrt: „Die Arbeiterwohlfahrt steht solidarisch an der Seite der vom geplanten Förderstopp betroffenen Projekte. (…) Mir ist vollkommen schleierhaft, was damit guten Gewissens erreicht werden soll. Einsparungen können jedenfalls nicht das Ziel sein: Der Bund fördert die Zivilgesellschaft sowieso schon mit nur 0,11% des Bundeshaushaltes. Was wir brauchen, ist ein Demokratiefördergesetz und nicht die Axt am Fundament unseres demokratischen Miteinanders.“

Es wird einem schwindelig, wenn jetzt die Times of Israel berichtet, die angeblich „sehr beliebte“ Karin Prien hätte sehr gute Chancen, die nächste deutsche Bundespräsidentin zu werden. Eine jüdische Kulturkämpferin gerade auch gegen die linke Kritik am Antisemitismus oder an der AfD, das ist ja mal ne Pointe!

Aber jene, die meine, sie seien „bürgerlich“, wie Poschardt, sind eher die Stiefellecker von Elon Musk, dem Frauenverächter und Antidemokraten, oder dem anti-woken Militaristen und Kriegstreiber Donald Trump.

Was sagt der intellektuelle Mainstream zum neu-rechten Kulturkampf von Wolfram Weimer, Karin Prien oder Ulf Poschardt?

Die Literaturwissenschaftlerin Franziska Bomski hielt die Laudatio (Video) auf Dietmar Dath als Alfred-Kerr-Preisträger für Literaturkritik 2026 und sagt:

Zunächst einmal freue ich mich sehr, dass der Alfred Kerr-Preis für Literaturkritik dieses Jahr an einen Autor verliehen wird, der deutlich und bekennend links von der inzwischen nach rechts verschobenen Mitte steht – das ist ja leider 2026 in Deutschland nicht mehr selbstverständlich. Die Jury hat sich davon nicht beirren lassen und die Reihe ihrer Preisträger:innen als unabhängige Intellektuelle, die sich der ideologischen Einschüchterung oder Instrumentalisierung erfolgreich entziehen, konsequent fortgesetzt.

Weiter analysiert sie die Affinität von Dath zu Science-Fiction, die emanzipatorisch und nicht affirmativ-gewaltförmig oder herrschaftssichernd sich äußere:

Den machttrunkenen und weltflüchtigen, im Kern antisozialen Tech-Visionen von Elon Musk, Jeff Bezos und Peter Thiel möchte Dath mit Mira „viele lebbare Zukünfte entgegensetzen“. Er fordert: Wir brauchen „Fiktionen, die wissen, was sie träumen“ – eine solche entwirft auch sein jüngster, im vergangenen Jahr erschienener Roman Skyrmionen oder: A fucking Army.

Schließlich ist die Dankesrede von Dietmar Dath mitsamt seinem „Golden Shop“ T-Shirt Ausdruck dessen, was wir Gesellschaftskritik nennen oder intellektuelle Dissidenz:

Wir sind an dem Punkt, an dem Leute mithilfe von KI Texte herstellen und mit ihrem eigenen Namen verzieren, die gar nicht richtig lesen können. Das wird uns noch viel Ärger machen.

Wir brauchen alle Werkzeuge, die helfen, den unausweichlichen Schaden zu begrenzen. Wir brauchen Leute, die uns James Joyce erschließen, weil er der erste große Fall in der Literaturgeschichte war, der sich sprachlich in Wissenslandschaften so weite Reisen zugemutet hat, wie sie die Dichtung früher nur in Naturlandschaften wagen konnte. Wir brauchen Leute, die Literaturbegegnungsstätten leiten und pflegen, Literaturhäuser und Buchhandlungen. Wir brauchen akademische Forschung und Lehre zur Literatur. Wir brauchen das Erbe, zum Beispiel die Hinterlassenschaft von Alfred Kerr, nach dem der schöne Preis heißt, den man mir hier so freundlich verleiht. Am besten gefällt mir an diesem Erblasser, dass er so offensiv fehlbar war. Mal lag er richtig, mal falsch, genau das ist der Beruf. Er hat den kommunistischen Dichter Johannes R. Becher verteidigt, als der wegen eines Gedichtbandes politisch schikaniert wurde. Das gefällt mir sehr, ich kann nur hoffen, dass ich denselben Mut und dieselbe Geistesgegenwart habe wie Kerr sie damals hatte, wenn es mal drauf ankommt. Kerr hat einen anderen kommunistischen Dichter, Bert Brecht, angegriffen, weil der aus älteren Gedichten etwas geklaut hat. Das gefällt mir weniger, ich würde eher KI-Konzerne angreifen wollen, wenn sie Texte stehlen, denn sie machen nur KI-Matsch daraus, während Brecht aus den alten, geklauten Gedichten neue, gute Gedichte gemacht hat.

Eines der besten aktuellen Musikalben ist „Great Resignation“ von der Kölner Band Pogendroblem. Es sind genau die Autoaußenspiegel von Porschefahrern, die die Band im Visier hat, die sie nachts abschlagen, um wieder mal was „zu spüren“, diesen tödlichen Alltag zu durchbrechen. Oder wenn sie überteuerte Lindt-Osterhasen klauen, nicht wegen „Kleptomanie“, sondern dem „Adrenalin“ (Markenklamotten klauen). Es ist ein linksradikales Album, also ein pessimistisch-realistisches, wie es im Song „Von gar nichts haben wir uns befreit“ heißt:

Von gar nichts haben wir uns befreitVon gar nichts haben wir uns befreitVon gar nichts haben wir uns befreitEs tut uns leid Es tut uns leid

Ja manchmalWenn die Hoffnung durchscheintBin ich geneigtMich hinzugebenDoch manchmalWenn das Grauen durchscheintBin ich geneigtAufzugeben

Aber meistensJa meistensAlles gleichJa meistensUnbehagenUnd Alltag verleben

Es tut mir leidVon gar nichts haben wir uns befreit.

Es geht in dem Album um Kapitalismus, Adorno, gegen die Hamas, den Kampf zwischen Theorie und Praxis (auch innerhalb der Band offenbar) – und natürlich um Walter Benjamin. Ein Album nicht nur für Student*innen der Politikwissenschaft, by the way, sondern auch für Lohnarbeiter*innen, Essensausliefer*innen, Dialyse-Patient*innen Kutschierer*innen oder Lehrbeauftragte an führenden europäischen Universitäten.

Es ist aber auch linxradikal, weil es kämpft, das Album von Pogendroblem („Unser Jahrzehnt“):

The old world is dying. The new world struggles to be born. Now is the time of Monsters.

Schließlich der Slogan für „unser Jahrzehnt“ – „WIR entscheiden, wie es ausgeht“:

Emanzipation oder Ende?

Wie es aussieht, stehen der Börsenverein des deutschen Buchhandels und das kulturelle Establishment im Bereich Literatur und Literaturkritik für die Emanzipation und der Springer-Konzern wie eh und je für das Ende, also die Affirmation des Bestehenden.

 

Stufenpläne und Merkels totalitäre Willkür: Polizeistaat und Hygienediktatur

Von Dr. phil. Clemens Heni, 02. März 2021

Wer gesehen hat, wie ein Hubschrauber über einen zugefrorenen Binnensee kreiste, das Steinhuder Meer ist im Schnitt 1,35 Meter tief, um die Menschen zu vertreiben, wer sah, wie in Hamburg ein Polizeiwagen fast zwei Kollegen überfahren hat und einen Jugendlichen, der andere lebenshungrige Jugendliche abgeklatscht oder umarmt hatte, wie einen Jihadisten oder Neo-Nazi jagte und fasste, wer gesehen hat, wie regelrecht geil Uniformierte in den Innenstädten oder Parks darauf warten oder lauern, eine Person ohne mit Schleim, Keimen, Bakterien und Viren vollgerotzter „Maske“ vor der Fresse zu erwischen, wenn das dort wie in fast jeder Stadt Pflicht ist – Ausnahme zum Beispiel: Ludwigshafen am Rhein, die Stadt von Ernst Bloch, spürt: wir leben in einem Polizeistaat. Das ist kein verhältnismäßiger Rechtsstaat mehr.

Fotos: Privat

Wer dann auch noch gesehen hat, wie solche Beamten kleine verschneite Hänge hinaufsprinteten, weil ein Mensch ohne Maske den Schnee und die Wintersonne genießen wollte, wer das alles gesehen hat, weiß: Wir leben in einem Polizeistaat. Das ist die Hygienediktatur.

Die politische Kultur zeigt den Untertanengeist der Deutschen, das Buckeln, Geschlagenwerden und dann Treten gegen andere Opfer. Diese „Anderen“ gibt es immer, jetzt sind es „Covidioten“, „Corona-Leugner“, oder „Querdenker“, auch wenn so gut wie kein Mensch das Virus leugnet, Kritik wird im Neusprech als „Leugnung“ übersetzt, „Dank“ der ARD- und ZDF-Anstalten, der Politik und der kulturellen Elite.

Alle werden ja durch das Eingesperrtsein getreten und gequält, durch die völlig sinnlose Maske gedemütigt und durch die a-soziale Distanz zu allen anderen Menschen im Mensch-Sein gehindert, absichtlich.

Dieses Buckeln und dann Treten – in dieser Reihenfolge -,  wie es Heinrich Mann schon zu Zeiten des Ersten Weltkriegs wie kein anderer analysiert hat, hat jetzt ein Revival wie noch nie seit 1945. Das ist Deutschland. DU bist Deutschland. Nie wieder Deutschland!

Manche Städte verbieten jetzt das „Verweilen“ am Rheinufer oder an der Alster, aber nur zu bestimmten Zeiten, z.B. am Wochenende von 10 bis 20 Uhr oder freitags von 14 bis 21 Uhr – warum? Weil wir ja von der Medizin wissen, dass Coronaviren Langschläfer sind und vor 10 Uhr am Wochenende oder 14 Uhr an einem Freitag nicht aktiv sind! Das nennen wir Wissenschaft! Die Stadt Düsseldorf und die Freie und Hansestadt Hamburg machen das nicht nur, weil sie die genialsten Virologen und Epidemiolog*innen des ganzen Landes haben, sondern weil sie wissen, dass es verfassungswidrig und illegal ist, was sie tun. Und hoffen, dass immer noch kein Richter diesen Verfassungsbruch verurteilt. Und damit werden sie vermutlich weiterhin durchkommen.

Wer sich alleine auf eine Bank setzt, handelt kriminell. Wer das aber nachts um halb fünf macht, handelt völlig legal. Wer im Stehen ein Eis schlotzt und die Sonnenstrahlen, das glitzernde Wasser des Rheins und die blühenden Krokusse am Rheinufer genießt, handelt illegal – wer schnellen Schrittes läuft, handelt legal.

Die Deutschen werden sich das noch Jahre oder für immer gefallen lassen. Keine Konzerte, keine vollen Stadions, keine Diskos – sie machen mit. Keine echten Randale nirgends, was einen deshalb nicht verwundert, weil die Linken ja zu den aggressivsten Merkel-,  Lockdown- und schrittweise-oder-nie-öffnen Fans gehören.

Kein Volk der ganzen Welt ist so staatstragend und dumpf wie das deutsche Volk, inklusive seiner Migranten, die häufig noch die am wenigsten aggressiven und kontrollierenden oder am seltensten blockwartmäßig denunzierenden Zeitgenoss*innen sind. Aber auch die machen keinen Aufstand.

Wer stehenbleibt und sich am Rheinufer oder an der Außenalster küsst – handelt illegal. Was sind das für Menschen, die auf solche Ideen kommen? Wie krank sind solche Menschen? Wie irrational, unwissenschaftlich, unmenschlich sind solche Monster in unseren Verwaltungen, die von den Mainstreammedien und von Merkel, Scholz, Kretschmann, aber auch der FDP angeheizt werden, staatstreu und affirmativ zu handeln, höchstens mal stufenplanmäßig ab Mai auch samstags das innige Küssen und Stehenbleiben am Rheinufer erlauben, aber sonntags wird das erst ab August möglich sein?

Zu keinem Zeitpunkt in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland hat sich die Polizei lächerlicher gemacht, hat vulgärer und brutaler ihr Gesicht gezeigt, als seit März 2020 und der Corona-Krise. Und diesmal ist die Polizei Erfüllungsgehilfe der totalitären linken Monster, die ZeroCovid schreien, und alle nonstop einsperren wollen, während die Frauen und Kinder im Globalen Süden elendig WEGEN der Lockdownpolitik verrecken (schon jetzt 2,5 Millionen Menschen, wie eine schwedische Studie zeigt).

Und diese seit dem Ende des Nationalsozialismus nie dagewesene Polizeigewalt zeigt am Ende ihrer Kanzlerschaft den Kern von Angela Merkel: Autoritarismus, Irrationalismus, Unwissenschaftlichkeit und Totalitarismus.

Ich habe Merkel 2015 ff. verteidigt, ich sagte es bereits, und Merkel gegen die Nazis, gegen Pegida und die Nationalisten, Neuen Rechten, Orbán und Seehofer-Fans, gegen die Rassisten und Anti-Flüchltingsaktivisten in Schutz genommen.

Ich habe sogar meinen Hauptgeldgeber aus den USA verloren, als ich bei einer Busrundfahrt einer Reisegruppe eines ThinkTanks ein Graffito am Rathaus Neukölln in Berlin verteidigte („Angela Merkel ist Mutter Theresa“).

1968 und dann die Zeit der RAF von 1970 bis 1977 und darüber hinaus, die Hetze gegen die radikale Linke, die sich „klammheimlich“ über Gewalttaten oder zumindest über die Attacke auf den bürgerlichen Staat freute oder auch nur mit der Freude kokettierte, diese Zeiten  waren gegen die heutigen Polizeistaatsmethoden, die heute Millionen und nicht nur ein paar Dutzend oder Hunderte betreffen, geradezu läppisch.

Heute wird nicht gedroht, heute wird gehandelt, fast alle Geschäfte einfach geschlossen, Universitäten, Jugendclubs, Diskotheken, Kneipen, Bars, Restaurants, Zoos, einfach alle Orte, wo sich Widerständige verabreden könnten, werden schlichtweg über Monate geschlossen – das wäre 1977 undenkbar gewesen, absolut undenkbar. Zumal 1977 gab es „Sympathisanten“, eine linke Gegenöffentlichkeit gegen Helmut Schmidt (SPD), ohne dass diese Leute Fans der RAF gewesen wären – zumal der Antisemitismus der RAF hat auch viele 68er angewidert, es gab auch zionistische 68er, von Ernst Bloch über Herbert Marcuse hin zu Günther Eich und Wolfgang Hildesheimer.

Was die heutige Zeit noch viel krasser und brutaler, mörderischer macht als 1968/1977, ist die Tatsache, dass jene, die früher nicht nur antiamerikanisch hetzten, sondern auch großmaulig „Wir wollen keine Bullenschweine“ (Slime, 1980) schrien, jetzt selbst das „Schweinesystem“ (O-Ton des Kängurus) unterstützen und das Aussetzen von Grundrechten als völlig normalen Vorgang betrachten. Der zumal geistig offenbar alt gewordene Punk-Rocker Dirk Jora von „Slime“ (am 30. Juli 2020 verließ er Slime) sagte Ende Mai 2020 dem Neuen Deutschland:

Seit mehreren Wochen demonstrieren verschiedene Bündnisse gegen die Corono-Einschränkungen. Was halten Sie von diesen Protesten?
Ich finde ihn hirnrissig, für mich sind das komplette Idioten, egal ob sie nun von rechts oder von links kommen. Solche Leute sind für mich auch gar nicht links. Haben die nicht gesehen, wie in Bergamo oder New York die Leichen abtransportiert wurden?

Und auch in folgender Passage zeigt Jora, dass er die irrationale, nicht evidenzbasierte Agitation der Bundes- und Landesregierungen, ja so gut wie aller Medien seit März 2020 völlig internalisiert hat und nicht selbst denken kann:

Also kein Verständnis dafür, dass sich gegen die Einschränkung von Grundrechten Widerstand regt?
Ich bin der Letzte, der Eingriffe in die Grundrechte verteidigt, Slime hat immer dafür gestanden, dass staatliche Behörden nicht zu weit in unser Leben eingreifen. Nur frage ich mich heute: Was ist die Alternative? Die Leute, die dort jetzt demonstrieren, sollen die etwa die Pandemie in den Griff kriegen? Und ist denen bewusst, dass sie einen großen Teil der Gesellschaft ausschließen? Ich finde, zu Beginn der Coronakrise haben sich linke Zentren wie die Rote Flora in Hamburg korrekt verhalten, indem sie gesagt haben: Wir schließen, weil wir ansonsten Risikogruppen und ältere Mitbürger von den Veranstaltungen ausschließen müssten. Das ist Solidarität. Die Leute, die jetzt auf die Hygiene-Demos gehen, glauben vielleicht auch, sie würden solidarisch handeln, für mich sind sie aber absolut unsolidarisch. (Herv. CH)

Es war gerade a-sozial von der Roten Flora und den Linken, ohne jede Evidenz eine mittlerweile selbst vom Kern der Panikindustrie, dem Robert Koch-Institut (RKI) als lediglich „schwere Influenzawelle“ kategorisierte Corona-Epidemie als nie dagewesene Gefahr zu stilisieren und Grundrechte auszusetzen.

Für Jora war also das Aussetzen von Grundrechten alternativlos, wie für Merkel und die gesamte Elite des Landes. Dass die sog. Infektionen schon vor dem ersten Lockdown am 22. März 2020 gefallen waren – schert sie nicht. Dass nur einige alte und schwer erkrankte Menschen überhaupt gefährdet waren – wie bei einer schweren Grippewelle wie 2018 oder 1970 – schert sie nicht.

Besonders peinlich ist folgende Stelle von Dirk Jora:

Die Situation ist sehr bitter, sowohl für die Band als auch für die einzelnen Mitglieder. Ich selbst habe eine Vorerkrankung und habe mich deshalb schon frühzeitig in Schutzquarantäne begeben.

Es ist traurig, wenn ein Mensch vorerkrankt ist. Aber das ist sein Problem, wenn er eine Vorerkrankung hat, das ist ein privates Problem, wirklich traurig, aber so ist es. Er ist nicht der einzige, der vorerkrankt ist (was immer das heißt). Es gibt Menschen, die ihr Leben lang extremes Asthma haben, Allergien, Behinderungen aller Art – ob die jedoch von Corona schwerer gefährdet sind, ist wissenschaftlich noch nicht mal erwiesen, dafür gibt es viel zu wenige Tote unter 70 bzw. unter 80.

Ich kenne 85-jährige Verwandte mit Kehlkopfkrebs (seit ca. 20 Jahren), die weiterhin Raucher sind und die Coronapolitik von Anfang an katastrophal, antidemokratisch und unverhältnismäßig empfinden. Das ist souverän, würdevoll und selbstbestimmt.

Jora möchte wie die Tagesschau, Merkel, Söder, Kretschmann das ganze Land einsperren, damit es einer mini-kleinen Gruppe von Menschen nicht zu gefährlich wird. Dabei ist eine Grippe genauso gefährlich für angeschlagene Menschen und auch für nicht angeschlagene Menschen – DAS ist das Leben, wer das nicht begriffen hat, hat gar nichts begriffen. Kriminell wird es aber, aus dieser persönlichen Todespanik und Unsicherheit, dieser metaphysischen Hilflosigkeit andere Menschen in den Tod zu treiben, Menschen verhungern zu lassen im Trikont, und hier Geschäfte, die Innenstädte, die Kulturszene etc. sterben zu lassen.

Dass dabei andere sterben würden, die sozial am Ende sind, die im Globalen Süden verhungern, nicht mehr in die Schule können, wo sie ein Essen bekommen hätten und Schutz vor Gewalt – das juckt diese fanatischen Corona-Gläubigen nicht.

Der Publizist Peter Heller analysiert, wie dramatisch die Situation ist:

Der Stufenplan ist der neue Fetisch einer pandemietrunkenen, sich leidenschaftlich immer neuen Restriktionsorgien widmenden Obrigkeit. Ausgerechnet die FDP hat hier einen frühen Impuls gesetzt und feiert sich nun selbst deswegen. Glaubt sie doch, nach einem Jahr des passiven Eskortierens autoritären Regierungshandelns endlich den Spagat zwischen der angestrebten Funktion eines allseits beliebten Mehrheitsbeschaffers und dem gleichzeitig zu pflegenden Markenbild als Freiheitsverteidiger geschafft zu haben. Tatsächlich lassen sich die meisten Bundesländer durch diesen Denkanstoß treiben.

Der ganze irrationale Wahnsinn zeigt sich ja aktuell in Regensburg, wo der Trainer des Fußballvereins positiv auf SARS-CoV-2 getestet wurde, ja sogar auf eine ach-so-angeblich-noch-tödlichere-Variante (de facto weniger gefährlich) und offenbar bereits die Beerdigung des armen Mannes vorbereitet wird – daher kann das für heute angesetzte DFB-Pokalspiel gegen Werden Bremen nicht stattfinden. Verstehen Sie? Der Mann hat kein Problem, er ging nicht zum Arzt, weil er das Ende nahen sah.

Nein, er wurde routinemäßig, wie es im Hygienestaat Pflicht ist, getestet. Für Public Health Expert*innen: So etwas gab es noch nie in der Geschichte der Menschheit. Noch nie wurden pumperlgesunde Menschen auf eine Krankheit getestet und bei positivem Test eingesperrt (!). Ja, noch wahnwitzig krasser: Das ganze Team von Jahn Regensburg wird eingesperrt, 10 Tage Minimum, was den Spielplan massiv durcheinander wirbelt und das Team als solches in seine Einzelteile zertrümmert. Wer mag da noch von Chancengleichheit sprechen in der Zweiten Bundesliga? 10-14 Tage kein Training und kein Wettkampf, während alle anderen Teams trainieren und spielen dürfen? Das ist Freiheitsberaubung, vorsätzliche Körperverletzung, Wettbewerbsverzerrung.

Aber alle jubeln, vorneweg die Verantwortlichen von Bremen und auch die Sportschau berichtete am 1. März voller Verständnis für die Absage.

Und noch ein Vorschlag zur Güte:

Sollen doch diejenigen, die auch noch 12 Monate nach Beginn des größten Wahnsinns, der irrationalen und von Horst Seehofer und Angela Merkel orchestrierten und bestellten Panik (!), jene, die diese perfide Panik und Todesangst internalisiert haben, Panik vor einer schweren Grippewelle, sollen die alle doch  zu Hause bleiben. Einfach zu Hause bleiben. Es gibt Lieferservice für alles. Das mögen von mir aus 50 Millionen Menschen sein in diesem Land. Oder 70 Millionen.

Aber lasst die paar wenigen, die noch denken können, ein Leben leben, ihr Leben leben. Bleibt Zuhause und lasst uns in Ruhe, bleibt mit Merkel, Söder, Kretschmann, Strobl, Dreyer, Laschet und Spahn im 24/7 Zoom-Quarantäneclub. Bleibt einfach Zuhause.

Aber lasst uns, den denkenden Teil der Bevölkerung, ein ganz normales Leben ohne euch, ohne Maskenwahnsinn, ohne Polizeistaat, ohne Hygienemaßnahmen, ohne „Maske“-Geschreie von Verkäuferinnen, einfach ohne all die irrationalen, und nur aufs Quälen bedachten totalitären Maßnahmen, lasst uns ohne euch totalitären Monster in Ruhe. Lasst uns einfach alleine.

Wir wissen, dass es denkende Menschen gibt, die längst erkannt haben, dass Corona so harmlos ist wie eine schwere Grippewelle – schauen wir nach Florida oder nach Schweden.

Peter Heller resümiert:

In Wahrheit gibt es für das Vorgehen gegen einen Erreger geringer Letalität, der Menschen als Vektoren nutzt und sich durch die Luft verbreitet, nur zwei Stufen, zwischen denen man sich zu entscheiden hat.

Die eine verlangt den Massensuizid durch kollektives Luftanhalten. Niemand mehr würde an Covid-19 erkranken, niemand mehr daran sterben.

Die andere verzichtet grundsätzlich auf alle Einschränkungen und akzeptiert den Keim als ein unvermeidbares Lebensrisiko neben vielen anderen.

 

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